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In Karlsruhe gibt es 27 Stadtteile. Für die behördlichen Anliegen der Menschen in den Stadtteilen ohne eigene Verwaltungsstelle ist die Stadtverwaltung zuständig. In Grötzingen, Grünwettersbach, Hohenwettersbach, Neureut, Palmbach, Stupferich und Wolfartsweier übernehmen dies die Ortsverwaltungen.
Die Stadtteile in Karlsruhe haben zumeist einen Bürgerverein, der die Interessen des Stadtteils gegenüber der Stadt- oder der Ortsverwaltung vertritt. Stadtteilübergreifende Sachverhalte werden in der Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Bürgervereine erörtert.
Das Herz der Stadt ist die Innenstadt. Hier wird gearbeitet, eingekauft, gelernt, die Freizeit verbracht und auch gewohnt. Die Innenstadt wird administrativ in einen östllichen und einen westlichen Stadtteil unterteilt. Die Grenze bildet die Karl-Friedrich-Straße.
Der östliche Teil der Innenstadt erstreckt sich vom Marktplatz bis zum Durlacher Tor, in Nord-Süd-Richtung vom Adenauerring bis zum Ettlinger Tor beziehungsweise zur Kriegs- und Kapellenstraße. Neben Palmbach ist die Innenstadt-Ost der kleinste Stadtteil mit 160 Hektar bei rund 6.500 Einwohnerinnen und Einwohnern.
Der älteste Teil des Stadtteils - die „Altstadt“ – entspricht dem früheren Dorf Klein-Karlsruhe, ursprünglich eine Siedlung der Bauhandwerker des Schlossareals. Das Dorf wurde 1812 in die damalige Residenz eingemeindet. Von Klein-Karlsruhe existieren noch einige Bauten, die in den Gründerjahren der Stadt erbaut wurden. Im Zuge einer umfassenden Sanierung der Altstadt in den 70er Jahren blieb von der ursprünglichen Bausubstanz des „Dörfle“ allerdings nur wenig erhalten.
Die östliche Kaiserstraße ist als Verlängerung des eigentlichen Einkaufs- und Dienstleistungszentrums in der westlichen Innenstadt anzusehen. Ferner verfügt der Stadtteil mit Schloss(park) beziehungsweise Hardtwald im nördlichen Teil über ebenso umfangreiche Erholungsflächen wie bebautes Gebiet. Dazu zählt auch das weitläufige Areal des Campus Süd des KIT Karlsruher Institute of Technology, hervorgegangen aus der ältesten Technischen Hochschule Deutschlands. Eine Reihe weiterer Bildungseinrichtungen sowie Behördenbauten prägen weitgehend das Erscheinungsbild.
Der westliche Teil der Karlsruher Innenstadt, zwischen Marktplatz und dem Mühlburger Tor, ist das Geschäfts- und Dienstleistungszentrum der Stadt schlechthin. Hier arbeiten etwa 25.000 Menschen, bei einer Einwohnerzahl von rund 10.000. Die Kaiserstraße ist traditionell "die" Einkaufsmeile von Stadt und Region, ergänzt durch die "Postgalerie" am Europaplatz und ECE - Einkaufscenter am Ettlinger Tor.
Mit diesem im Jahr 2005 eröffneten Einkaufszentrum am Ettlinger Tor wurde eine von der Stadt schon länger angestrebte Ausweitung der innerstädtischen Einkaufs- und Dienstleistungsfunktionen, vor allem nach Süden in Richtung zur Kriegsstraße, Realität.
Die Innenstadt-West ist außerdem mit vielfältigen Einrichtungen des öffentlichen Lebens ausgestattet. Dazu zählen u.a. das Bundesverfassungsgericht und der Bundesgerichtshof, der Evangelische Oberkirchenrat, Badisches Landesmuseum und Badische Landesbibliothek oder die Stadtverwaltung mit dem Rathaus am Marktplatz, um nur einige zu nennen.
Die beiden ehemals selbstständigen Gemeinden Beiertheim und Bulach liegen rechts und links der Alb im Südwesten von Karlsruhe und bilden zusammen den Stadtteil Beiertheim-Bulach, in dem etwa 7.000 Menschen leben.
Beiertheim erstreckt sich von der Ebertstraße bis zur Alb und von der L605 bis zum Bahngelände.
Bulach schließt sich links der Alb an Beiertheim an. Am Westrand liegt die L605 und südöstlich das Bahngelände .
Beide Stadtviertel sind flächen- wie auch einwohnermäßig relativ klein und in der Ausdehnung und den Bebauungsmöglichkeiten durch die Lage begrenzt.
