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Als Projektraum oder Offspace werden unabhängige, nicht gewinnorientierte Ausstellungsräume für zeitgenössische Kunst bezeichnet. Sie sind häufig in Künstlerateliers, zwischengenutzten Räumen oder in Privatwohnungen verortet und werden meist von Kunstschaffenden geführt, weshalb diese Räume auch als Artist-Run Space (deutsch: von Kunstschaffenden betriebener Raum) bezeichnet werden. Die Betreiber arbeiten in der Regel unentgeltlich.
Die Projekträume tragen viel zur Entwicklung und Sichtbarmachung der hiesigen Kunstschaffenden bei und sind ein wichtiger Faktor in der Karlsruher Kunstszene. Sie ergänzen das Angebot der Galerien und Kunstinstitutionen und bieten Kunstschaffenden Orte selbstbestimmter künstlerischer Aktivität, in denen experimentiert werden kann und in denen auch künstlerische Positionen präsentiert werden, die im kommerziellen Kunstmarkt (noch) keinen Platz haben. Unter den Ausstellenden finden sich einige Studierende, Absolventinnen und Absolventen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe oder der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Talentscouts und Sammler wittern darin eine Chance. Denn hier werden Trends gesetzt, die noch bezahlbar sind.
Die Projektraum-Szene ist dynamisch und in ständiger Veränderung begriffen. So existieren manche Projekträume mehrere Jahre, während andere nur temporär öffnen oder nur kurze Zeit aktiv sind. Die im Folgenden vorgestellten Projekträume stellen eine Auswahl der aktuell in Karlsruhe existierenden Offspaces dar.
Das Atelier im Hinterzimmer ist seit 2012 Produktionsort wechselnder Künstler*innen – von bildender Kunst über Medienkunst bis hin zu interdisziplinären Formaten. Seit 2023 ist es die Heimat des Vereins Lichtspielsauna e.V.. Der gemeinnützige Verein fördert Veranstaltungen und Workshops sowie den Austausch über Kunst und Kultur. Weitere Informationen finden Sie auch auf Instagram.
2017 hat die Ateliergemeinschaft die ehemalige Druckerei in der Augartenstraße im Herzen der Südstadt bezogen und dabei sofort das Potenzial der Räume als Ausstellungsfläche erkannt. Seitdem versteht sich mold als eine Plattform, die Austausch und Vernetzung als zentrale Motivation sieht, wobei die künstlerische Freiheit stets im Vordergrund steht.
Das Nordbecken ist eine am Karlsruher Rheinhafen gelegene Ateliergemeinschaft, die auf gut 600 Quadratmetern Malern, Musikern und Gastkunstschaffenden ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. In dem direkt am Wasser gelegenen Gebäude werden Ausstellungen, Konzerte und Workshops organisiert. Aus der Künstlergemeinschaft „Alte Apotheke“ (Langensteinbach) hervorgegangen, zelebriert das Nordbecken den Kollektivgedanken und die Gastfreundschaft.
Der vom Künstler Wolfgang Rempfer betriebene Projektraum Rochade ist ein Wohnraum der temporär zu einem experimentellen Ausstellungsort wird. Der private Charakter des Projektraums wird genutzt, um ein breites Publikum abseits von etablierten Strukturen anzusprechen und die Vielfalt der künstlerischen Szene Karlsruhes aufzuzeigen. Der Projektraum Rochade arbeitet interdisziplinär, interkulturell und Generationen zusammenführend.
Nach 42 Jahren erfolgreicher Galeriearbeit in München und Karlsruhe hat sich die „Galerie Spektrum“ in den „Projektraum Spektrum“ verwandelt. Die Spannung liegt darin, neue künstlerische Sichtweisen zu entdecken, kreative Experimente zu unterstützen und Künstler*innen eine Plattform für ihre Kunst zu bieten.
Der Schauraum B9 in der Beiertheimer Allee 9 ist ein Ausstellungsraum, der im Jahr 2022 gegründet wurde und sich im Herzen der Südwest-Stadt Karlsruhes befindet. In einem großzügigen, bewohnten Altbau werden vielfältige künstlerische Projekte präsentiert. Der Raum bietet interessante Möglichkeiten, Kunst in einem ungewohnten und experimentellen Kontext zu präsentieren
Der Schrifthof ist Werk- und Wirkstatt für experimentelle Kalligraphie und Buchobjekte. Schriftbegeisterte finden hier in Kursen und Workshops, in Gesprächen und Ausstellungen eine Plattform für Kunst, Begegnung und Gespräch.
