Menü
- Stadt & Rathaus
- Bildung & Soziales
- Umwelt & Klima
- Kultur & Freizeit
- Mobilität & Stadtbild
- Wirtschaft & Wissenschaft
Naturschutzgebiete sichern natürliche Lebensräume, Ressourcen sowie Pflanzen- und Tierarten. Sie dienen dem Erhalt der biologischen Vielfalt. Rund 40 Prozent des Karlsruher Stadtgebiets besteht aus geschützten Flächen: dazu zählen zahlreiche Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete, gesetzlich geschützte Biotope oder flächenhafte Naturdenkmale und auch der Naturpark.
Mit der Unterschutzstellung von bestimmten Gebieten können herausragende oder einmalige Flächen hinsichtlich ihres Landschaftsbildes, ihrer Artenausstattung, ihrer Bedeutung im europäischen Schutzgebietsnetz oder der Bedeutung für den Verbund von Arten- und Biotopschutzflächen gesetzlich geschützt werden.
Es gibt verschiedene Arten von Schutzgebieten, welche sich sowohl in der Größe als auch in ihren Schutzzielen und rechtlichen Vorgaben unterscheiden.
Im Rahmen des Biotopverbunds soll ein Netz von Biotopen geschaffen werden, welches das Überleben von Arten sichert und den Austausch zwischen einzelnen Populationen ermöglicht.
Mit dem Inkrafttreten des neuen Bundesnaturschutzgesetzes am 1. März 2010 wird das Thema Biotopverbund aufgegriffen und gesetzlich geregelt.
Unter einem Biotopverbund versteht man alle räumlichen und funktionalen Bedingungen, die ein langfristiges Überleben von Pflanzen- und Tierarten ermöglichen. Dahinter steht die Erkenntnis, dass der isolierte Schutz von Biotopen und Schutzgebieten nicht ausreicht, um die biologische Vielfalt zu erhalten.
Das Bundesnaturschutzgesetz legt in § 21 fest, dass
Für die Biotopverbundplanung besteht eine landesweit einheitliche, bundesweit abgestimmte Systematik.
Die Stadt Karlsruhe ist die erste Stadt in Baden-Württemberg, die nach neuer Vorgehensweise eine Biotopverbundplanung erarbeiten ließ. Dem Karlsruher Biotopverbund liegen 34 Gutachten und Kartierungen zu Grunde. Für die Auswertung und Klassifizierung wurden 13 Leitbiotoptypen definiert. Für eine übersichtliche Darstellung wurden diese zu sechs Hauptbiotoptypen zusammengefasst, die sich hinsichtlich Struktur, Feuchtigkeit und Nährstoffverfügbarkeit unterscheiden.
Die Entwicklung und Dokumentation des Biotopverbunds erfolgte in drei Schritten:
Die Biotopverbundplanung ist ein zentrales fachliches Grundlagenwerk und ermöglicht die Optimierung der
Nachfragen zum Thema Biotopverbund in Karlsruhe richten Sie bitte an:
Weitere Informationen zum Biotopverbund Karlsruhe finden Sie hier:
Biotopverbund Stadt Karlsruhe Abgabefassung 2,28 MB (PDF)
Legende Zielkarte 220 KB (PDF)
Im Stadtgebiet von Karlsruhe finden sich fünf Naturräume mit sehr unterschiedlichen Eigenarten.
Die Rheinniederung befindet sich im westlichen Teil Karlsruhes entlang des Rheins. Sie ist geprägt von Auwäldern, Röhrichten und Feuchtwiesen in den tieferliegenden und feuchten Bereichen, Kiefernwäldern und Halbtrockenrasen auf trockenen Kiesrücken und Bruchwäldern in der Randsenke.
Neben dem Rhein und seinen Altrheinarmen befinden sich in der Rheinniederung zahlreiche Baggerseen, Gräben, Druckwassersenken und Tümpel. Auch landwirtschaftliche Flächen und Streuobstwiesen sind in der Rheinniederung zu finden. Neben Wäldern gibt es zahlreiche Gehölzstrukturen, bestehend aus Einzelbäumen, Grabengehölzen und Feldhecken, die vielen Tieren als Lebensraum dienen.
Ganz typisch für die Rheinniederung sind die Auwälder. Diese findet man nur in den Überschwemmungbereichen von Flüssen. Dort ist der Boden besonders reich an Nährstoffen und beherbergt eine vielfältige Flora und Fauna. Die Zonierung der Vegetation ist von der Dauer der Überschwemmungen der einzelnen Bereiche abhängig: In den häufig und langanhaltend überfluteten Bereichen befindet sich die „Weichholzaue“ mit Silberweiden und Schwarzpappeln, während in den seltener überschwemmten Gebieten die langsam wachsenden „Harthölzer"wie Stieleichen, Eschen, Ulmen und Bergahorn gedeihen. Eine Besonderheit dieser Wälder ist der sogenannte „Frühblüheraspekt": Schon zu Beginn des Frühlings verwandelt sich der Waldboden in ein Blütenmeer.
Ebenso wie vom Pflanzenreichtum sind diese Gebiete auch von einer enormen Vielfalt an tierischen Bewohnern geprägt. Der Mittelspecht hat hier sein Hauptvorkommen, ebenso wie zahlreiche weitere Tierarten, etwa der Schwarzmilan, der Eisvogel oder der Hirschkäfer.
Tipp:
Schöne Hardtholzauenwälder finden Sie im Kastenwört oder auf Rappenwört.
Weitere Gebiete der Rheinniederung sind die Neureuter Niederung, die Knielinger Feldflur und Niederung, die Burgau und die Fritschlach.
Die Hardtebene schließt an die Rheinniederung an. Der Untergrund besteht aus Kies und Sand und ist zum Teil mit entkalkten Braunerden überdeckt. Die Biotope der Hardtebene zeichnen sich aufgrund des sandigen Untergrunds durch Trockenheit und geringe Nährstoffverfügbarkeit aus. Neben Kiefernwäldern mit Laubholzunterbau, bodensauren Eichenwäldern und Eichen-Buchenwäldern findet sich hier die blütenreiche Vegetation trockener Ödländer, Sand- und Sandmagerrasen. Auch Ackerbau und Streuobstwiesen sowie einige Gewässer wie der Pfinzentlastungskanal oder Baggerseen sind hier zu finden.
Ein charakteristischer Biotoptyp der Hardtebene ist der Sandrasen. Dies ist ein niederwüchsiger, lückiger Rasen, der von Spezialisten besiedelt wird, die an die schwierigen Lebensbedingungen auf Sandböden angepasst sind. Die Tiere und Pflanzen, die hier leben sind wahre Hungerkünstler, Wassersparer und Wärmeliebhaber.
Eine charakteristische Pflanzenart ist beispielsweise das Silbergras. Die Tierwelt ist so reichhaltig wie selten, da sie an diesen speziellen Lebensraum gebunden ist. Das wohl am leichtesten zu entdeckende Tier ist das Wildkaninchen, welches durch seine ausgedehnten Höhlenbauten den Boden stets auflockert und offen hält. Bedeutend sind die offenen Sandböden insbesondere für Bienen, Wespen, und Hummel. Auch Käfer und Spinnen sind reichlich vertreten.