Gemeinsam bilden sie einen Stadtteil, der dörfliche Atmosphäre ausstrahlt, in dem das Vereinsleben und der Gemeinschaftssinn noch ausgeprägt sind und der sich innovativen Einflüssen nicht verschließt.
1261 wird in einer Papsturkunde die „villa daslar“ erwähnt. Besitzverhältnisse der Klöster Weißenburg und Gottesaue deuten aber auf eine deutlich frühere Gründung hin. Nach einem verheerenden Dammbruch 1651 wird der Ort neu auf dem Hochgestade angesiedelt. Die Lage als Zollstation am Rhein brachte seit dem Mittelalter gute Einnahmen, zudem wurde bis ins 18. Jahrhundert im Goldgrund Gold gewaschen.
Mit der Rheinkorrektur durch Tulla endet die Funktion als Schiffs- und Zollstation, zugleich wurden anhaltende Streitigkeiten mit den Pfälzer Gemeinden bereinigt und Rappenwört endgültig rechtsrheinisch. Die Nachbarschaft zum 1901 eröffneten Rheinhafen machte aus dem ehemaligen Fischer- und Bauernort immer mehr ein Arbeiterdorf. Am 1. Januar 1910 erfolgte die Eingemeindung nach Karlsruhe.
Landschaftlich von viel Grün umgeben, gleicht der Stadtteil in seinem Kern eher einem idyllischen Dorf. Albsiedlung und Rheinstrandsiedlung ergänzen das historisch gewachsene Ortsbild. Es gibt kaum Durchgangsverkehr, es ist daher relativ ruhig. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Zentrum in 20 Minuten erreichbar. Störend wirken lediglich einige Betriebe am Rheinhafen und deren Emissionen.
Daxlanden besitzt ein vielfältiges Gemeindeleben mit über 30 Vereinen. Der alte Teil mit zum Teil wieder aufgebauten Fachwerkhäusern und die fast 300 Jahre alte St. Valentins-Kirche sind durchaus sehenswert.
In diesem ruhigen und von viel Grün umgebenen Stadtteil leben etwa 11.500 Menschen.
Durlach ist der größte Stadtteil. Es hat in seinem inzwischen vollständig sanierten historischen Stadtkern auch eine Reihe von Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der Turmberg (mit Bergbahn) ist ein ideales Ausflugsziel. Viel Grün in und um Durlach sowie Aue ergeben in Kombination mit allen vorkommenden Formen von Wohnen, sehr guten Einkaufsmöglichkeiten und Verkehrsverbindungen sowie einem breiten Arbeitsplatzangebot in den hier ansässigen Betrieben das Bild eines rundum lebens- und liebenswerten Stadtteils.
Grötzingen, das Badische Malerdorf, ist Karlsruhes östlichster Stadtteil und liegt naturnah und verkehrsgünstig am Ausgang des Pfinztales zur Rheinebene. Mit den Stadtbahnen der Linien S4 und S5 sind die Karlsruher Innenstadt, Bretten und Pforzheim schnell erreichbar.
Palmbach und Grünwettersbach vereint seit 1. Januar 1972 die gemeinsame Verwaltungseinheit Wettersbach. Beide Ortschaften erhofften sich dadurch die Selbstständigkeit zu bewahren. Dies erfüllte sich nicht. Die Eingemeindung nach Karlsruhe folgte am 1. Januar 1975. Palmbach und Grünwettersbach bilden seither den Ortsteil Wettersbach.
Wer in Grünwettersbach lebt, lebt ganz in der Nähe der Stadt, inmitten einer Dorfgemeinschaft. Durch Omnibuslinien ist Grünwettersbach – wie auch das benachtbarte Palmbach – mit dem übrigen Stadtgebiet verbunden. Ebenso besteht eine gute Verkehrsanbindungen zum Autobahnanschluss Karlsbad und zur Südtangente .
Grünwinkel liegt im Südwesten von Karlsuhe und grenzt an Daxlanden und Mühlburg. Das ehemalige Dorf geht zurück auf einen 100 Morgen umfassenden Hof „Kregen Winkel“, der 1468 erstmals in einem markgräflich baden-badischen Zinsbuch erwähnt wurde. Gut 100 Jahre später, 1597, taucht das Gut in einer Gemarkungsbeschreibung als "Kreenwinckel"auf und wird als Hof und Herberge beschrieben. Ab 1710 bildet sich um einen ehemaligen Gutshof eine Arbeiterkolonie. 1714 erhalten die Grünwinkler per Vertrag von Bulach und Daxlanden 80 Morgen Land; 1784 geht daraus ein selbstständiger Ort mit eigener Gemarkung hervor. Zu Jahresbeginn 1909 wird aus der damals 121 Hektar und 2.022 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Gemeinde ein Stadtteil Karlsruhes.