Versteckt in einem Wohnhaus im Herzen der Südstadt bietet der Showroom Schmitt Einblicke in die Karlsruher Kunstszene. In etwa drei Ausstellungen im Jahr setzt sich der Projektraum mit unterschiedlichen Kunstsparten auseinander.
Die jeden Monat öffnende Bar und Kunstausstellung liegt direkt neben dem Projektraum Laube. Das TV-Hifi tritt besonders durch seine Gestalt und Konzeption hervor: Mit jeder Öffnung wächst die Zahl der Mitwirkenden an der situativ entwickelten Ausstellung. Durch die Zusammenarbeit aller Akteure und Akteurinnen sowie der Besuchenden entsteht eine Gruppenausstellung.
Maximale (Kunst-)Freiheit ist beschreibend für die Ausstellungen des Künstler:innenkollektivs V12. Kunstschaffende unterschiedlicher Kunstbereiche treffen hier aufeinander. Ob offene Ateliers, Ausstellungen oder Veranstaltungen, die lichtdurchfluteten Ateliers bieten immer Raum für Begegnungen.
Die Produzentengalerie V8 ist eine aktive Plattform für zeitgenössische Kunst und Begegnung in der Weststadt Karlsruhes. Mit dem Ziel, junge Kunstpositionen zu präsentieren, finden in regelmäßigen Abständen wechselnde Ausstellungen nationaler sowie internationaler Kunstschaffender statt.
Der 2018 gegründete Offspace Zentrale verbindet internationale Kunstschaffende mit der Karlsruher Kunstszene. Die Zentrale ist ein selbstkuratierter Ausstellungsraum in einem Hinterhof in der Oststadt und lädt dort regelmäßig zu Ausstellungen und künstlerischen Projekten ein, um Austausch, Ideenverwirklichung und Beziehungen im Bereich der Künste entstehen zu lassen.
Durlachs erste Produzentengalerie Zettzwo versteht sich als Forum für den Dialog über Kunst. Dies wird mit regelmäßigen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst und Kultur untermalt. Ganz im Zeichen der Gegenwartskunst soll die Vielfältigkeit künstlerischer Positionen und Konzepte im Fokus stehen.
In der Innenstadt-Ost betreibt der Verein Die Anstoß e.V. den Projektraum ßpace. Seit 2015 finden dort Ausstellungen, Lesungen, Symposien und Hang-Outs mit wechselnden DJs statt. Hauptziel des Vereins ist die Förderung von Subkultur durch die Vernetzung verschiedener Interessengruppen und Disziplinen.
Die Anstoß e.V. engagiert sich seit einigen Jahren für die Zukunftsgestaltung der Stadt Karlsruhe, indem Szenarien und Formate entwickelt werden, die alternative Beiträge zur Stadtentwicklung leisten und sozialpolitische Impulse setzen.
Luis Leu ist ein Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst, der jungen Positionen eine einzigartige Plattform bietet. Seit seiner Gründung im Jahr 2013 hat sich Luis Leu zu einem dynamischen Ort entwickelt, an dem neben dem regelmäßigen Ausstellungsturnus auch Lesungen, Künstlergespräche und Performances stattfinden. Hier treffen vielfältige kreative Ausdrucksformen aufeinander und bereichern das kulturelle Leben der Stadt.
Der Projektraum Lapislazuli befindet sich in einem Schaufenster im Passagehof der Karlsruher Innenstadt und definiert einen Ort, der zuvor in dieser Form nicht existiert hat. Alle sechs Wochen werden dort Ausstellungen junger Künstlerinnen aus Karlsruhe sowie aus dem nationalen und internationalen Umfeld gezeigt. Als Teil des öffentlichen Raums ermöglicht der Projektraum Passantinnen und Passanten, Kunst unmittelbar und barrierefrei zu erleben. Ziel des Projekts ist es, den Kulturstandort Karlsruhe zu bereichern und neue Wege für den Dialog zwischen Kunst und Gesellschaft zu schaffen.
hinterhofstudio ist ein experimentelles Art Space, welches sich als Ziel gesetzt hat, mehrmals im Jahr, die Widersprüchlichkeiten des aktuellen Zeitgeistes, durch unterschiedliche künstlerische Positionen in Group Shows zu zeigen: Eines Tages wird man vielleicht wissen, dass es keine Kunst gab, sondern nur Medizin.