Tipp:
Der größte und ausgeprägteste Sandrasen in Karlsruhe befindet sich auf dem Alten Flugplatz.
Weitere Gebiete der Hardtebene sind der Hardtwald und die Oberreuter Hardt sowie die Neureuter Heide.
Die Kinzig-Murg-Rinne schließt im Osten an die Hardtebene an. Sie ist ein feuchtes Schwemmland, indem sich die Flüsse der angrenzenden Schwarzwald- und Kraichgauhügel sammeln. Hier wechseln sich moorige und anmoorige Böden mit trockenen Sand- und Kiesrücken ab. Neben Bruchwäldern, Eichen-Hainbuchenwäldern und trockeneren Eichen-Buchenwäldern finden sich hier Schilfgebiete, Feuchtwiesen und Äcker. Charakteristisch für die Kinzig-Murg-Rinne sind auch ausgedehnte Grabensysteme, feuchte Senken und Tümpel, Moore, Fließgewässer und Seen.
Ein ganz typischer Biotoptyp ist der naturnahe Erlenbruchwald. Dieser bildet sich auf vernässten Bereichen und zum Teil mächtigen Moorböden aus. In diesen lichten Wäldern kommt vor allem die Schwarzerle vor, die lang anstehende Nässe tolerieren kann. Auch die Strauch- und Krautschicht ist von Feuchte- und Nässezeigern geprägt. In Erlenbruchwäldern leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die hochspezialisiert und an feuchte Lebensräume angepasst sind. Eine Besonderheit dieser Wälder ist die reichhaltige Amphibienfauna. Molche, Gelbbauchunken, Erdkröten, Laubfrösche und viele andere Arten leben hier. Sogar der seltene Moorfrosch ist hier zu finden.
Tipp:
Die schönsten Erlenbruchwälder befinden sich beim Weingartener Moor.
Weitere Gebiete der Kinzig-Murg-Rinne sind:
Der Kraichgau schließt im Osten an die Kinzig-Murg-Rinne an. Das hügelige Land ist von Hohlwegen und Trockenmauern geprägt. Auch kleine Bäche gibt es dort. Der Untergrund ist vorrangig aus Muschelkalk mit Löß- und Lößlehmüberdeckung.
Neben Buchenwäldern, Hecken, Halbtrockenrasen, Glatthaferwiesen und kleinen Streuobstbeständen findet sich hier auch eine ausgeprägte Acker- und Weinbergbegleitflora.
Ganz typisch für den Kraichgau sind die Hohlwege. Die schmalen Wege waren einst wichtige Verbindungswege. Sie gruben sich durch die Beanspruchung mit Vieh und Fuhrwerk sowie durch abfließendes Regenwasser immer tiefer in den lockeren Lößboden ein. Ein jahrhundertelanger Prozess bildete die Wege mit ihren heute teilweise mehreren Metern hohen Flanken aus.
Sie sind heute als geomorphologischer Biotoptyp geschützt, sind aber auch ökologisch ein ganz spezieller Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Innerhalb dieser Hohlen herrscht ein ganz eigenes Klima. Je nach Lage im Hohlweg bilden sich ganz unterschiedliche Vegetationstypen aus. Diese vielfältigen Ausprägungen bieten dann auch unterschiedlichsten tierischen Ansprüchen Lebensraum, zum Beispiel zahlreiche Insekten, Mäuse, Fledermäuse, Eidechsen, Spinnen und eine große Anzahl an Vögeln.
Tipp:
Ein sehr schön ausgeprägter Hohlweg ist die Ringelberghohl bei Grötzingen.
Weitere Gebiete des Kraichgaus sind der Grötzinger Bergwald, Turmberg und Rittnert sowie die Feldflur zwischen Hohenwettersbach und Stupferich.
Das hügelige Land der Schwarzwald-Vorhügel und -Randplatten liegt im Südosten Karlsruhes. Hier liegen Braunerden über Bundsandstein. Neben Buchenwäldern, Hecken, Streuobst- und Glatthaferwiesen finden sich hier zahlreiche kleine Bäche und Gräben.
Ein charakteristischer Biotoptyp der Schwarzwald-Randplatten ist die Magere Flachland-Mähwiese. Im Gebiet der Streuobstwiesen hat sich dieser Wiesentyp durch eine jahrelange extensive Nutzung entwickelt. Die sogenannte Flachlandmähwiese ist nach europäischem Recht (FFH-Richtlinie) geschützt. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft wird sie immer seltener. Ihr europaweiter Schwerpunkt der Verbreitung liegt in Südwestdeutschland.
Die Wiesen sind blütenreich, wenig gedüngt und werden nicht vor der Hauptblütezeit der Gräser gemäht. Ihre Nutzung dient der Heugewinnung. Typische Pflanzenarten sind beispielsweise Glatthafer, Wiesen-Fuchsschwanz, Wilde Möhre, Wiesen-Bocksbart und Wiesen-Glockenblume. Neben trockenen Ausbildungen, wie der Salbei-Glatthaferwiese, gibt es auch frische bis feuchte Untertypen mit beispielsweise dem Großen Wiesenknopf, der die Lebensgrundlage für den besonderen Wiesenknopf- Ameisenbläuling darstellt.
Tipp:
Besonders schön ausgeprägte Magere Flachland-Mähwiesen finden Sie um Wettersbach.
Weitere Gebiete der Schwarzwald-Randplatten und -Vorhügel sind der Wolfartsweierer Bergwald und die Landschaft zwischen Grünwettersbach und Palmbach.
Die sechs Karlsruher Naturschutzgebiete liegen in den Naturräumen Rheinniederung, Hardtplatten und Kinzig-Murg-Rinne. An den Schwarzwald-Randplatten tangiert ein weiteres Schutzgebiet die Karlsruher Gemarkung. Für die Karlsruher Naturschutzgebiete sind Informationsbroschüren beim Umwelt- und Arbeitschutz erhältlich.
Status: Kombiniertes Natur- und Landschaftsschutzgebiet und Naturschutzgebiet
Fläche: 289 Hektar und 35 Hektar (ha)
Besteht seit: 1989 und 1980
Die ehemalige Überflutungsaue des Rheins wurde von mehreren alten Rheinschlingen geformt und stellt heute eine abwechslungsreiche Landschaft mit zahlreichen Landschaftsformen und Biotoptypen dar.
