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Soziale Quartiersentwicklung - Umsetzung

Mit einer sozialräumlichen, stadtteilbezogenen Arbeitsweise und durch die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger als Expertinnen und Experten bietet sich für die Stadt Karlsruhe die Chance, Themen und Zielgruppen im Sinne einer inklusiven, integrativen Perspektive miteinander zu verbinden und gleichzeitig auf spezifische Bedarfe einzugehen.

Aufgaben und Ziele der Stadtteilkoordination

Die unterschiedlichen Lebenslagen, Lebensphasen und die Vielfalt der Menschen wirken sich auf die Möglichkeiten und Bedürfnisse der Lebensgestaltung aus. Bewohnerinnen und Bewohner gestalten ihren Stadtteil und das Zusammenleben. Eine auf die Lebenswelt und Lebenslage ausgerichtete Arbeit im Stadtteil bietet neue Teilhabechancen und leistet einen Beitrag, um Rückzugstendenzen zum Beispiel durch eingeschränkte Mobilität oder Erkrankungen und Vereinsamung im Alter abzumildern.

Die Gestaltung des Stadtteils sowie der Zugänge zum Bildungs-, Beratungs-, Hilfe- und Unterstützungssystem ist von hoher Bedeutung.

Die Stadtteilkoordination hat eine Brücken- und Transferfunktion zwischen einer gesamtstädtischen und stadtteilspezifischen Sicht, zwischen Stadtteilebene und Verwaltung. Diese dient dazu, gesamtstädtische und übergreifende Strategien und Ziele mit stadtteilspezifischen und lokal verankerten Ansätzen zu verbinden. Das Team der Stadtteilkoordination unterstützt den Informationsaustausch und das Zusammenwirken der Bürgerschaft, Vereine und Initiativen, der Träger und anderer lokaler Akteure.

Zudem bindet es themen- und bedarfsbezogen städtische Stellen und Dienste mit ein. Es arbeitet partnerschaftlich mit den Bürgervereinen im jeweiligen Stadtteil zusammen, die den Stadtteil in seiner Themenvielfalt repräsentieren können. Mit dem Amt für Stadtentwicklung ist eine intensive Zusammenarbeit erforderlich, um die Arbeit der Bürgerzentren, bürgerschaftliches Engagement und Bürgerbeteiligung stadtteilspezifisch zu unterstützen.

Grundlagen der Stadtteilkoordination Karlsruhe

Folgende Eckpunkte sind im Konzept der Sozialen Quartiersentwicklung dargelegt:

  • Ein Planungsgebiet umfasst mehrere Stadtteile
  • Pro Planungsgebiet wird eine Stadtteilkoordination eingesetzt
  • Aufgabe der Stadtteilkoordination ist Koordination und Vernetzung von Angeboten, Akteuren und Kommunikation im Planungsgebiet

Im Konzept wird davon ausgegangen, dass mit insgesamt sechs Stellen eine flächendeckende Versorgung aller 27 Stadtteile erreicht werden kann. Für die Umsetzung wurde von der Verwaltung ein stufenweiser Ausbau mit zunächst drei Stellen für zwei Jahre avisiert, dem dann ein weiterer Ausbau folgen sollte.

 

In folgenden Stadtteilen ist aktuell eine Stadtteilkoordination eingesetzt:

Seit Januar 2021 kann die Stadtteilkoordination im Rahmen des Förderprogramms „Quartiersimpulse“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration ihre Arbeit auf den Stadtteil Beiertheim-Bulach ausweiten. Durch die Fördermittel ist es möglich, gemeinsam mit dem Bündnis „Gut leben und älter werden in Beiertheim und Bulach“, in dem, sich die Bürgervereine Beiertheim und Bulach und die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden zusammengeschlossen haben und in dem verschiedene Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil sich ehrenamtlich und mit großem Engagement einbringen, die Pflege und wohnortnahe Versorgung für ältere Menschen in Beiertheim-Bulach zu stärken.

