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Runder Tisch kommunale Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit

Der Runde Tisch zur kommunalen Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit (RT ARAD) wurde mit Beschluss des Gemeinderates 2021 eingerichtet. In wechselnden Zusammensetzungen arbeiten knapp 200 Karlsruherinnen und Karlsruher miteinander und bringen ihre Expertise in allen Feldern des Engagements gegen Diskriminierung und zur Förderung der Chancengleichheiten ein.

Schülerinnen und Schüler stehen beim Aktionstag gegen Rassismus mit Plakaten vor einer Bühne, auf der Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup spricht.

Organisation und Zielsetzung

Der RT ARAD wird unter der Federführung des Kulturamtes und des Büros für Integration vom Kulturbüro der Stadt Karlsruhe und einer externen Beraterin organisiert und koordiniert. Inhaltlich getragen wird er von einer engagierten Begleitgruppe, die sich aus dem Runden Tisch heraus bildete.

Der Auftrag an den RT ARAD war es, ein Leitbild Antirassismus und Antidiskriminierung für Karlsruhe zu entwickeln und in einem partizipativen Prozess Maßnahmen für einen möglichst diskriminierungs- und rassismus-freien Umgang innerhalb der Stadtgesellschaft vorzuschlagen. In sieben Sitzungen des RTs selbst und dreizehn weiteren Treffen der Begleitgruppe entstand ein Positionspapier 570 KB (PDF) des RT ARADs, das nach Vorberatung im Kultur- und im Integrationsausschuss am 24. Oktober 2023 im Gemeinderat beschlossen wurde.

Neben der Ausarbeitung des Leitbildes und des Positionspapiers mit seinen konkreten Vorschlägen und Visionen in insgesamt acht Wirkungsfeldern war aber auch der Prozess des Miteinanders für die Beteiligten eine bereichernde Erfahrung. Eine Umfrage im November 2023 zeigte, dass der Runde Tisch als Dialog- und Begegnungsformat sich hervorragend für eine Sensibilisierung für die Themen Rassismus und Diskriminierung eignet. 72 Prozent der an der Umfrage Teilnehmenden möchten sich weiterhin am Runden Tisch beteiligen.
 

Weitere Schritte im ARAD-Prozess

Nach der Gemeinderatsentscheidung wurde 2024 zunächst an der Priorisierung und Analyse der im Positionspapier enthaltenen Maßnahmen gearbeitet. Dabei prüften Kulturamt, Büro für Integration und weitere Dienststellen, welche Aufgaben kurzfristig umsetzbar sind und wie sie in bestehende Strategien der Stadt eingebettet werden können. Parallel entstand ein Konzept für eine neue städtische Organisationseinheit, die künftig die Themen Chancengerechtigkeit, Vielfalt sowie Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit bündeln soll. 

Auf Wunsch des Oberbürgermeisters wurde 2025 das Format des Runden Tisches wieder aufgenommen. Das große Interesse beim Treffen im Mai bestätigte dessen Bedeutung für Austausch und Vertrauen zwischen Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft. Viele Anliegen aus dem Positionspapier wurden bereits angestoßen. Gleichzeitig betonte die Verwaltungsspitze, dass die Umsetzung dauerhaft in allen Dienststellen verankert werden müsse. Angesichts der schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen der Stadt müsse eine organisatorische Umsetzung mit Augenmaß erfolgen. Dies könne nur über einen längeren Zeitraum erreicht werden. Aktuell wird die weitere Ausformung eines neuen Amtes für Vielfalt und Zusammenhalt (Arbeitstitel) mit den Akteurinnen und Akteuren erarbeitet. Ein weiterer Runder Tisch fand im Oktober 2025 statt. 

Interesse an Teilnahme?

Ein Einstieg in den Runden Tisch steht grundsätzlich allen Einrichtungen und Menschen offen, die sich beruflich und / oder persönlich gegen Diskriminierung und Rassismus und für eine verbesserte Chancengerechtigkeit engagieren und ihre Expertise in den RT ARAD einbringen möchten.

Bei Interesse an einer Teilnahme am Runden Tisch wenden Sie sich an das der Stadt Karlsruhe.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihr Engagement!

Kontakt

Kulturamt

Christoph Rapp

Kulturbüro Fachbereich 2

Karl-Friedrich-Straße 14 – 18

76133 Karlsruhe

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