Neben ausgedehnten Auwäldern sind trockene Kiesrücken eine Besonderheit des Naturschutzgebiets. Diese sind mit Buchen, Kiefern und trockenen Säumen bewachsen und stehen im Kontrast zu den überwiegend feuchten Bereichen.Vor allem die Gewanne Burgau und Ackerheck beinhalten größere Wiesenflächen. Das 16 Hektar (ha) große Schilfgebiet inmitten des Schutzgebietes liegt in einer ehemaligen Rheinschlinge und ist das größte in der Umgebung. In seinen Randbereichen finden sich typische Großseggenriede. Auch die Gewässer des Schutzgebietes sind vielfältig: Der Rhein als stark überformtes Fließgewässer ist prägend, ebenso wie der Knielinger See, eine der größten Abbaustätten der Umgebung. Der Federbach durchfließt einen früheren Altarm und verleiht diesem einen naturnahen Charakter. Die Alb markiert im Osten die Grenze des Schutzgebietes. Das Gebiet wird zudem von einigen, vor allem faunistisch bedeutenden Gräben durchzogen. Besonders im Gewann Kirchau findet man zudem Streuobstbestände. Die Äcker unterliegen der üblichen landwirtschaftlichen Nutzung. Auf tiefer liegenden Flächen steht im Sommer Druckwasser, was bei Feuchtigkeit zum Ausfall der Ernte führt. Diese vegetationslosen Flächen genießen eine hohe Bedeutung für Flora und Fauna.
Zur Verringerung der vielfältigen Konflikte des stadtnahen Naturschutzgebietes wurde der Runde Tisch Burgau ins Leben gerufen, in dem zahlreiche Maßnahmen abgestimmt wurden.
Nähere Informationen über das Schutzgebiet geben die Faltblätter "Natur- und Landschaftsschutzgebiet Burgau, Naturschutzgebiet Altrhein Maxau" des Regierungspräsidiums Karlsruhe, Ref, 56 (siehe unten: PDF-Dokument) und der Naturführer "Rheinniederung Burgau" des Umwelt- und Arbeitsschutzes der Stadt Karlsruhe, erhältlich beim Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe oder auf unseren Internetseiten.
Status: Naturschutzgebiet
Fläche: 14,4 Hektar (ha)
Besteht seit: 30.11.1983
Der Erlachsee ist ein vom Menschen geschaffener Lebensraum. Noch vor dem zweiten Weltkrieg wurde die Waldfläche gerodet und Kies abgebaut, den man zum Bau der A5 verwendete. Die Wiederbewaldung der Ausbeutungsfläche scheiterte und in den 80er Jahren wurde der See ganz gezielt als Biotop umgestaltet. Um die Vielfalt zu fördern wurden zahlreiche Elemente wie Flachwasserzonen, Steilufer und Kiesinseln geschaffen. Um im vielbegangenen Oberwald die intensive Nutzung des Sees, insbesondere das Baden, zu unterbinden, wurde der See eingezäunt. Nur an zwei Stellen ist der Zugang zum Ufer möglich. Dort stehen Beobachtungshütten.
Neben seiner Bedeutung für Brutvögel wie Eisvogel und Zwergtaucher ist der Erlachsee auch wichtig für durchziehende Arten und Wintergäste. Besonders erwähnenswert ist auch die reiche Amphibienfauna. Der Erlen-Eschenwald um den See rundet das Naturschutzgebiet ab.
Nähere Informationen über das Schutzgebiet gibt das Faltblatt "Naturschutzgebiet Erlachsee" des Regierungspräsidiums Karlsruhe, Ref. 56, dort erhältlich oder beim Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Status: Naturschutzgebiet
Fläche: 256,5 Hektar (ha), 149 ha auf Karlsruher Gemarkung
Besteht: teilweise seit 1940, gesamt seit 27.07.1984
Das großflächige Waldgebiet mit hohen Grundwasserständen befindet sich in der Kinzig-Murg-Rinne. Es handelt sich um einen grundwasserbeeinflussten, zeitweise überstauten Bruch- und Sumpfwald, der in seiner Größe und naturnahen Ausprägung einmalig in Südwestdeutschland ist. Das Gebiet zeichnet sich durch sein Mosaik verschiedener Wälder nasser bis frischer Standorte aus:
Vom Schwarzerlen-Bruchwald auf den tiefergelegenen besonders nassen beziehungsweise zeitweise überstauten Stellen, über den Traubenkirschen-Erlen-Eschenwald und Waldziest-Hainbuchen-Stieleichen-Wald an nassen Stellen bis zum Hainbuchen-Stieleichenwald frischer Standorte.
An der tiefsten Stelle des Gebiets (auf Weingartener Gemarkung) befindet sich ein Niedermoor mit offenen Wasserflächen an Stelle eines ehemaligen Torfstiches, mit Röhrichten und Rieden.
Das Gebiet ist Rückzugsort für zahlreiche gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Insbesondere für Amphibien gilt es als Gebiet von europäischem Rang.
Das Gebiet wird durch eine Bahnlinie zerschnitten. Durch die verkehrsreiche B3 entstehen zudem hohe Amphibienverluste bei der Wanderung dieser Tiere. Aus diesem Grund wurde ein dauerhaftes Amphibienleitsystem mit Tunneln unter der Straße errichtet.
Im Kernbereich des Moores befindet sich ein Bohlenweg mit einer Aussichtsplattform. Nähere Informationen über das Schutzgebiet geben die Faltblätter "Naturschutzgebiet Weingartener Moor-Bruchwald Grötzingen" des Regierungspräsidiums Karlsruhe, Re. 56 und der Naturführer "Bruchwald" des Umwelt- und Arbeitsschutzes der Stadt Karlsruhe, dort erhältlich.
Status: Naturschutzgebiet
Fläche: 204,70 Hektar (ha), 71 ha Gemarkung Karlsruhe
Besteht seit: 13.06.1985
Das Naturschutzgebiet ist Bestandteil des auf europäischer Ebene geschützten Natura 2000 - Gebietes "6816-341 Rheinniederung von Karlsruhe bis Philippsburg". Es handelt sich um eine ehemalige Überflutungsaue des Rheins mit einem Altrheinarm, einem Baggersee, dem Unterlauf der Alb und verschiedenartigen Wäldern.
Der Altrhein entstand bereits um 1780 durch eine natürliche Verlagerung des damals noch nicht korrigierten Hauptstroms. Heute ist der Altrhein mit seinen Röhrichtzonen und zeitweise trockenfallenden Schlammflächen ein wichtiger Lebensraum für seltene Wasserpflanzen und Vögel. Der benachbarte ehemalige Baggersee mit Kiesinseln und Flachwasserzonen beherbergt heute besonders Amphibien- und Vogelarten, die auf Rohböden und Steilufer angewiesen sind.
Die Seen sind von naturnahen Wäldern umgeben, in denen mehrere Spechtarten und der Pirol zu Hause sind. Auf den am tiefsten gelegenen Stellen am Ufer von Alb und Althrein stocken Silberweiden-Wälder, auf etwas höheren, seltener überschwemmten Flächen steht Hartholzaue-Wald. Auf höher gelegenen Standorten wachsen alte Eichen-Hainbuchenwälder, die früher als Mittelwälder genutzt wurden. Der Damm des Hauptsammelkanals ist ein wertvoller Lebensraum trockener und halbtrockener Standorte.