Lange Zeit war der Komplex von Sinner (heute Brauerei Moninger) der beherrschende Faktor im Leben Grünwinkels. Der weitere Ausbau des Stadtteils nach der Eingemeindung, mit dem Bau neuer Siedlungen vor und nach dem zweiten Weltkrieg, führte zu einer deutlichen Einwohnerzunahme einschließlich Geländezuwachses. Eine Reihe von Gewerbeansiedlungen verbreiterte die Palette der Beschäftigungsmöglichkeiten. Dank guter Verkehrsanbindungen ist Grünwinkel leicht zu erreichen. Der Stadtteil besitzt auf Grund seiner südwestlichen Stadtrandlage an der Alb auch Erholungsfunktionen nicht nur für die Grünwinkler selbst. Mit der Schließung des Verkehrslandeplatzes Karlsruhe-Forchheim zu Gunsten der dort neu entstandenen Messe ist auch eine mitunter lästige Lärmquelle weggefallen. Ruhiges Wohnen in Naturnähe ist daher ein wohl geschätztes Charakteristikum Grünwinkels.
Durch die Entwicklung eines modernen Nahversorgungszentrums mit öffentlichem Platz hat Grünwinkel nunmehr auch die lange vermisste Stadtteilmitte erhalten. Das gemeinsam mit den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern geplante Mehrgenerationenwohnprojekt am Albgrün wird das Zentrum Grünwinkels zusätzlich aufwerten.
Mit dem Mundarttheater „d' Badisch Bühn“ verfügt Grünwinkel über eine Besonderheit, die weit über Grünwinkel und Karlsruhe hinaus bekannt ist.
Etwa 11.000 Menschen schätzen das naturnahe Leben in ruhiger Umgebung mit dem Albgrün als Naherholungsraum.
Im Güterbuch von Abt Edelinus von Weißenburg aus dem 13. Jahrhundert wird für das Jahr 991 erstmals ein Ort „Habachesfelt“ erwähnt. 1261 dann als „Hagesvelt“ bezeichnet, findet 1499 eine Laurentius-Kirche Erwähnung. Mit der Reformation evangelisch geworden, hat der Ort 1650 nach dem Dreißigjährigen Krieg gerade noch 45 Einwohner. Bis 1813 steigt die Bevölkerungszahl Hagsfelds auf 489; die Landwirtschaft prägt damals das Dorf. Mit der zunehmenden Industrieansiedlung im nahegelegenen Karlsruhe, vor allem in der Oststadt, ändert sich die Erwerbsstruktur.
1891 wird mit dem Anschluss an die Lokalbahn von Durmersheim nach Spöck den nahezu 350 Fabrikarbeitern das Pendeln nach Karlsruhe erleichtert. Durch die Auflösung der gemeindefreien Gemarkung Hardtwald 1930 wuchs die Gebietsfläche auf fast das Doppelte. Die (nicht ganz freiwillige) Eingliederung nach Karlsruhe im Jahr 1938 beendete die Geschichte der selbstständigen Gemeinde.
Nach schweren Zerstörungen im zweiten Weltkrieg kann Hagsfeld trotz einer über 1000jährigen Geschichte keinen gewachsenen historischen Ortskern vorweisen. Große Neubauviertel und ein ausgedehntes Gewerbegebiet prägen den rund 7.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Stadtteil. Aber auch ein beachtlicher Durchgangsverkehr, trotz L 604. Eine Entlastung Hagsfelds vom Verkehr ist daher ein dringliches Anliegen der Bevölkerung sowie mehr Einkaufsmöglichkeiten.
Anfängliche Integrationsprobleme mit Spätaussiedlern, die sich in großer Zahl im Baugebiet Geroldsäcker angesiedelt haben, gehören inzwischen der Vergangenheit an; wozu ein neuer Jugendtreff entscheidend beitrug. Ansonsten - bis auf den Verkehr - lässt es sich hier gut leben, es ist (fast) alles vorhanden und die Natur (Wald und Wiesen) für die Bewohner praktisch vor der Tür.
Sanft eingebettet in eine Hügellandschaft am Rande des Schwarzwaldes liegt das Bergdorf Hohenwettersbach. Die Ausweisung von Baugebieten ermöglichte in den letzten Jahren eine überschaubare Entwicklung des ausgesprochen ruhigen Wohngebiets.
