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Umfragen

Karlsruhe führt regelmäßig Umfragen zu Schwerpunktthemen durch, um datengestützte Analysen als Entscheidungsgrundlage für Verwaltungshandeln und politische Gremien zu erhalten. Damit werden Nutzungsgewohnheiten und Zufriedenheiten mit bereits bestehenden Angeboten in der Fächerstadt erhoben und teilweise über lange Zeiträume analysiert und in ihrer Entwicklung betrachtet. Die Umfrageergebnisse dienen als verlässliche Planungsgrundlage für anstehende politische Entscheidungen.

Fahrradfahrer in der Ettlinger Str.

Um statistisch repräsentative Ergebnisse auf kleinräumiger Ebene der 70 Stadtviertel in Karlsruhe generieren zu können, werden für die jährlich durchgeführten Bürgerumfragen rund 17.000 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger – unter Berücksichtigung der Altersstruktur und der Nationalität – angeschrieben und gebeten, ihre Meinung online oder via Papierfragebogen kundzutun.

Karlsruhe macht mit beim System repräsentativer Verkehrsbefragungen

Die Stadt Karlsruhe hat sich im Jahr 2018 erstmalig am System repräsentativer Verkehrsbefragungen (SrV) der TU Dresden beteiligt. Die Erhebungen lassen Rückschlüsse auf das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung zu. Gleichzeitig ist durch die Teilnahme an der standardisierten Untersuchung der Vergleich mit anderen Städten gewährleistet.

Ausblick nach Karlsruhe mit Entfernungsangabe

Regelmäßige Bevölkerungsumfragen in der Region

Seit 1997 führt das Amt für Stadtentwicklung in dreijährigen Abständen repräsentative Befragungen unter den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadtregion durch. Seit den ersten Regionsumfragen wird ein identischer Fragenkanon zu Besuchshäufigkeit, Besuchsanlässen, Image und dem Besuchsverhalten in Bezug auf andere Städte erhoben. So liefern die Umfragen ein langjähriges Profil des Images und der Attraktivität der Stadt Karlsruhe bei der Regionsbevölkerung. Sie zeigen inwieweit insbesondere der Strukturwandel im Einzelhandel, aber auch das Baugeschehen im Rahmen der Kombilösung sowie die Entwicklungen der regionalen Mittelzentren Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Fächerstadt in der Region und das Besuchsverhalten der Regionsbevölkerung haben.

Bürgerumfragen

In der Regel werden im Rahmen der Bürgerumfragen repräsentativ ausgewählte Bürgerinnen und Bürger postalisch zur Teilnahme eingeladen. Die erhobenen Inhalte sind eine wesentliche Grundlage für die Entscheidungsfindung in politischen Gremien und die Arbeit in allen Teilen der Stadtverwaltung.

Übersicht der Themenschwerpunkte

Im Rahmen der Bürgerumfragen werden jeweils Themenschwerpunkte – wie zum Beispiel Wohnen, Stadtgrün, Kultur, Nahversorgung, Sicherheit, Freizeit, Sport, Familie – behandelt.

Im Jahr 2022 steht nach 2016 und 2009 eine neuerliche Bürgerumfrage zu den Einkaufs- und Nahversorgungsgewohnheiten der Karlsruher Bevölkerung an. Im Rahmen der Bürgerumfrage wird der Fokus auf das Besuchs- und Einkaufsverhalten in der Karlsruher City gelegt. Doch auch die Nutzung der B-Zentren Durlach und Mühlburg sowie der dezentralen Versorgungsinfrastruktur Geschäfte sowie die steigende Relevanz des Online-Handels werden en Detail analysiert und im Zeitverlauf betrachtet.