Nähere Informationen über das Schutzgebiet gibt das unten als PDF-Dokument angefügte Faltblatt "Naturschutzgebiet Altrhein Kleiner Bodensee" des Regierungspräsidiums Karlsruhe, Ref. 56 und der Naturführer "Neureuter Niederung" des Umwelt- und Arbeitsschutzes der Stadt Karlsruhe. Der Altrhein Kleiner Bodensee war Bestandteil des 2010 abgeschlossenen Life-Projektes "Lebendige Rheinaue bei Karlsruhe". In dem Rahmen wurden einige Maßnahmen durchgeführt, die insbesondere die Durchgängigkeit des Gebietes für Fische gefördert haben. Nähere Informationen sind auf den Internetseiten des Regierungspräsidiums Karlsruhe zu finden.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Schutzgebietsverordnung NSG Altrhein Kleiner Bodensee
Status: Naturschutzgebiet
Fläche: 83 Hektar
Besteht seit: 29.12.1986
Das Schutzgebiet liegt in einem ehemaligen Rheinbogen, der noch im 17. Jahrhundert an Daxlanden vorbei verlief. Nach einer katastrophalen Überschwemmung, die den Ort zerstörte, wurde der Rhein Mitte des 17. Jahrhunderts künstlich verlegt. Der alte Rhein verlandete und vermoorte. Typische Verlandungsgesellschaften wie Schilfflächen und Weidenbestände prägen noch heute das Bild. Dazwischen liegen nasse und feuchte Wiesen und in Randlagen auch Halbtrockenrasen.
Durch Ton- und Kiesgewinnung entstanden zahlreiche kleinere Seen. Im alten Rheinbogen fließt der Alte Federbach. Das Gebiet ist auf verschiedene Weise vom Wasser geprägt und so sind als besondere Pflanzen und Tierarten auch vorwiegend wasseräbhängige Arten zu nennen wie der Moorfrosch oder die in Baden-Württemberg hochgradig bedrohte Libelle „Zierliche Moosjungfer". Um deren Bestand nach einer Verwirklichung des geplanten Polders Rappenwört zu sichern, wurde im Winter 2005/2006 im NSG „Fritschlach" ein Gewässer angelegt, dass exakt den Lebensraumansprüchen der Art entspricht.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Status: Durch die Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe 2010 als Naturschutzgebiet geschützt, im Südosten gilt die Allgmeinverfügung der Stadt aus dem Jahre 2003.
Fläche: 69 Hektar (ha) Naturschutzgebiet
Besteht seit: 2003 Allgemeinverfügung der Stadt, 2010 Naturschutzgebietsverordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe
Der Alte Flugplatz ist ein weitgehend ebenes Sandgebiet der Karlsruher Hardt bestehend aus kiesigem Grobsand. Im Nordosten werden die Niederterrassensedimente von einer Binnendüne sowie einer Flugsanddecke aus Mittelsand überdeckt.
Die Geschichte des Alten Flugplatzes ist durch überwiegend militärische Nutzung geprägt. Um 1820 erscheint er erstmals als "Großer Exercierplatz" in den Plänen der Stadt Karlsruhe. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts bis zum Abzug der amerikanischen Streitkräfte wurde das Gelände in unterschiedlicher Intensität als Militärflugplatz genutzt. Zur Offenhaltung wurden die Flächen sehr unregelmäßig gemäht oder beweidet, im Nordteil erfolgten immer wieder Bodenumlagerungen. Da Bodenverbesserungsmaßnahmen nie stattgefunden haben, blieben die von Natur aus nährstoffarmen Verhältnisse bis heute erhalten. Die nur extensive Bewirtschaftung führte in Kombination mit Nährstoffarmut und Trockenheit zu einem Lebensraumkomplex, wie er in vergleichbarer Charakteristik und Größe in der gesamten nördlichen Oberrheinebene nur noch an sehr wenigen Stellen vorkommt, teilweise sogar einzigartig ist.
Auf dem Alten Flugplatz spielen Biotoptypen des Heide- und Extensivgrünlandes eine entscheidende Rolle. Besonders im Süden des Gebietes finden wir ausgedehnte Magerrasen der bodensauren Standorte. Sand-, Mager- und Borstgrasrasen beherbergen etliche im Naturraum gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Die weiten, zum Teil schütteren Grasflächen, in Verbindung mit einzelnen, unterschiedlich strukturierten Gehölzen sind hochwertige Habitate zahlreicher seltener und gefährdeter Brutvogelarten; für Zugvögel haben die ausgedehnten Offenlandflächen höchste Bedeutung. Sehr bemerkenswert ist die Stechimmenfauna des Alten Flugplatzes, die großteils eng an Trockenstandorte gebunden ist.
Zur Offenhaltung der wertvollen Sand- und Magerrasen werden die südlichen Gebietsteile von einem Neureuter Landwirt gemäht, die nördlichen werden seit 2004 von Eseln, Schafen und Ziegen beweidet. Esel sind als Steppentiere auf den mageren Flächen die idealen Weidetiere, sie bevorzugen das karge Futter und ertragen Trockenheit und Wärme ohne Probleme. Die Esel dürfen nicht gefüttert werden.
Im Rahmen des Projektes "Schüler erleben Naturschutz" erhalten Schülerinnen und Schüler der dritten oder vierten Klasse eine Unterrichtseinheit über das Gebiet und dürfen aktiv auf dem Alten Flugplatz tätig werden, indem sie Brombeeren und Trauben-Kirschen entfernen.
Der südöstliche Teil des Areals "Alter Flugplatz" wurde nicht zum Naturschutzgebiet erklärt. Für diese Flächen wird eine ökologisch verträgliche Bebauung geprüft. Hier gilt weiterhin die Allgemeinverfügung der Stadt.
Dieses Schutzgebiet hat nur geringe Teile auf Karlsruher Gemarkung.
Nähere Informationen finden Sie auf der Seite der LUBW.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Die Natura 2000-Gebiete stellen ein europäisches Schutzgebietsnetz aus FFH-Gebieten und Vogelschutzgebieten dar. Die schon 1992 von der EU verabschiedete Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) legt gemeinsam mit der europäischen Vogelschutzrichtlinie den Schutz für europaweit relevante Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensraumtypen fest. Durch den Anteil an fünf Naturräumen ist Karlsruhe an neun Natura 2000-Gebieten beteiligt.
Die Umsetzung der Ziele der FFH-Richtlinie erfolgt mit der Verpflichtung, einen günstigen Erhaltungszustand einer Art oder eines Lebensraumtypes zu erhalten und einen schlechten durch geeignete Maßnahmen zu verbessern. Der Naturschutzverwaltung wird hierdurch die Möglichkeit der kreativen Gestaltung gegeben. Diese wird in Form der für die einzelnen Gebiete vorliegenden Managementpläne genutzt.
Die Natura 2000-Gebiete überlagern in der Regel die Natur- und Landschaftsschutzgebiete.