Knielingen ist der älteste urkundlich erwähnte Stadtteil Karlsruhes. Im Jahr 786 wird es als „Cnutlinga“ im Codex des Klosters Lorsch erwähnt. Grabungsfunde verweisen auf eine Besiedlung schon in der Bronzezeit. Ähnlich wie in Daxlanden waren die Geschicke von Knielingen stark vom Rhein gelenkt. Tullas Rheinkorrektur ab 1817 brachte den Verlust heute linksrheinisch liegender Flächen. Der 1835 errichtete Hafen Maxau wurde 1902 zu Gunsten des neuen städtischen Rheinhafens geschlossen. Mit einem Gesamtumschlag von 6,3 Millionen Tonnen im Jahr gehören die Karlsruher Rheinhäfen zu den bedeutendsten Binnenhäfen Europas. Zwischen dem Rheinhafen und der Rheinbrücke entsteht rund um das Hofgut Maxau der Landschaftspark Rhein.
Mit 2.064 Hektar besitzt Knielingen die zweitgrößte Gemarkung unter den Stadtteilen. Weitgehend von Kriegszerstörungen verschont, wurde der Stadtteil zu einem bedeutenden Industriestandort. Siemens und sein heutiger Industriepark sowie die Raffinerie prägen sein Erscheinungsbild nachhaltig. Die Rheinbrücke als regionale Verbindung zur linksrheinischen Pfalz und ins Elsass und mit ihr die Südtangente sind stark belastet. Der Bau einer zweiten Rheinbrücke, eventuell auch auf Knielinger Gemarkung, ist wahrscheinlich. Geruchsbelästigungen durch das Klärwerk und die Raffinerie werden zeitweise als störend empfunden. Überschaubares Wohnen in ruhiger Umgebung und hohe soziale Integration sind Pluspunkte der hier wohnenden Bürgerinnen und Bürger.
Nach dem Abzug der amerikanischen Streitkräfte entand auf dem ehemaligen Kasernengelände neuer Wohnraum sowie ein modernes Nahversorgungszentrum. Insgesamt leben etwa 11.000 Menschen im Stadtteil.
Mühlburg liegt westlich des Stadtzentrums nahe des Rheins und des Rheinhafens, der zum Stadtteil gehört. Die Eröffnung des städtischen Rheinhafens im Jahr 1901 brachte für Mühlburg einen merklichen wirtschaftlichen Aufschwung. Zeitgleich entstand das Elektrizitätswerk der Stadt in Hafennähe.
Nach großflächigen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg entstanden in den Gebieten Alt Mühlburg, Weingärtensiedlung, Rheinhafen und Mühlburger Feld umfangreiche Wohngebiete und Gewerbeansiedlungen. Der Bereich entlang der Rheinstraße bis zum Entenfang und Lameyplatz ist bekannt durch eine Vielzahl an Geschäften und stellt in Karlsruhe ein zweites Einkaufszentrum dar. Die etwa 16.500 Menschen, die im Stadtteil leben, schätzen neben den guten Einkaufsmöglichkeiten die vielen Grünflächen, die gute Verkehrsanbindung sowie die Stadtnähe.
Neureut ist der nördlichste Stadtteil von Karlsruhe. Er überzeugt durch attraktive Wohngebiete mit teilweise dörflichem Charakter und regem Vereinsleben. Er verfügt über eine gute Infrastruktur und über einen direkten Stadtbahnanschluss ins Stadtzentrum.
Die Nordstadt ist der „jüngste“ unter den heute 27 Stadtteilen Karlsruhes, zumindest was den Zeitpunkt seiner Gründung angeht. Die Nordstadt wurde zum 1. Januar 1996 aus der Zusammenführung bereits bewohnter Teile der Weststadt mit einem Wohngebiet der amerikanischen Streitkräfte gebildet. Auslöser war der Abzug der Militäreinheiten und ihrer Angehörigen aus der sogenannten "Amerikanersiedlung" an der Erzbergerstraße. Zusammen mit der etwas älteren Hardtwaldsiedlung bilden beide Viertel den neuen Stadtteil, der sich nördlich der Moltkestraße, zwischen Adenauerring und städtischem Klinikum, bis zur Neureuter Gemarkung erstreckt und dabei auch einen Teil des Naturschutzgebietes „Alter Flugplatz“ mit einschließt.
Die Konversion der Amerikanersiedlung, sowohl der Wohnungen wie auch der dazu gehörenden Versorgungseinrichtungen, lag in Händen der städtischen Volkswohnung GmbH, die die Altlasten beseitigte und die Bausubstanz modernisierte und ergänzte. In den ehemaligen Kasernenbauten bot sich dabei auch Platz für neue Wohnformen.