In einem zweijährigen Projekt werden die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Akteure von Professorin Cornelia Kricheldorff von der katholischen Hochschule in Freiburg in der Planung und Umsetzung begleitet. Ziel ist es, in einem gemeinsamen Lern- und Entwicklungsprozess zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern von Bulach und Beiertheim ein Gesamtkonzept zu entwickeln und umzusetzen, dass verschiedene Elemente integriert und bauliche Entwicklungschancen nutzt. Aspekte dabei sind

  • Treffpunkte und Orte der Begegnung
  • Pflege und Beratung
  • alternative Wohnmodelle und ein Generationenhaus
  • Netzwerke und gute Nachbarschaft
  • Gutes Zusammenspiel zwischen Hauptamt und Ehrenamt
  • die entsprechende Weiterentwicklung der städtischen Rahmenbedingungen und Übertragung einer guten Praxis im Stadtteil auf andere Stadtteile


Projektförderung

Das Projekt im Rahmen des Programms „Quartiersimpulse | Beratung und Umsetzung von Quartiersprojekten vor Ort“ vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration gefördert.


Kontakt

0721 133-6996

Von November 2019 bis Oktober 2020 konnte die Stadtteilkoordination im Rahmen des Förderprogramms „Sonderprogramm Quartier“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration ihre Arbeit auf den Stadtteil Daxlanden ausweiten.

Beim ersten Stadtteilnetzwerktreffen kamen knapp 40 haupt- und ehrenamtlich Tätige zusammen. Gemeinsam wurden zentrale Themen für den Stadtteil festgelegt, die teils in Arbeitsgruppen weiterbearbeitet werden. Im Rahmen der Arbeitsgruppe „Spiel, Sport, Bewegung und Mobilität“ konnten Prof. Dr. Schwarz (PH) und Dr. Wäsche (KIT) ihre Forschung „Kooperative Sport- und Bewegungslandschaften – Quartiers- und Sportentwicklung in Karlsruhe-Daxlanden“ vorantreiben. Ergebnisse und Handlungsempfehlungen aus der Forschung werden in der Arbeitsgruppe weiter diskutiert.

Die Arbeitsgruppe „Quartiere und Bauprojekte“ kommt zusammen, um insbesondere bauliche Entwicklungen und Projekte der Volkswohnung im Stadtteil in den Blick zu nehmen. Welche Perspektiven gehen für das Quartier mit den städtebaulichen Veränderungen einher? Welche neuen Möglichkeiten entstehen im August-Klingler-Areal?

Die Stadtteilkoordination kooperiert eng mit dem Quartiersprojekt und dem Kinder- und Jugendhaus WEST, wenn es um die dezentrale Ausrichtung städtischer Angebote geht. Beispielsweise findet ein Teil des Europäischen Filmfestivals der Generationen jedes Jahr auch in Daxlanden statt.

Der E-Mailverteiler umfasst mittlerweile mehr als 70 Empfängerinnen und Empfänger, die regelmäßig von der Stadtteilkoordination über Angebote, Förderprogramme und Ausschreibungen. informiert werden. Unter diesen sind wichtige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die Informationen auch an „stillere Gruppen“ weitergeben.

Außerdem wird der Verteiler auch von den Mitgliedern genutzt, um beispielsweise Informationen weiterzuleiten oder Gesuche zu versenden.

Die Stadtteilkoordination vermittelt bei konkreten Anfragen, um zum Beispiel Material auszuleihen oder Räume zu nutzen, auf direktem Wege weiter.

 

Aktive in Netzwerktreffen:

  • Allgemeiner Sozialer Dienst, Sozial- und Jugendbehörde
  • Bürgerverein Daxlanden
  • Caritas, Quartiersprojekt und Lotsenprojekt
  • Ev. Hoffnungsgemeinde
  • Grundschule Daxlanden
  • Kinder- und Familienzentrum Thomas-Mann-Straße
  • Schülerhort Nußbaumweg
  • stja, Kinder- und Jugendhaus WEST
  • Schulsozialarbeit, Sozial- und Jugendbehörde

 

Kontakt

0721 133-6996  

Von 2007 bis 2021 wurde Mühlburg durch das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ gefördert. Im Rahmen der Landesstrategie „Quartier 2020 – Gemeinsam. Gestalten.“ des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration wurde der Stadtteil schließlich als eines von 53 Pilotprojekten in Baden-Württemberg ausgewählt. Mit der Förderung konnte die Stadtteilkoordination ihre Arbeit für Mühlburg aufnehmen.