Näheres zu Natura 2000 in Baden-Württemberg ist auf den Internetseiten des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr zu finden, unter anderem finden sich dort Beschreibungen der einzelnen Gebiete und Links zu den in der Planung befindlichen und den abgeschlossenen Managementplänen.
Im angefügten Faltblatt 1,22 MB (PDF) werden die Natura 2000-Gebiete in Karlsruhe vorgestellt.
Weitere Informationen zum Thema Natura 2000 finden Sie auf der Seite der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg.
Informationen zu den Vogelschutzgebieten mit Steckbriefen und Verordnungen finden Sie auf dem interaktiven Kartendienst der LUBW.
FFH-Gebiete:
Informationen zu den FFH-Gebieten mit Steckbriefen und Verordnungen finden Sie auf dem interaktiven Kartendienst der LUBW.
Magere Flachland-Mähwiesen – kurz FFH Mähwiesen – sind sehr arten- und blütenreiche, extensiv bewirtschaftete Mähwiesen. Sie sind durch eine jahrzehntelange Nutzung als Heuwiese entstanden. Diese wurden im Jahr nur ein- bis zweimal gemäht und nur sehr wenig gedüngt.
Die Mageren Flachland-Mähwiesen besitzen im Vergleich zu intensiv genutztem Grünland eine wesentlich höhere Anzahl an Pflanzenarten. Diese dienen zahlreichen, zum Teil stark bedrohten Insekten und insektenfressenden Tierarten als Lebensgrundlage. Darüber hinaus tragen Mähwiesen mit ihrem Blütenreichtum auch zu einer Bereicherung des Landschaftsbildes bei.
Abnehmendes Vorkommen der Mähwiesen
Der Schwerpunkt der Mähwiesen-Vorkommen in Europa liegt in Südwestdeutschland. Die baden-württembergischen Mähwiesen sind somit sehr bedeutend. Leider ist ein zunehmender Rückgang dieser besonderen Flächen beobachtbar. Gründe sind beispielsweise Nutzungsänderung und -intensivierung, zunehmende Düngung und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Die traditionelle Nutzung als Heuwiese ist heute ohne Förderung oft nicht mehr rentabel.
Wie können wir die Mähwiesen erhalten?
Mähwiesen sind aufgrund ihrer naturschutzfachlichen Bedeutung durch die FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie) auf europäischer Ebene geschützt. Durch diesen Schutz besteht ein Verschlechterungsverbot, das heißt jeder Bewirtschafter einer solchen Wiese ist verpflichtet, den günstigen Zustand der Wiese zu erhalten. Zur Erhaltung der Mähwiesen ist es wichtig, die Wiesen nicht zu düngen, nicht dauerhaft zu beweiden und regelmäßig, aber nicht zu oft zu mähen. Zudem sollte das Schnittgut immer abgeräumt werden.
Ist meine Wiese eine FFH-Mähwiese?
Sie besitzen oder pachten ein Wiesengrundstück und möchten wissen, ob es sich um eine FFH-Mähwiese handelt?
Dann hilft Ihnen der interaktive Geodatensserver der LUBW weiter.
Für FFH-Mähwiesen besteht ein Verschlechterungsverbot. Sie müssen so bewirtschaftet werden, dass keine Verschlechterung eintritt.
Sie besitzen oder pachten eine FFH-Mähwiese?
Wenden Sie sich an den Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe.
Hier berät man Sie gerne in Sachen Mähwiesenpflege.
Kleine Einzelschöpfungen der Natur, wie einzelne Bäume oder Felsvorsprünge können zu Naturdenkmalen (ND) oder ökologisch bedeutende, aber kleine Landschaftsteile zu flächenhaften Naturdenkmalen (FND) ausgewiesen werden. Derzeit gibt es in Karlsruhe eine Reihe von Naturdenkmalen (Bäume) sowie fünf Flächenhafte Naturdenkmale. Informationen zu den Naturdenkmalen und Flächenhaften Naturdenkmalen in Karlsruhe und Baden-Württemberg finden Sie im interaktiven Kartendienst der LUBW.
Die Neureuter "Toskana", wie das Gebiet bei den Neureutern genannt wird, wurde im Dezember 2019 als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen. Es befindet sich im Stadtteil Neureut-Heide neben dem flächenhaften Naturdenkmal "Sandgrube Grüner Weg - West" und ist ca. 5 ha groß.
Die Fläche wird aus mehreren Gründen geschützt.
Neben eiszeitlich entstandenen Flugsanddecken sollen auch die darauf entstandenen Sand- und Sandmagerrasen, die an trockene und nährstoffarme Standorte angepasst sind und viele seltene Arten beherbergen, erhalten werden. Die trockenen, kurzrasigen Freiflächen in Kombination mit halboffenen Flächen mit einzelnen Gehölzbeständen und Hecken bieten zudem verschiedenen Vogelarten Raum zum Leben. Hinzu kommt die Biotopverbundfunktion des Gebietes, vor allem im Zusammenhang mit dem Naturschutzgebiet "Alter Flugplatz Karlsruhe" und der Erhalt des typischen Landschaftsbildes mit markanten Kiefern und Eichen.
Das flächenhafte Naturdenkmal „Sandgrube Grüner Weg - West" wurde im Mai 2019 ausgewiesen, ist ca. 1,1 Hektar (ha) groß und befindet sich im Stadtteil Neureut-Heide.
Die Sandgrube ist ein geologisch interessanter Geländeaufschluss. Sie bietet mit ihren Mager- und Sandrasenflächen sowie daran angrenzenden Pufferzonen Lebensraum für Pflanzen- und Tiergesellschaften, die speziell an den Standort angepasst und somit schützenswert sind. Des Weiteren sollen naturnahe Gehölze als Brut- und Nährgehölz für Vögel erhalten werden. Auch dieses Gebiet ist eine wichtige Kernfläche im Biotopverbund der Mager- und Rohbodenbiotope von Trockenlebensräumen.
In diesem Naturdenkmal wurde im Rahmen des Grüne Stadt-Projekts „Landschaftsschutz am Heidesee" bürgerschaftliches Engagement und naturschutzfachliche und -rechtliche Ambitionen miteinander verbunden. Durch großes ehrenamtliches Engagement konnte das Gebiet bisher geschützt und gepflegt werden.
Ab 2022 soll eine Beweidung der Fläche dabei helfen, die zunehmende Verbuschung der Fläche einzudämmen.
Das Flächenhafte Naturdenkmal „Sandgrube Grüner Weg - West“ ist ein besonderer Sandstandort, der vor einigen Jahren unter Schutz gestellt wurde. Das Gebiet stand im Laufe der Zeit zunehmend unter dem Druck von invasiven Gehölzen und ist über die Jahre fast vollständig zugewachsen. Im Rahmen von Rodungsmaßnahmen wurden die invasiven Gehölze in den letzten Jahren schrittweise entfernt. So soll, ähnlich wie in der Toskana, ein offener Sandrasen mit einzelnen wertgebenden Gehölzen entstehen.