In der kurzen Zeit seines Bestehens haben die rund 9.500 Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Stadtteils engagiert an der Gestaltung ihres Umfelds mitgewirkt. Dieses wird weitgehend frei von gewerblicher Nutzung bleiben, sieht man von den Einrichtungen ab, die bereits vorhanden sind oder die als nicht störend angesehen werden können. Die Berufsakademie Karlsruhe mit nahezu 2.000 Studierenden hat hier adäquate Standortbedingungen gefunden.
Die Nordweststadt wurde Mitte der 70er-Jahre des vorigen Jahrhunderts aus der Zusammenführung verschiedener Siedlungsbereiche der Weststadt und Mühlburgs gebildet. Der überwiegende Teil der Wohnsiedlungen entstand nach dem zweiten Weltkrieg. Der Stadtteil hat bis heute keine markante Mitte, keinen historischen Kern. Zwischen Moltke- und Schweigener Straße sowie zwischen der B 36 und dem alten Flugplatz wohnt man ausgesprochen aufgelockert und ruhig. Vor allem freistehende Häuser, aber auch Wohnblocks, säumen zumeist breite und wenig befahrene Straßen ohne Durchgangsverkehr.
Die Innenstadt erreichen die rund 11.500 Menschen des Stadtteils per Fahrrad, öffentlichem Personennahverkehr oder Auto schnell und problemlos. Sieben Kindergärten sowie Schulen aller Art sind ein weiteres Plus.
Gewerbegebiete sind überwiegend abseits der Wohngebiete, an der Neureuter Straße (B 36) angesiedelt. Jenseits der S-Bahntrasse nach Neureut beziehungsweise in die nördliche Hardt liegt das Gelände des alten Flugplatzes, das als Flora-Fauna-Habitat unter Naturschutz steht.
Nach der Waldstadt war Oberreut der zweite, wieder in Waldlage konzipierte Stadtteil, der als sogenannte Trabantensiedlung im Südwesten des Stadtgebiets auf damals noch Bulacher Gebiet entstand. Mitauslöser für die rasche Umsetzung der Baumaßnahmen war die Sanierung der Karlsruher Altstadt. Im Sommer 1964 bezogen die ersten Mieter die vornehmlich Kinderreichen zugedachten preiswerten Wohnungen.
Gegen Ende der 1960er Jahre wurde bereits die Bebauung der Feldlage in Angriff genommen, nachdem auf 25 Hektar Waldfläche bis 1970 statt der ursprünglich geplanten 4.200 nun 5.700 Bewohnerinnen und Bewohner lebten. Dazu erfolgte auch der Bau einer Straßenbahnlinie, die den Stadtteil mit dem Stadtzentrum verbindet. In drei Bauabschnitten entstanden bis in die 1990er Jahre so bei verdichteter Bauweise ein neues Stadtviertel mit Reihenhäusern und Wohnblöcken sowie Gemeinschaftseinrichtungen. Heute leben etwa 10.000 Menschen im Stadtteil.
Anders als im Falle der Waldstadt wurde neben Wohnungen im Umfeld des neuen Stadtteils die Ansiedlung von Gewerbe und Dienstleistungen forciert. Daneben entstand ein neues Schulzentrum, auch für die angrenzenden Stadtteile.
Die Oststadt ist mit rund 20.000 Einwohnern ein Stadtteil mit Perspektive. In den letzten Jahren hat die Wohnqualität in den Quartieren links und rechts der Durlacher Allee durch Sanierungsarbeiten spürbar zugenommen. Zahlreiche Kulturdenkmale befinden sich auf dem Areal zwischen Durlacher Tor und Oststadtring, zwischen Hardtwald und Südstadt und tragen zur Attraktivität eines Stadtteils bei, dessen Reiz nicht zuletzt im Nebeneinander verschiedener Baustile liegt, in seiner bunten Vielgestaltigkeit.
Wie in keinem anderer Stadtteil durchdringen sich hier die Lebens- und Arbeitswelt. Kleine Gewerbebetriebe in den Erdgeschossen der Wohnhäuser sind typisch für die Oststadt, die sich zugleich in den letzten Jahren zum Herz der Technologieregion entwickelt hat.
Palmbach und Grünwettersbach vereint seit 1. Januar 1972 die gemeinsame Verwaltungseinheit Wettersbach. Beide Ortschaften erhofften sich dadurch die Selbstständigkeit zu bewahren. Dies erfüllte sich nicht. Die Eingemeindung nach Karlsruhe folgte am 1. Januar 1975. Palmbach und Grünwettersbach bilden seither den Ortsteil Wettersbach.
