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Revitalisierung von Gewässern

Eine Aufgabe der Stadt Karlsruhe ist die Revitalisierung unserer Flüsse, Bäche und Seen. Seit 2000 verpflichtet die EU-Wasserrahmenrichtlinie einen guten Zustand der Gewässer zu erreichen.

DAs Foto zeigt einen "grünen" Abschnitt der Alb.

Revitalisierung

Die Revitalisierung unserer Flüsse, Bäche und Seen ist eine Aufgabe der Stadt Karlsruhe.

Seit 2000 verpflichtet die EU-Wasserrahmenrichtlinie einen guten Zustand der Gewässer zu erreichen. Die Hauptaufgaben liegen hierbei in der Schaffung von Habitaten durch Wiederherstellung naturnaher Strukturen und in der Beseitigung von Hindernissen für die Fischwanderung durch Abbau von Schwellen und den Bau von Fischtreppen. Gerade die Wanderfische, wie zum Beispiel der Lachs, sind ein wichtiger Indikator für die ökologische Qualität der Gewässer.

Bereits seit den frühen 80er Jahren werden sukzessive unsere Flüsse und Bäche revitalisiert. In einem urbanen Umfeld ist eine im ursprünglichen Wortsinn verstandene Renaturierung eines Gewässers nicht mehr möglich. Dies heißt aber nicht, dass die Gewässer naturfern bleiben müssen. Eine naturnahe Umgestaltung kann durch gezielte Strukturverbesserungen, naturnahe Bauweisen der Ufersicherung und eine standortangepasste Ufervegetation aus unseren Bächen und Flüssen ein Lebensraum entstehen lassen, der dem ursprünglichen Zustand sehr nahe kommt. Nur muss der Mensch auf Grund gegebener Randbedingungen weiterhin regulierend eingreifen.

Die Neuregelungen im Wasserhaushaltsgesetz und im Wassergesetz Baden-Württemberg zum Gewässerrandstreifen sind wichtig. Bisher gab es diesen besonderen Schutzstreifen entlang unserer Bäche und Flüsse nur im Außenbereich. Jetzt wird er auch im Innenbereich, also auch in einer Stadt wie Karlsruhe – in einer Breite von 5 Meter festgelegt. Die Regelungen zum Gewässerrandstreifen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt der WBW Fortbildungsgesellschaft.

Eine weitere Hilfestellung bietet die Liste der standorttypischen Gehölze für die Karlsruher Uferbepflanzung.

Ein Interview zum Thema:
„Naturnahe Umgestaltung an der Alb in Karlsruhe"

Mit freundlicher Genehmigung der WBW Fortbildungsgesellschaft

Die Alb – natürlich durch die Stadt

Der Umbau des Fischaufstieges am Thomaswehr durch die Stadtwerke Karlsruhe war der Anlass und Chance in diesem Zuge auch die Gewässerstruktur unterhalb des Wehres zu verbessern.
Hier bot sich die einmalige Gelegenheit durch eine Erhöhung des Gefälles die Dynamik der Alb zu erhöhen. Verschiedene neugeschaffene Strukturen bieten nun Lebensräume für viele Tier und Pflanzenarten.
Gerade auch für die aufsteigenden Fische wurden Unterstände und Verstecke geschaffen, die ihnen auf ihrem Weg zur Fischtreppe Schutz und Ruheplätze bieten. Die ganze Umgestaltung ist darauf ausgerichtet, den Fischen den Weg zum Eingang des Fischaufstieges zu weisen.
Aber auch die Ufer wurden in die naturnahe Umgestaltung mit einbezogen. Die neuen flachen Ufer sollen Ruhezonen der Natur sein, hier hält der Mensch Abstand. Direkt am Thomaswehr können die Kraft und Faszination des Wassers beobachtet werden.

Ein kurzer Film der Stadtwerke Karlsruhe gibt einen Überblick über die gesamte Maßnahme.

Mit freundlicher Genehmigung der Stadtwerke Karlsruhe

Revitalisierung der Alb am Thomaswehr
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