Leider musste festgestellt werden, dass sich vor allem Richtung Goldregenweg nur wenige heimische Gehölze befanden, die bei den Pflegemaßnahmen hätten erhalten werden können. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Ortsverwaltung Neureut konnten im Frühjahr 2026 drei große Eichen sowie einige Liguster- und Holundersträucher am Rand der Sandgrube gepflanzt werden.
Dieses flächenhafte Naturdenkmal liegt auf der Gemarkung Durlach und hat eine Größe von ca. 1,5 Hektar (ha). Die Unterschutzstellung erfolgte 1993.
Wesentlicher Schutzzweck des flächenhaften Naturdenkmals ist die Erhaltung eines Steinbruchs des oberen Buntsandsteins im Bereich der Verwerfungszone des Oberrheingrabens in seiner hervorragenden geologisch-tektonischen und stadtgeschichtlichen Bedeutung sowie als Standort einer üppigen Vegetation in hoher Luftfeuchtigkeit.
Das flächenhafte Naturdenkmal Brurain-Kolbengraben liegt auf der Gemarkung Karlsruhe im Stadtteil Knielingen und ist ca. 1,3 Hektar (ha) groß. Es wurde 1993 unter Schutz gestellt.
Wesentlicher Schutzzweck des flächenhaften Naturdenkmals ist die Erhaltung einer langgestreckten, erhöht liegenden Geländeausformung als lückiger Sandtrockenrasen mit typischem und artenreichem Pflanzenvorkommen und als Lebensraum wärmeliebender Tierarten, insbesondere einer artenreichen Insektenfauna, auch im Hinblick auf die Bedeutung des Naturdenkmals für ein Biotopverbundsystem.
Das flächenhafte Naturdenkmal Schollenacker liegt ebenso wie das Naturdenkmal „Auf dem Lerchenberg" auf der Gemarkung Durlach. Es wurde 1993 unter Schutz gestellt und ist circa 0,8 Hektar (ha) groß.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung eines ehemaligen Buntsandsteinbruchs mit Wald-, Waldrand-, Wiesen-, Felsen- und Sickerquellbereichen und der dort vorhandenen artenreichen Tier- und Pflanzenwelt.
Dem Schutz der Einzigartigkeit und des Charakters der Landschaft sowie als Ergänzung zu den Naturschutzgebieten dienen die weitläufigen Landschaftsschutzgebiete in Karlsruhe. Eine Übersicht über die Karlsruher Gebiete mit jeweiliger Kurzbeschreibung und weiterführenden Links finden Sie unten.
Informationen über das kombinierte Natur- und Landschaftsschutzgebiet Burgau finden Sie bei den Naturschutzgebieten [Nr. 01/ 07].
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 49 ha
Besteht seit: 08.01.1962
Das Landschaftsschutzgebiet Vorderau umfasst einen rund 200 Meter breiten Streifen Überflutungsaue auf Höhe der Raffinerien. Der größte Teil besteht aus Wald, in den ein Altwasser eingebettet ist. Den Abschluss bildet eine große Feuchtwiese. Südlich schließen sich ausgedehnte Obstwiesen an, die extensiv bewirtschaftet werden. Im Kontrast zu diesem feuchten Lebensraum steht der Hochwasserdamm, der das Gebiet im Osten begrenzt. Er ist mager, trocken und reich an Pflanzenarten. Diese trockenen Wiesen und Halbtrockenrasen sind ein besonderer Lebensraum für wärmeliebende Insekten.
Das Gebiet liegt besonders ruhig, da es abseits und durch Ölhafen und Raffinerien abgetrennt liegt und eine Sackgasse bildet.
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 636,8 ha
Besteht seit: 09.09.1975
Das Landschaftsschutzgebiet umfasst unterschiedlichste Waldstandorte der Rheinaue wie zum Beispiel die regelmäßigen Überschwemmungen ausgesetzte Weichholzaue, die seltener überflutete Hartholzaue, ursprünglich überflutete, heute nur noch durch Druckwasser vernässte Wälder ehemaliger Mittelwaldnutzung sowie Trockenwälder auf Kiesrücken. Das Gebiet beinhaltet fließende Gewässer wie zum Beispiel den neuen Federbach und den Rappenwörter Altrhein, aber auch stehende wie den Ententeich (ehemalige Kiesentnahme) oder nicht mehr an das Überschwemmungsregime des Rheins angebundene Schluten. Gerade die Gewässer bilden Lebensräume einiger vom Aussterben bedrohter Tierarten. Eine Bereicherung des Gebietes bilden die halbtrockenen tier- und pflanzenreichen Standorte der Dämme und Wegränder auf den Kiesrücken.
Das Gebiet ist akut betroffen durch die Planung des Polders Rappenwört sowie den Bau eines Wasserwerkes, innerhalb des Gebietes liegen wesentliche Erholungseinrichtungen der Stadt: so das beliebte Rheinstrandbad, zahlreiche namhafte Vereinsgebäude sowie das Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört. Die Forstdirektion Karlsruhe hat 1988 den 160 ha großen Schonwald "Rappenwört-Großgrund" mit dem Ziel der "Erhaltung und Förderung der an das unterschiedliche Mosaik der Stromauen-Standorte angepassten Waldgesellschaften" ausgewiesen. Teil des Landschaftsschutzgebietes ist auch der Schonwald Bellenkopf (zwei Hektar auf Karlsruher Gemarkung). Das Naturschutzgebiet "Fritschlach" (siehe oben) umfasst circa 83 ha des Landschaftsschutzgebietes.
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 10 ha
Besteht seit: 1962
Das im Westen der Stadt relativ isoliert liegende Gebiet erstreckt sich von der Überflutungsaue der Alb bis zur Niederterrasse.
Es ist größtenteils bewaldet und von unterschiedlichen Höhenlagen und Überschwemmungsregimen geprägt.
Vor einigen Jahren wurden die Hybridpappeln geschlagen, die den Wald beherrschten, so dass sich nun ein naturnaher Auwald entwickeln kann.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 501 ha
Besteht seit: 22.08.1983
Das LSG Südliche Hardt zieht sich als breites Band an der Südgrenze Karlsruhes durch die Landschaftsräume Niederterrasse und Kinzig-Murg-Rinne. Entsprechend vielfältig ist seine Ausstattung. Auf den sandigen und trockenen Böden der Niederterrasse stehen vor allem kiefernreiche Wälder. Dieser Bereich wurde vom Orkan Lothar stark in Mitleidenschaft gezogen, was aber eine Umstrukturierung zu mehr Laubholzwald beschleunigt.