Palmbach liegt – wie das beachtbarte Grünwettersbach – eingebettet in eine Hügellandschaft. Er bietet eine hohe Wohn- und Freizeitqualität. Verkehrsmäßig wird Palmbach in erster Linie per Bus erschlossen. Ein direkter Autobahnanschluss ermöglicht aber auch ein rasches Erreichen des Stadtzentrums wie auch anderer Ziele.
Das ehemalige Arbeiter- und Bauerndorf liegt im Nordosten von Karlsruhe. Rintheim ist ein gewachsenes Dorf mit regem Vereinsleben. Es bietet seinen fast rund 6.500 Menschen eine gute Infrastruktur und Verkehrsanbindung an die Innenstadt.
Das Rintheimer Feld war Programmgebiet „Soziale Stadt“. Fördermittel von Bund und Land sowie der Stadt Karlsruhe erlaubten dadurch die Umsetzung zahlreicher städtebaulicher Maßnahmen. Ein umfassender Stadtteilentwicklungsprozess zielte darauf ab, die Lebens- und Wohnqualität zu verbessern. Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers, die Volkswohnung als Hauptgrundstückseigentümer sowie weitere lokale Akteure waren an dem Prozess und an der Entwicklung des Stadtviertels beteiligt.
Rüppurr steht heute für ruhiges und angenehmes Wohnen; einige der gesuchtesten Wohnlagen Karlsruhes finden sich hier. Nahezu 11.000 Menschen haben im Stadtteil ihr Zuhause gefunden.
Rüppurr, im Süden Karlsruhes gelegen, verzeichnet 1103 seine früheste urkundliche Erwähnung als „Rietburg“. Sein Name bedeutet wohl Haus im Ried beziehungsweise Sumpf. 1265 wird auf Ober- und Unterrüppurr sowie auf einen Schlossbezirk Bezug genommen; 1351 auf eine (erste) Nikolauskapelle. Bei der Teilung der badischen Markgrafschaft Baden-Durlach zugeschlagen, wird Rüppurr in der Folge evangelisch. 1834 findet hier die letzte öffentliche Hinrichtung in Baden statt.
Die Eröffnung der Albtalbahn 1898 forciert für die inzwischen zusammen gewachsenen Gemeindeteile endgültig die Entwicklung zu einer Trabantenstadt Karlsruhes. 1907 erfolgt – auf Betreiben Rüppurrs – die Eingemeindung: Rüppurr hat damals 2.574 Einwohnerinnen und Einwohner bei rund 800 Hektar Fläche. Im selben Jahr beginnt der Bau der Gartenstadt, der nach Dresden-Hellerau zweitältesten Gartenstadtsiedlung Deutschlands.
Rüppurr steht heute für ruhiges und angenehmes Wohnen; einige der gesuchtesten Wohnlagen Karlsruhes finden sich hier. Die sehr gute Verkehrsanbindung Rüppurrs über die Herrenalber Straße sowohl an die Stadt als auch an Autobahn und Albtal hat ihre Kehrseite in einer erheblichen Verkehrsbelastung im Zentrum des Stadtteils.
Dank seiner landschaftlich reizvollen und klimatisch vorteilhaften Höhenlage zählt Stupferich zu einer der begehrtesten Wohnadressen. Die einstmals zu rund Prozent katholische Einwohnerschaft ist aufgrund der Zuzüge inzwischen stark durchmischt.
Die Südstadt entstand als Arbeiterwohngebiet Mitte des 19. Jahrhunderts als erste Stadterweiterung südlich des ersten Bahnhofs an der Kriegsstraße. Nach Aufhebung des Bauverbots (1847) entstanden neben Gewerbebetrieben auch Mietwohnungen; intensive Bautätigkeit steigerte innerhalb von 20 Jahren (1863 bis 1883) die Einwohnerzahl auf 15.000. Um 1900 bildete der Werderplatz bereits ein Zentrum mit Geschäften. Bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts hinein wohnten in der Südstadt weit überdurchschnittlich viele Bedienstete von Bahn und Post. Mit der Aufgabe des alten Bahnhofs an der Kriegsstraße lockerte sich die Isolierung vom Stadtzentrum. Während Teile des Bahnhofs bis 1970 als Markthalle dienten, entstand daneben die Oberpostdirektion. Die Südstadt wurde Bindeglied zwischen Zentrum und neuem Hauptbahnhof mit Hotels, Dienstleistungen und Behörden.