Eine weitere große Herausforderung für den Handel vor Ort stellt die Corona-Pandemie dar. Die wohnstandortnahe Versorgung ist nicht nur für mobilitätseingeschränkte Menschen essenziell, sondern steht auch für die soziale und funktionale Integrität eines Quartiers. Neben der verbraucherseitigen Untersuchung der Nahversorgungsgewohnheiten erhebt die Stadt Karlsruhe mittels Begehung aller Stadtteile jährlich den Bestand von nahversorgungsrelevanten Ladengeschäften (wie unter anderem Bäckereien, Metzgereien, Supermärkte, Apotheken) und speist die Informationen in ein Monitoring-System ein.  

Das Bild zeigt den Torbogenbau des Botanischen Gartens hinter einer Frühlingswiese.

Im Jahr 2023 steht nach 2013 und 2003 eine neuerliche Bürgerumfrage zum Sport- und Freizeitverhalten der Karlsruher Bevölkerung an. Neben Einschätzungen zu Sportangeboten und Rahmenbedingungen werden dabei auch sportliche Aktivitäten und Präferenzen der der Karlsruherinnen und Karlsruher ab einem Alter von zehn Jahren untersucht. Neben der Nutzung städtischer Angebote, wie etwa der Bäderlandschaft im Stadtgebiet, werden auch das Engagement in Sportvereinen und die individuelle Motivlage zur sportlichen Betätigung thematisiert. Die so gewonnenen Erkenntnisse stellen eine wichtige Grundlage für die kooperative Sportentwicklungsplanung dar.

Im Jahr 2015 wurde erstmals das Thema „Grün in der Stadt“ im Rahmen einer Bürgerumfrage untersucht. Im Ergebnisbericht werden das individuelle Naturerlebnis, die Bedeutung, Entwicklung und die gewünschte Ausgestaltung städtischer Grünflächen sowie die meistbesuchten Grünflächen im Stadtgebiet in Form von Steckbriefen beschrieben.  

Bildaufnahme einer Graffitiwand

Die Nutzung kultureller Einrichtungen und Angebote in Karlsruhe wurde in den Jahren 2009 und 2019 im Rahmen von zwei Bürgerumfragen und zwei parallel durchgeführten Regionsumfragen en Detail untersucht. Die Rolle von Karlsruhe als kulturelles Oberzentrum mit erheblicher Anziehungskraft über das Stadtgebiet hinaus wird anhand der rund zehn Theater, 30 Museen, Archive und Sammlungen, vier Kinos, zahlreichen soziokulturellen Zentren Kulturräumen und Musikclubs sowie neun Bibliotheken offensichtlich. Im Ergebnisbericht aus dem Jahr 2019 wurden in Form von Steckbriefen Informationen für 62 kulturelle Einrichtungen und 43 kulturelle Veranstaltungen zusammengetragen, die spezifische Aufschlüsse über Besucherzahlen, Bekanntheit, Besuchsverhalten und auch Besucherstrukturen geben. Darüber hinaus werden Einstellungen der Bevölkerung zum Thema Kultur, das Informationsverhalten bezüglich Kultur und eigene kulturelle Aktivitäten der Bevölkerung analysiert.

Menschen beim Sport auf der Wiese vor dem Karlsruhe Schloss

Die Einschätzung der vorgefundenen Lebensqualität aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger ist seit dem Jahr 2004 auf europäischer Ebene regelmäßig Untersuchungsgegenstand von Städtevergleichsstudien. Parallel zu dieser gesetzlich vorgeschriebenen Erhebung in rund 80 europäischen Städten, hat sich im deutschsprachigen Raum auf freiwilliger Basis eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, um eine gleichlautende Umfrage zur Lebensqualität in weiteren deutschen Städten ins Leben zu rufen.