Das Waldgebiet Forstlach auf einem Kiesrücken der Kinzig-Murg-Rinne besteht aus Laubwald, teilweise mit Altholzbeständen von Eichen, die zumindest teilweise vom Heldbock besiedelt sind. Es ist von Gräben durchzogen, die auch einen Weiher speisen. Die westlich angrenzenden Wiesen liegen in einer ehemaligen Flussniederung. Neben Ackerland bestehen noch frische und feuchte Wiesen, teilweise extensiviert und brach gefallen. Das Gebiet ist besonders bedeutsam für Amphibien und Pioniervegetation feuchter Rohböden und ist teilweise Überflutungsraum der Alb.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 1.858 ha
Besteht seit: 03.10.1980 (Änderung der VO am 15.06.2015)
Die Nördliche Hardt ist ein Waldgebiet auf der Niederterrasse. Ursprünglich herrschte ein Buchen-Eichenwald vor.
Zu finden sind hier unter anderem bedeutsame Bestände von Alteichen mit einer speziellen und seltenen Insektenfauna, unter anderem zahlreiche hochgradig gefährdete Käferarten wie zum Beispiel der in alten Eichen lebende Heldbock.
Auf dem trocken-sandigen Boden wurde seit über 300 Jahren die genügsame Kiefer angebaut, die auch heute noch den Wald beherrscht. Der lockere, warme Wald und besonders Blößen und Schläge sind Lebensraum vom Aussterben bedrohter Vogelarten. Seit rund zwei Jahrzehnten sukzessiver Umbau des Waldbestandes zu mehr Laubwald. Botanisch interessant ist die Saumvegetation der mageren Standorte, besonders schön erhalten an alten Sandwegen.
14,4 Hektar (ha) alter Eichenbestände wurden von der Forstdirektion als Schonwald ausgewiesen.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 771 ha
Besteht seit: 09.11.2018
Das im Landschaftsraum der Kinzig-Murg-Rinne gelegene Schutzgebiet beinhaltet Waldflächen und offene Feldflur. Innerhalb des Waldes liegen das Naturschutzgebiet „Erlachsee" und der „Tierpark Oberwald". Das seit 1977 ausgewiesene Landschaftsschutzgebiet „Oberwald" wurde 2018 um die offenen Feldfluren bei Wolfartsweier und Durlach-Aue erweitert.
Der Oberwald ist ein ausgedehntes Waldgebiet mit unterschiedlichen Baumbeständen und großer standörtlicher Vielfalt (wechselfeuchte Böden, nasse Standorte, trockene Kiesrücken). Von ganz besonderer Bedeutung sind die „Mittelwälder" mit alten Eichen. Zahlreiche Bombentrichter und Tümpel bieten Amphibien einen Lebensraum, zum Beispiel dem Kammmolch. Alte Eichen dienen seltenen Käfern und Vögeln als Habitaträume, zum Beispiel dem Heldbock und dem Mittelspecht.
Innerhalb des Oberwaldes befinden sich zwei Baggerseen („Erlachsee (NSG)" und "Oberwaldsee") sowie die Waldschutzgebiete „Bannwald Rißnert" und „Schonwald Oberwald-Rißnert".
Die Feldflur Wolfartsweier/Durlach-Aue ist eine vom Gemüseanbau geprägte Feldflur auf wüchsigen Lehmböden. Anteilig finden sich Wiesen und Streuobstwiesen, Hecken und Feldgehölze, Obstbäume, Brachen sowie der von Bäumen gesäumte Hausengraben. Die Blickbeziehungen zum Bergwald und zum Turmberg prägen die offene Feldflur in besonderer Weise.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 89 ha
Besteht seit: 12.12.1980
Das Landschaftsschutzgebiet umfasst die nassen Standorte eines Bruchwaldes innerhalb der Kinzig-Murg-Rinne, dem feuchten Naturraum zwischen den Hardtplatten und der Vorbergzone/ dem Kraichgau. Im Erlenbruchwald wachsen viele Hybridpappeln. Durch Windwurf wurden in den letzen Jahren zahlreiche Hybridpappeln niedergelegt und durch Erlenpflanzungen ersetzt.
Das relativ isoliert gelegene Gebiet wird von der Autobahn durchschnitten und stark durch den Autoverkehr der Autobahn sowie der Elfmorgenbruchstraße belastet.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 372 ha
Besteht seit: 19.01.1988
Das in der Kinzig-Murg-Rinne gelegene Schutzgebiet beinhaltet den „Füllbruch" und die „Vokkenau".
Der „Füllbruch" ist ein Feuchtwald mit Ausprägungen des Erlenbruch-Waldes, Erlen-, Eschen- und Hainbuchenwaldes.
Die „Vokkenau" hingegen ist geprägt durch Offenland mit Wiesen, Streuobstwiesen, Äckern und Gärten.
Das gesamte Schutzgebiet wird von zahlreichen, von Süden nach Norden verlaufenden, natürlichen und künstlichen Gewässern gegliedert. Dies sind die Alte Bach und die Pfinz sowie der Pfinz-Entlastungskanal, der Beungraben, der Weidgraben, der Füllbruchgraben und einige weitere. Dadurch sind zahlreiche Übergangsbereiche zwischen Gewässern, bachbegleitender Ufervegetation, Feuchtwiesen beziehungsweise Wäldern als wertvolle Lebensräume seltener Pflanzen- und Tierarten entstanden.
Der Füllbruch wurde von der Forstdirektion Karlsruhe als Schonwald ausgewiesen.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 39 ha
Besteht seit: 08.01.1962
Das Gebiet grenzt an das Naturschutzgebiet Weingartener Moor an und rundet dieses ab. Es umfasst den Südteil des Grötzinger Baggersees (der Nordteil liegt im Naturschutzgebiet) und die im Süden und Südwesten angrenzenden Waldflächen mit alten Erlen und Eschen.
In den vergangenen Jahren hat sich die Wasserqualität durch die große Zahl an Badegästen stark verschlechtert. Die fehlenden Flachwasserzonen begünstigen die Probleme durch ausgedehnte, sauerstofffreie Tiefenzonen im Sommer.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 6,65 ha auf Karlsruher Gemarkung
Besteht seit: 15.10.1962
Es handelt sich um einen feuchten Geländestreifen der Kinzig-Murg-Rinne zwischen Weidgraben und A5. Der größte Teil des Landschaftsschutzgebietes liegt außerhalb der Stadt Karlsruhe im Landkreis Karlsruhe.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Schutzgebietsverordnung LSG Bruchwaldgebiet der alten Kinzig-Murg-Rinne
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 278 ha
Besteht seit: 19.01.1988
Großes zusammenhängendes Waldgebiet der Karlsruher Berghangzone mit noch in naturnaher Ausprägung vorhandenen artenreichen Buchenwäldern auf Löss und Lösslehm über Muschelkalk. Auch die hier zu findende Kulturlandschaft ist von hoher ökologischer Bedeutung. Die Geologie und das bewegte Relief (hügeliges "Plateau" mit unterschiedlich dicken Lössbedeckungen und Expositionen, relativ steile Hänge mit süd- bis südwestexponierten flachgründigen Standorten über Muschelkalk zum Pfinz- und Rheintal hin) sowie die Vielfalt kleinteiliger Nutzungen und Landschaftselemente (Äcker, frische Wiesen - Halbtrockenrasen, zahlreiche Brachen verschiedenen Alters, Hecken, Feldgehölze, Hohlen, Felsköpfe- und Bänder) sind Habitate für zahlreiche Arten gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten.