Nach dem zweiten Weltkrieg zu 54 Prozent zerstört, wurde beim Wiederaufbau ein zentraler Grünzug eingeplant. Am Stadtgarten entstanden Bauten, wie beispielsweise ein Hotel. An der Stelle der Markthalle wurde das neue Badische Staatstheater errichtet, während Freiflächen auf den Grünzug beschränkt blieben.
Die rund 20.500 Südstädtlerinnen und Südstädtler von heute schätzen das multikulturelle Miteinander des Stadtteils mit über 25 Prozent Ausländeranteil, darunter viele Studierende. Und das, obwohl gewisse Mängel in der Wohnqualität und Parkwidrigkeiten zum Alltag gehören. Dafür sind günstige Mieten und eine rege nächtliche Kneipenszene typische Kennzeichen der Südstadt.
21.000 Bürgerinnen und Bürger leben zwischen Festplatz, Hauptbahnhof, Stadtgarten und Beiertheimer Feld. Hier sind viele zentralstädtische Einrichtungen angesiedelt wie beispielweise die Günther-Klotz-Anlage, das IWKA-Gelände mit Arbeitsamt, Generalbundesanwaltschaft, Filmpalast und Zentrum für Kunst und Medientechnologie, die Europahalle und das Europabad.
Die Südweststadt breitet sich nahezu komplett auf ehemaliger Beiertheimer Gemarkung aus. In den Jahren 1800 und 1808, vor allem aber von 1881 bis 1900, erwarb die Stadt sukzessiv Bauland von der südlich angrenzenden Nachbargemeinde für die dringend erforderliche Stadterweiterung.
Der Stadtteil gliedert sich in drei Bereiche (Stadtviertel): Der östliche Teil wird von Hauptbahnhof und Festplatz mit Kongress-/Ausstellungszentrum sowie dem dazwischen liegenden Stadtgarten/Zoologischen Garten geprägt. Im mittleren Bereich bis zur Brauer-/Ebertstraße, ähnlich bebaut wie die benachbarte Weststadt, wird die höchste Einwohnerdichte (174 Hektar) der Stadt verzeichnet. Die Qualität der Bausubstanz und grüne Hinterhöfe lassen dies, wie auch die notorische Parkraumnot, nicht unbedingt als Nachteil erkennen.
Im sogenannten Beiertheimer Feld wurden in den letzten 20 Jahren vielfältige Dienstleistungseinrichtungen angesiedelt. Schulen, Krankenhäuser, das Arbeitsamt, das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM), die Hochschule für Gestaltung (HfG), die Städtische Galerie und das Museum für Neue Kunst, der Filmpalast, der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof oder die Landeszentralbank haben aus zum Teil beengten Verhältnissen hier neue Domizile gefunden. Möglich wurde dies durch die Auslagerung der Produktionsanlagen der Industrie-Werke-Karlsruhe/-Augsburg (IWKA), wobei nur der Hallenbau A (heute ZKM), einer der größten denkmalgeschützten Industriebauten in Europa erhalten blieb. Zuletzt sind im Beiertheimer Feld auch Wohngebäude entstanden. Die Günter-Klotz-Anlage bietet ein reizvolles Naherholungsgebiet entlang der Alb.
Die Südweststadt ist durch den öffentlichen Personennahverkehr sehr gut erschlossen, die Nähe zur Innenstadt ein zusätzlicher Vorteil.
Die überaus starke Zunahme der Karlsruher Bevölkerung in den 1950er und 60er Jahren und die daraus resultierende Nachfrage nach Wohnraum ließ in dem damaligen Oberbürgermeister Günter Klotz die Idee für einen neuen Stadtteil im nordöstlichen Hardtwald reifen. Nach Plänen von Professor Selg erfolgte der erste Spatenstich im September 1957; im Oktober 1958 zogen bereits die ersten Bewohner ein. 1963 erreichte die Straßenbahn den Stadtteil am „Jägerhaus“. Heute reicht die Linie bis ins Europaviertel.
Neben den Baublöcken im Wald, wozu sich auch Einfamilien- und Reihenhäuser gesellten, wurde auch das Freigelände in Richtung Hagsfeld, auf dessen Gemarkung die Waldstadt entstanden war, nach und nach bebaut. Schulen aller Art - darunter Europäische Schule und eine Waldorfschule – entstanden, dazu Fächerbad und Sportanlagen.