Die Stadt Karlsruhe beteiligt sich seit dem Jahr 2015 in dieser Arbeitsgemeinschaft und kann sich seitdem zu zentralen Fragen der Lebensqualität mit Städten wie Darmstadt, Freiburg, Mannheim und Stuttgart vergleichen. Von den Bürgerinnen und Bürgern der Fächerstadt wurden zuletzt die Themen „Wohnungswesen“, „Bildung und Ausbildung“ sowie „Sicherheit“ als am wichtigsten identifiziert. Gleichzeitig schneidet Karlsruhe im Städtevergleich besonders gut bei der Zufriedenheit mit dem ÖPNV, den Schulen, Grünflächen und kulturellen Einrichtungen ab.

Die Karlsruher Bürgerumfragen zum Thema Sicherheit haben eine lange Tradition. Erstmals im Jahre 1999 durchgeführt, liegen nach 2009, 2014 und zuletzt 2018 Zeitvergleiche vor, die ein sich veränderndes Sicherheitsempfinden in der unmittelbaren Wohnumgebung, aber auch in der Innenstadt zeichnen. In den letzten Jahren wurde zusätzlich das Sicherheitsempfinden im ÖPNV und an Haltestellen im Stadtgebiet tagsüber und bei Dunkelheit eruiert.

Das via Umfrage in Erfahrung gebrachte subjektive Sicherheitsempfinden ergänzt die offizielle polizeiliche Kriminalstatistik und gibt Auskunft zur Wahrnehmung von Straftaten und Ordnungsverstößen, gefürchteten Gegenden und zur Problemwahrnehmung im Stadtgebiet. Die Ergebnisse sind insgesamt eine wertvolle Grundlage für den stadtteilbezogenen Umgang mit der Sicherheitsthematik und dienen dem Ordnungs- und Bürgeramt zur nachfrageorientierten Steuerung des seit 2010 existierenden Kommunalen Ordnungsdienst (KOD).

Im Jahr 2018 dienten die Umfrageergebnisse zusätzlich als Grundlage für stadtteilbezogene Sicherheitsaudits, die in Kooperation mit dem Institut für Kriminologie der Universität Heidelberg in Oberreut und der Karlsruher Innenstadt durchgeführt wurden.

Im Jahr 2017 wurde die Karlsruher Bürgerumfrage in Form einer Vollerhebung aller Familienhaushalte im Stadtgebiet durchgeführt. Dabei ging es vor allem darum, die Lebenssituation und den Kinderbetreuungsbedarf von Paarfamilien und alleinerziehenden Eltern in Karlsruhe zu erfassen. Daneben konnten wertvolle Erkenntnisse zur Bekanntheit und Nutzung von Beratungsangebot für Familien und zur Alltagsmobilität von Eltern und Kindern gewonnen werden. Die besonders beanspruchte Familienform der Alleinerziehenden wird derzeit im Rahmen einer qualitativen Folgestudie erforscht.

Eine weitere zielgruppenspezifische Umfrage fand im Jahr 2015 unter den Karlsruherinnen und Karlsruhern im Alter von 55 Jahren und älter statt. Nach der Karlsruher Seniorenbefragung im Jahr 2004 wurde von der KOSIS-Gemeinschaft Aktives Altern die Umfrage 2015 als Städtevergleichsstudie konzipiert, die vom Freiburger Institut für angewandte Sozialforschung (FIFAS) durchgeführt und wissenschaftlich aufgearbeitet wurde. Thematische Schwerpunkte lagen dabei auf der aktuellen und geplanten Wohnsituation sowie die körperliche und geistige Aktivität und Gesundheit.

Baustelle

Die kommunale Wohnungsmarktbeobachtung ist eine zentrale Daueraufgabe im Amt für Stadtentwicklung. Hier laufen nicht nur die Fäden der integrierten ämterübergreifenden Prozesse zusammen. Es werden auch eine Vielzahl an Wohnungsmarktdaten und -indikatoren gesammelt und erhoben und anschließend analysiert und bewertet. Während für einige Felder der Wohnungsmarktbeobachtung primärstatistische Daten wie beispielsweise Baufertigstellungen oder dem Sozialmietwohnungsbestand zur Verfügung stehen, muss für viele wohnungsmarktrelevante Aspekte auf empirisch erhobene Umfragedaten zurückgegriffen werden. Zu diesem Zweck werden Bürgerumfragen zum Thema Wohnen und Bauen durchgeführt.

