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Karlsruhe ist Fairtrade Stadt

Die Stadt Karlsruhe erfüllte 2024 erneut alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade Stadt. Als Kommunen tragen Fairtrade Towns entschieden dazu bei, dass die globale Wirtschaft nachhaltiger und fairer wird. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2010 durch TransFair e.V. an Karlsruhe verliehen. Seitdem baut die Stadt ihr Engagement weiter aus.

Titelbild Video Alle an einem Tisch
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Was sind Fairtrade Städte?

Fairtrade Städte fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen. Das Engagement der vielen Menschen zeigt, dass eine Veränderung möglich ist, und dass jede und jeder etwas bewirken kann. Die Auszeichnung wir  vom gemein­nüt­zi­gen Verein Trans­Fair e.V. vorgenommen und ist eine Auszeich­nung für besonderes Engagement einer Kommune.

Dafür sind nachweis­lich fünf Kriterien zu er­fül­len. Eines davon ist die Einrich­tung einer Steue­rungs­gruppe. Sie dient der Vernetzung der En­ga­gier­ten des Fairen Handels innerhalb der Kommune und förder­t ­den Dialog zwischen Kommune, Wirtschaft und Stadt­ge­sell­schaft.

Weitere Informationen zu Fairtade-Towns.

Die kleinbäuerlichen Betriebe werden unterstützt durch Sensibilisierung für den Klimawandel und seine Ursachen, Anpassung der landwirtschaftlichen Methoden, Hervorhebung der Bedeutung der Diversifizierung und deren Ausgestaltung und Transformation zu erneuerbaren Energiequellen. Dabei werden gezielt junge Menschen und Frauen aktiv eingebunden und die Planungs- und Anpassungskapazität der kleinbäuerlichen Betriebe wird erhöht. Das bewirkt eine Erhöhung der Ernährungssicherheit der Haushalte, vor allem durch Diversifizierung der angebauten Pflanzen. Gleichzeitig werden z.B. degradierte Flächen vor allem durch Agroforstwirtschaft wiederaufgeforstet, die Bodenfruchtbarkeit wird verbessert und der Brennholzverbrauch durch grünere Energiequellen verringert. Das alles steigert den Ertrag und das Haushaltseinkommen auf über das Doppelte, auch weil die Produktionskosten durch die Umstellung auf ökologische Ansätze gesenkt werden. (Quelle: fairtrade.de)

Hier ist immer nur von kleinbäuerlicher Landwirtschaft die Rede. Ist nicht der Ansatz der industriellen Landwirtschaft mit Gentechnik und großem Pestizideinsatz viel besser für eine gesicherte Ernährung der Weltgemeinschaft? Nein. Der Weltagrarbericht hat mit diesem Mythos schon vor über 10 Jahren aufgeräumt. Er hat festgestellt, dass Investitionen in die kleinbäuerliche Produktion das dringendste, sicherste und vielversprechendste Mittel sind, um Hunger und Fehlernährung zu bekämpfen und zugleich die ökologischen Auswirkungen der Landwirtschaft zu minimieren. „Wo Kleinbauern genügend Land, Wasser, Geld und Handwerkszeug haben, produzieren sie einen deutlich höheren Nährwert pro Hektar als industrielle Landwirtschaft, in der Regel mit erheblich niedrigerem externen Input und geringeren Umweltschäden. Sie können sich besser und flexibler den Erfordernissen und Veränderungen ihrer Standorte anpassen und mehr Existenzen auf dem Lande sichern, weil sie arbeitsintensiver sind.“
(Quelle: weltagrarbericht.de)

2010 erhielt die Stadt Karlsruhe erstmalig vom gemein­nüt­zi­gen Verein Trans­Fair e.V. die Auszeich­nung "Fairtrade Stadt" für ihr Engagement zum fairen Handel. Zum Jubiläum 2020 entwi­ckelten die Aktiven der Steuerungsgruppe eine Ju­bi­lä­ums-Ausstel­lung. Unter dem Motto "Zehn Jahre Fairtra­de ­Stadt Karlsruhe" führte die Ausstel­lung die Besuche­rin­nen und Be­su­cher auf eine Reise durch zahlreiche Aktivi­tä­ten der ver­gan­ge­nen Jahre und zeigte das breite Spektrum der Themen rund um den Fairen Handel.

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Die Ausstellung gab Einblicke in die öffent­li­che ­Be­schaf­fung und die Koope­ra­tio­nen mit den örtlichen Eine Welt ­Grup­pen. Gezeigt wurden auch ein paar Beispiele des Engagements für die Um­set­zung der nachhal­ti­gen Entwick­lungs­ziele der Verein­ten Na­tionen (Sustaina­ble Develop­ment Goals - SDG´s) in Stadt und Verwaltung. Unter dem Motto "Global denken, lokal han­deln" leisten alle Engagierten einen wich­ti­gen Beitrag. Die Titelerneuerung als Fairtrade Stadt ist Motivation, sich weiterhin mit viel Elan für den fairen Handel auf lokaler Ebene und die 17 Nachhaltigkeitsziele einzusetzen.

Wo kann ich in Karlsruhe in der Gastronomie fair gehandelten Kaffee finden? Wo kann ich einkaufen, wenn ich auf der Suche nach fair gehandelten Textilien bin? Karlsruher Cafés und Bäckereiketten mit Fairtrade-Kaffees sowie Läden, die fair gehandelte Textilien anbieten, gibt es im Folgenden zu entdecken.

Hinweis: Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird gerne laufend ergänzt! Wir freuen uns über Hinweise zu lokalen Akteurinnen und Akteuren an 

Darüber hinaus bietet der Konsumführer Grüner Marktplatz einen Überblick über Geschäfte, die sich auf nachhaltigen Konsum spezialisiert haben.

Natürlich kann es auch in anderen Läden sein, dass sich Ware findet mit Siegeln wie dem Fairtrade-Siegel, dem Fair-Wear-Siegel (FWF), dem Global-Organic-Textile-Standard (GOTS) oder dem Siegel des Internationalen Verbandes der Naturtextilwirtschaft (INVBest).

Übersicht im "Siegelwirrwarr" behalten

Hilfestellung im „Siegelwirrwarr“ gibt unser Infoblatt 203 KB (PDF). Die wichtigsten Siegel für Faire Kleidung werden dort kurz und übersichtlich erklärt.
Unser Tipp:
Ausdrucken und als Gedächtnisstütze in den Geldbeutel legen oder abfotografieren.

Darüber hinaus gibt es in Karlsruhe zahlreiche Initiativen und Gruppen, die mit ihrem Engagement die Bürgerinnen und Bürger über Themen der Nachhaltigkeit informieren und sensibilisieren möchten. Ebenso zahlreich sind die stationären Angebote wie zum Beispiel Geschäfte und Örtlichkeiten, die gelebte Nachhaltigkeit innerhalb der Stadt möglich machen. Einen Überblick darüber bietet die Web-App Agenda 2030 – Nachhaltigkeit in Karlsruhe.

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