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Grund zu Garten

Die Kampagne „Grund zu Garten“ hat zum Ziel, möglichst viele Karlsruher Eigentümerinnen und Eigentümer zu grünen Aktionen in ihrem Vorgarten oder Hinterhof zu motivieren.

© motionmind.studio

Grüne Orte und Flächen im Innenstadtbereich übernehmen wichtige Funktionen: Sie schützen vor großer Hitze und sie können Niederschlag besser speichern als versiegelte Böden. Außerdem steigern sie die Wohnqualität aller Stadtbewohner*innen. Neben öffentlichem Grün spielt auch privates Grün eine immer größere Rolle. Privates Grün sind etwa Eingangsbereiche und Vorgärten, aber auch Innenhöfe, Dachterrassen und Gärten auf Grundstücken, die nicht der Stadt gehören. Wir wollen allen Eigentümer*innen einen „Grund zu Garten“ liefern – also eine Motivation, ihr privates Grün in Karlsruhe zu erhalten, zu fördern und zu vermehren.

Grünflächen in der Stadt sind mehr als nur schön anzusehen

Wir glauben, dass es viele tolle Ideen zur Begrünung privater Flächen gibt. Wir möchten diese Ideen sichtbar und ihre Umsetzung möglich machen.

Dr. Julia Hackenbruch, Projektleitung

Grünflächen sorgen für eine gewisse Abkühlung an heißen Tagen, können Regenwasser aufnehmen, die Luftqualität verbessern und einen Beitrag leisten für eine höhere Biodiversität. Damit tragen sie dazu bei, die Folgen des Klimawandels zu bewältigen und sind damit Bestandteil der Karlsruher Klimaanpassungsstrategie. Ein großer Teil der Karlsruher Stadtfläche ist bereits grün – und mit jedem Stück privater Grünfläche können wir das noch steigern! Dazu zählen Pflanzungen in Gärten, Vorgärten und Eingangsbereichen. Aber auch wer auf Balkonen und Terrassen gärtnert oder Fassaden und Dächer begrünt, tut etwas für sich, für andere und für die Umwelt.

Karlsruhe sucht die besten Ideen, um Immobilien und Grundstücke in Privatbesitz zu grünen Oasen in der Stadt werden zu lassen

Bis spätestens 31. Dezember 2023 können Konzepte eingereicht werden, die zeigen, was nächstes Jahr an Ihrem Gebäude oder darum herum entstehen soll. Teilnehmen können sowohl Privatpersonen als auch Vereine, Institutionen und Unternehmen und alle Expert*innen für Stadt- und Freiräume und Quartiersentwicklung, Vertreter*innen der Kreativwirtschaft sowie Künstler*innen. Die besten Entwürfe werden mit 4.000 Euro und einem Umsetzungs-Workshop belohnt, damit aus Worten auch Taten werden!

GreenACTIONS Ideenwettebewerb

Karlsruhe grüner machen - mit GreenACTIONS! Die Stadt Karlsruhe sucht die besten Ideen, um Immobilien und Grundstücke in Privatbesitz zu grünen Oasen in der Stadt werden zu lassen. Jetzt Ideen einreichen!

Informationen zum Projekt

Das Projekt „Grund zu Garten“ will privates Grün in Karlsruhe erhalten, aber auch neu schaffen. Dafür hat sich bei der Stadt Karlsruhe eine ämterübergreifende Arbeitsgemeinschaft gegründet. Ihre Arbeit gliedert sich in drei Module:

  • In Modul 1 geht es darum, rechtliche Instrumente zu entwickeln, um Grünflächen auf privaten Grundstücken zu sichern. Zum Beispiel durch spezielle Bebauungspläne, die so genannte Grünsatzung.
  • In Modul 2 werden planerische Instrumente (weiter)entwickelt, die privates Grün fördern. Denn jeder Quadratmeter Grün in der Stadt ist ein Beitrag zum Hitze- und Starkregenschutz und damit sehr relevant für städtische Planungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte.
  • In Modul 3 wird schließlich an der Kommunikation gearbeitet, um möglichst viele Eigentümerinnen und Eigentümer zu motivieren, ihre Flächen zu begrünen. Im Zentrum steht dabei ein Ideenwettbewerb, bei dem die drei besten Entwürfe mit einem Preisgeld und einem Umsetzungs-Workshop belohnt werden. Das bereits existierende Förderprogramm zur Begrünung von Dächern, Fassaden und versiegelten Freiflächen der Stadt Karlsruhe wird weiterentwickelt und ausgeweitet. Praxisnahe Informationsveranstaltungen und ein digitaler Leitfaden für die Planung und Durchführung von Begrünungsmaßnahmen auf den Seiten der Stadt Karlsruhe stehen allen interessierten Eigentümer*innen zur Verfügung.

Das Projekt „Green GROWnership“ wird im Rahmen des Forschungsprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt-, und Raumforschung gefördert. Es wird als Modellvorhaben im ExWoSt-Forschungsfeld „Green Urban Labs II - Grüne Infrastruktur in der sich verdichtenden Stadt“ durchgeführt.

02. November 2023, Stadt Karlsruhe

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