Der Offspace GALERIE KUNSTPERIPHERIE/N fokussiert sich auf das Peripherie-Thema in der Kunst, sowohl in Bezug auf gesellschaftliche Randbereiche als auch in der Kunstproduktion (z.B. Outsider Art, Art Brut). Als Kunstvermittlungsort hat er sich zur Aufgabe gemacht, diese wenig präsenten Themen und Strömungen in der aktuellen Kunstszene sichtbar zu machen.
Artist run storage unit. Free_port_purgatory ist ein Konzept-Raum der Kunstwerke einlagert und über eine Videoschaltung in den Außenraum sichtbar macht. Die Grenzen des Ausstellungsraums und der Kunstobjekte werden in diesem Space neu definiert.
Den Geist des ehemaligen Karlsruher Stadtteils Dörfle in seiner Vielschichtigkeit zu erfahren, ist der Grundgedanke, der zur Entstehung des Projektraumes Die Neue Fledermaus geführt hat. Die Schnittmengen von Realität und Fiktion, Kunst und Leben können hier entdeckt und im gemeinsamen Dialog erfahren werden.
Das CU in der Maria-Alexandra-Straße 17, an der Grenze zwischen dem Stadtteil Beiertheim-Bulach und der Südweststadt, versteht sich als Ort der Begegnung und des Angebots für neue künstlerische Konzepte und Erlebnisse, in einem sonst kulturell wenig erschlossenen Teil Karlsruhes. Der Projektraum, mit Ateliergemeinschaft, wurde als rein weiblich geführter Artist-run-space mit Fokus auf Ausstellungen von FLINTA* Personen gegründet, um einen Ort der Gemeinschaft für Künstler*innen und Kunstbegeisterte zu schaffen, wie auch eine Bühne für kulturellen Austausch zu ermöglichen, von lokal bis international. Offenheit, Dialog und Unvoreingenommenheit stehen für die mitwirkenden Künstler*innen im Vordergrund.
COLA TAXI OKAY wurde im Oktober 2016 gegründet und ist seitdem ein Kultur- und Projektraum im Zentrum von Karlsruhe. Er bietet Geflüchteten und Menschen aus Karlsruhe die Möglichkeit zum Kennenlernen und Zusammenfinden. Ob Neuankömmling oder alteingesessen, alle sind eingeladen mitzuwirken. Grundgedanke des Projektraumes ist, dass eine Gesellschaft erstarrt, wenn das kreative Denken aufhört.
Das Kunstschaffendenkollektiv CIRCUS3000 verbindet diverse Kunstformen und bewegt sich projektbezogen zwischen Bildender Kunst, Literatur und Musik. Der Schwerpunkt liegt auf Diskurs und Kunstvermittlung. Seit 2014 ist das Atelierhaus auf dem Alten Schlachthof ihr Domizil. CIRCUS3000 präsentiert interdisziplinäre Ausstellungen und kleinere Festivals zu zeitgeschichtlich relevanten Themen, zu denen lokale und internationale Gastkünstlerinnen und Gastkünstler eingeladen werden.
Das Netzwerk ato hat keinen festen Ort und arbeitet dezentral. Es versteht sich als Alternative zum bestehenden Kunstsystem und entwickelt neue Strukturen für die Kunstwelt. Dabei vertritt ato Kunstschaffende sowie Kuratorinnen und Kuratoren, vermittelt Verkäufe, vermietet Kunstwerke, vernetzt und präsentiert Kunst und Kunstschaffende – online sowie offline. Für seine Aktionen und Ausstellungen nutzt ato temporär Leerstände und ist beständig auf der Suche nach Räumen und Räumlichkeiten für eine künstlerische Bespielung.
Kulturamt
Kulturbüro Fachbereich 4
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