Passantenumfragen

Die Stadt Karlsruhe führt anlassbezogen Passanten- und Besucherumfragen durch. Dabei werden Passantinnen und Passanten nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und zu einer bestimmten Fragestellung direkt vor Ort interviewt. Die erhobenen Inhalte sind eine wesentliche Grundlage für die Entscheidugnsfindung in politischen Gremien und die Arbeit in allen Teilen der Stadtverwaltung.

Ergeb­nisse der deutsch­land­wei­ten Passan­te­num­frage „Vita­le In­nen­städ­te“ im Herbst 2020 durch das Institut für Han­dels­for­schung (IFH Köln)

Die Stadt Karlsruhe befand sich im Herbst 2020 zum ersten Mal im Kreis der 107 Städte, die bei der regelmäßig durch­ge­führ­ten Städte­ver­gleichs­stu­die zur Attrak­ti­vi­tät der Innen­städte untersucht wurden.

Das Institut für Handels­for­schung (IFH Köln) hat im Auftrag der Stadt Karlsruhe während der COVID-19-Pandemie die Passan­te­num­frage in der Innenstadt durch­ge­führt. Dabei wurden auch Auswir­kun­gen des Online-Handels und der COVID-19-Pandemie auf das Einkaufs­ver­hal­ten in der Innenstadt thema­ti­siert.

In den Jahren 2015 bis 2018 wurden im Rahmen der Schlosslichtspiele Besucherbefragungen vor Ort durchgeführt, um das Besuchsverhalten der Anwesenden zu analysieren. Dabei wurden die Herkunft, Besuchshäufigkeit, Anreisegewohnheiten, mit den Schlosslichtspielen verknüpfte Aktivitäten sowie Verbesserungsvorschläge der Besucherinnen und Besucher in Erfahrung gebracht.

Seit dem Jahr 2014 führt das Institut für Handelsforschung (IFH Köln) im zweijährigen Turnus deutschlandweit unter Innenstadtbesuchenden Passantenumfragen durch. Die interkommunale Vergleichbarkeit bei groß angelegten Studiendesigns macht sich die Stadt Karlsruhe seit 2018 zu Nutze und war nach 2020 zwei Mal im Kreis der befragten Städte.

Noch vor der erstmaligen IFH-Studie im Jahr 2014 wurde bereits im Jahr 2013 eine Karlsruher Passantenumfrage in zentralen Bereichen der City realisiert. Kerninteresse sind bei allen genannten Umfragen die Besuchs- und Einkaufsgewohnheiten der Besucherinnen und Besucher, Bewertungen unterschiedlicher Aspekte der Innenstadt sowie gewünschte Optimierungen.

Unternehmens- und Betriebsumfragen

Die Unternehmens- und Betriebsumfrage nimmt den Wirtschaftsstandort Karlsruhe aus Sicht der ansässigen Betriebe unter die Lupe nimmt.

Umfragen zur Situation der in Karlsruhe ansässigen Betriebe

Der Wirtschaftsstandort Karlsruhe wurde im Jahr 2021 bereits zum vierten Mal im Rahmen von Unternehmens- und Betriebsumfragen analysiert. Die Unternehmen waren jeweils aufgerufen ihre Meinung im Rahmen von Themenumfragen mit jeweils aktuellen Schwerpunktsetzungen kundzutun. Neben wiederkehrenden Fragen zu harten und weichen Standortfaktoren, Betriebsdaten und Entwicklungsmöglichkeiten vor Ort sowie Nutzung und Bewertung der städtischen Wirtschaftsförderung, wurden zuletzt detaillierte Fragen zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Karlsruher Unternehmen gestellt.

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