Bei der Grundsteinlegung war die Waldstadt auf 25.000 Einwohnerinnen und Einwohner ausgelegt, heute sind es mehr als 12.000. Es war sogar eine weitere Siedlung auf Blankenlocher Gebiet für 35.000 Menschen angedacht. Allerdings änderten sich die Vorzeichen im Laufe der Zeit. Das Bevölkerungswachstum ging deutlich zurück, man brauchte nicht mehr so schnell so viele Wohnungen. So dauerte es dann auch rund 30 Jahre bis die Waldstadt ein eigenes Zentrum erhielt. Inzwischen ist das Waldstadtzentrum fest im Bewusstsein des Stadtteils verankert und hat sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Die Waldstadtbewohnerinnen und -bewohner wissen das ruhige Wohnen in kleinteiliger und grüner Nachbarschaft sehr wohl zu schätzen.
Die Waldstadt hat ein eigenes Theater: die Käuze. Die vom ehemaligen Leichtathleten „Charly“ Kaufmann gegründete Gruppe residiert in der Königsberger Straße.
Weiherfeld-Dammerstock liegt im Süden von Karlsruhe und erstreckt sich rechts und links der Alb. Beide Wohngebiete entstanden in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts als Siedlungen neuen Stils, auf bis dahin nur von Wiesen und Äckern geprägtem Gelände an der Alb, hinter dem neu erbauten Hauptbahnhof. Die unterschiedlich geplanten und durch die Alb getrennten Siedlungen sind durch drei Brücken verbunden. Jede Siedlung für sich hat ihre Besonderheiten und Merkmale.
In den 1960er Jahren entstanden gegenüber dem Dammerstock in Richtung zum Oberwald das massive EWG-Hochhaus und ein Wohnstift für ältere Bürgerinnen und Bürger. Ansonsten ist das angrenzende Gelände bis hin zum Oberwald verschiedenen Sportvereinen und Kleingärten vorbehalten.
Lange Zeit galt der Stadtteil als überaltert, denn es galt der Grundsatz: Wer einmal hier wohnt, der wird auch hier alt. Durch den Zuzug von jungen Familien haben nicht nur manche Straßenzüge durch einen neuen Hausanstrich eine regelrechte Verjüngungskur mitgemacht, sondern auch der Anteil an Kindern ist enorm gestiegen.
Mit seinen ungefähr 6.000 Bewohnerinnen und Bewohnern zählt Weiherfeld-Dammerstock zu den kleinen Stadtteilen mit einer hohen Wohnqualität. Wer hier zu Hause ist, der wohnt im Grünen mit Anbindung an die Großstadt und genießt den besonderen Charme der fast dörflichen Atmosphäre.
Etwa 20.000 Menschen leben in der Weststadt, einem der begehrtesten und schönsten Wohnquartiere von Karlsruhe.
Die Weststadt ist zwischen Reinhold-Frank-Straße, Moltkestraße und Kriegsstraße/ Eisenlohrstraße gelegen. Im Westen schließt sich der Stadtteil Mühlburg an. Um die Kaiserallee als Mittelachse gruppieren sich die hauptsächlich in der Gründerzeit entstandenen Straßen und Plätze, die diesem Stadtteil sein ganz besonderes Flair verleihen.
Ihren Charme verdankt die Weststadt ihrer Bausubstanz: Gründerzeit und Jugendstil prägen den zentralen Bereich. Sophienstraße und der Gutenbergplatz sind gute Beispiele für den Baustil jener Epoche; mit prächtigen Fassaden, Erkern und reichhaltigen Ornamenten. In der Weststadt befinden sich einige repräsentative Großbauten, die Kunstakademie, das Generallandesarchiv, das Oberlandesgericht, das Verwaltungsgericht, die Justizvollzugsanstalt, traditionsreiche Schulen wie das Lessing-Gymnasium, das Helmholtz-Gymnasium und die Gutenbergschule, das Städtische Klinikum, die Volkshochschule, die Christus-Kirche und die St.-Bonifatius-Kirche sowie zwei der schönsten Plätze von Karlsruhe, der Haydnplatz und der Gutenbergplatz.
Wolfartsweier ist ein lebenswerter Stadtteil mit einer der ältesten Kirchen des Umkreises und einer Kindertagesstätte in Katzengestalt.Wolfartsweier liegt zwischen Durlach, Hohenwettersbach und Grünwettersbach. Die Ortsdurchfahrtsstraße teilt den Ort in ein Oberdorf (südöstlicher Teil am Berg) und ein Unterdorf (nordwestlicher Teil) und sorgte viele Jahre für eine erhebliche Lärmbelastung. Die im Juli 2005 eröffnete Ortsumfahrung hat für Wolfartsweier eine große Entlastung gebracht.