Das Gebiet ist ein Naherholungsgebiet, insbesondere für die stille Erholung.
Nur durch großen Pflegeaufwand, der teilweise von Privatpersonen geleistet wird, ist dieses Gebiet in seiner Vielseitigkeit zu erhalten.
Für alle, die gerne mehr über Biodiversität und den hohen Wert strukturierter Kulturlandschaften für die Artenvielfalt erfahren möchten, ist der Biodiversitätspfad Karlsruhe-Grötzingen der ideale Anlaufpunkt.
Schachbrettfalter Thea führt die Besucherinnen und Besucher über einen Rundwanderweg mit zahlreichen Stationen, die zum Mitmachen und Entdecken einladen.
Mehr Informationen gibt es im Flyer des Biodiversitätspfades 1,01 MB (PDF).
Nähere Informationen finden Sie hier:
Schutzgebietsverordnung LSG Grötzinger Bergwald - Knittelberg
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 293,8 Hektar (ha)
Besteht seit: 08.01.1962, Neufassung vom 15.01.2010
Im Landschaftsschutzgebiet Turmberg-Augustenberg befindet sich im Süden ein großflächiger Waldbestand, teilweise noch in naturnaher Ausbildung vorhandener Buchenwaldtypen auf Löss und Lösslehm über Buntsandstein, auch geschützt als FFH-Gebiet "Pfinzgau". Im Norden, um den Turmberg, liegt neben den Buchen- und Trockenwäldern eine offene Kulturlandschaft mit Streuobstwiesen, Hecken und Waldrändern.
Ökologisch und als kulturhistorische Zeugen besonders interessant und eindrucksvoll sind mehrere alte Hohlwege, die sich zum Teil mehrere Meter tief in den Löss eingeschnitten haben.
Vor allem der Norden stellt ein bedeutendes stadtnahes Naherholungsgebiet dar.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 202 Hektar (ha)
Besteht seit: 19.01.1988
Das Schutzgebiet liegt in einer bewaldeten Berghangzone mit naturnahen, mäßig artenreichen bis artenarmen Buchenwäldern und besonders schönen Übergängen zwischen Wald und Offenland durch teilweise üppige Saumvegetation. Auch der Ausblick auf das Rheintal ist besonders schön.
Eine Besonderheit ist auch der ökologisch gefährdete Kulturlandschaftstyp mit extensiv genutzten Wiesen unterschiedlichster Mahdrhythmen, Streuobstwiesen, Gärten und Feldhecken.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 10 Hektar (ha)
Besteht seit: 27.11.1985
Das LSG Taglöhnergärten ist ein kleines, extensiv genutztes Streuobstgebiet mit zum Teil waldnahen Wiesen, enger Verzahnung des offenen Geländes mit dem alten Waldbestand des Bergwaldes und Lebensraum zahlreicher vom Aussterben bedrohter Brutvögel.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 441 Hektar (ha)
Besteht seit: 01.09.1997
Das Landschaftsschutzgebiet umfasst große Waldbestände im Hangbereich des Rheingrabens. Großenteils handelt es sich dabei um Buchenwälder.
Ebenso gehören die Feldflurbereiche südlich von Wettersbach zum Schutzgebiet. Dies sind bedeutende Wiesenflächen, vielfach mit Obstbäumen und Glatthaferwiesen. Das Gebiet ist von langen Heckenstreifen durchzogen. Besonders um den Hatzengraben sind großflächige Wiesenbestände vorhanden, im Unterlauf des Grabens auch mit wechselfeuchten Wiesen.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Schutzgebietsverordnung LSG Grünwettersbacher Wald - Hatzengraben
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 402 Hektar (ha)
Besteht seit: 01.09.1994
Hügelland am Übergang zwischen Kraichgau und Schwarzwaldausläufern mit südexponierten trocken-warmen Hanglagen und feuchteren Tallagen. Besonders ist die alte Kulturlandschaft mit dem Verbund aus Wald, Äckern, Weiden und Wiesen mit Gehölzen. Hinzu kommt eine große Spannbreite verschiedener Glatthaferwiesen. Besonders die trockenen Glatthaferwiesen beherbergen zahlreiche bemerkenswerte Falterarten.
Die Streuobstwiesen im Gebiet sind durch den Wegfall der Pflege und die Intensivierung der Nutzung besonders gefährdet.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 331 Hektar (ha)
Besteht seit: 24.11.2015
Das Gebiet umfasst die letzte große zusammenhängende Offenland-Feldflurfläche in der Kinzig-Murg-Rinne auf Karlsruher Gemarkung.
Der Bereich östlich des Gießbachs ist vor allem durch eine kleinteilige und abwechslungsreiche Strukturierung geprägt (Streuobstwiesen, Gärten, Bäume, kleinere Äcker und Wiesen). Östlich des Gießbachs liegen großflächige Ackerschläge, durchzogen mit Gräben, die von Schilfsäumen und Weidengebüschen begleitet werden. Die Offenheit der Landschaft bietet weite Blickbeziehungen zu den Randhöhen des Rheintales oder den umgebenden Wäldern.
Der Gießbach ist Vernetzungsachse für Feuchtlebensräume und vermittelt zum Bruchwald.
Das Gebiet dient als Brut- und Winterquartier für gefährdete Vogelarten und als Trittstein für Zugvogelarten.
Weitere Informationen
Status: Landschaftsschutzgebiet
Fläche: 81 Hektar (ha)
Besteht seit: 13.02.2021
Das Landschaftsschutzgebiet "Neureuter Feldflur" liegt im Nordwesten der Stadt Karlsruhe. Das etwa 81 ha große Schutzgebiet grenzt überwiegend an Wohnbebauung. Es umfasst eine für den Naturraum typische Offenlandfläche und stellt somit einen charakteristischen Teil der Kulturlandschaft dar. Auf den typischen Sandstandorten - zum Teil auf einer Binnendüne - haben sich Sand- und Sandmagerrasen mit seltenen und gefährdeten Pflanzenarten entwickelt. Diese werden ergänzt durch den Heidesee mit seinen steilen Sandböschungen und Uferschilfröhrichten sowie zahlreichen, das Gebiet randlich gliedernden Gehölzstreifen und flächigen Feldgehölzen. Das Mosaik verschiedener Biotoptypen bietet vielen Pflanzen- und Tierarten Lebensraum.
Die Neureuter Feldflur besitzt eine hohe Bedeutung für den Biotopverbund, insbesondere für das südlich angrenzende Naturschutzgebiet "Alter Flugplatz Karlsruhe" sowie die im Osten angrenzenden flächenhaften Naturdenkmale am Grünen Weg.
Das Gebiet nimmt aufgrund seiner Lage und reizvollen Landschaft als Erholungsraum einen hohen Stellenwert ein.
Nähere Informationen finden Sie hier:
Zentraler Juristischer Dienst
Naturschutzbehörde