Das Stadtteilnetzwerk in Mühlburg umfasst zahlreiche Akteurinnen und Akteure, die sich als Verantwortungsgemeinschaft begreifen. Bei den zwei Mal jährlich stattfindenden Netzwerktreffen kommen sie zusammen, bringen sich auf den neuesten Stand, beginnen Kooperationen oder schmieden Pläne für das Stadtteilnetzwerk. Die Netzwerktreffen bieten Raum für Austausch über sozial relevante Themen und bringen Menschen mit zahlreichen Erfahrungen und Expertise aus dem Stadtteil zusammen.

Trotz teils unterschiedlicher Zielgruppen werden immer wieder neue Kooperationen eingegangen. Auch die Stadt Karlsruhe ist hier beispielsweise durch das Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz mit dem Programm „Gesund aufwachsen in Mühlburg“ vertreten und kooperiert an unterschiedlichen Stellen.

Die Stadtteilkoordination arbeitet darüber hinaus eng mit dem Bürgerverein Mühlburg und dem Bürgerzentrumsverein zusammen.

Der E-Mailverteiler umfasst mittlerweile mehr als 100 Empfängerinnen und Empfänger, die regelmäßig von der Stadtteilkoordination über Angebote, Förderprogramme und Ausschreibungen informiert werden. Unter diesen sind wichtige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die Informationen auch an „stillere Gruppen“ weitergeben.

Außerdem wird der Verteiler von den Mitgliedern genutzt, um Informationen weiterzuleiten oder Gesuche zu versenden.

Die Stadtteilkoordination vermittelt bei konkreten Anfragen, um zum Beispiel Material auszuleihen oder Räume zu nutzen, auf direktem Wege weiter.
 

Aktive in Netzwerktreffen:

  • Allgemeiner Sozialer Dienst, Sozial- und Jugendbehörde
  • AWO, Internationaler Elterntreff
  • Büro für Mitwirkung und Engagement, Amt für Stadtentwicklung
  • Drais-Gemeinschaftsschule
  • DRK, Christian-Griesbach-Haus
  • Ehrenamtliche Engagierte aus dem Stadtteil
  • Ev. Erwachsenenbildung
  • Ev. Karl-Friedrich-Gemeinde
  • Gesundheitsförderung, Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz
  • Johannes Mosbach Diakonie, Wohnhaus Feldstraße
  • Kath. Familienzentrum Mühlburg
  • Paritätische Sozialdienste
  • Pro familia, Startpunkt Elterncafé
  • Sprecht miteinander e. V.
  • stja e. V., Kinder- und Jugendhaus Mühlburg
  • Tiyatro Diyalog e. V.
  • Turnerschaft Mühlburg
  • Schulsozialarbeit, Sozial- und Jugendbehörde

 

Kontakt

0721 133-5758

Das Miteinander im Stadtteil gestalten

Es stehen NIS Fördergelder in Höhe von 10.000 € im Jahr für Mühlburg zur Verfügung.

Mit den beantragten NIS-Mitteln möchte die Stadt Karlsruhe einen Verfügungsfonds einrichten, aus dem Projekte finanziert werden können, die die Beteiligung und Mitgestaltung der Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils aller Generationen fördern. Bürgerschaftliches Engagement, Inklusion sowie die Stärkung des generationenübergreifenden und transkulturellen Zusammenhalts sollen unterstützt werden.

Angestrebt wird die Förderung von Projekten, die insbesondere vulnerable Gruppen in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe stärken, wie zum Beispiel alleinlebende ältere Menschen, die von Einsamkeit bedroht sind oder Menschen mit Migrationshintergrund, die von den bestehenden Angeboten nicht erreicht werden. Um den Zusammenhalt im Stadtteil zu stärken, verschiedene Expertisen zusammenzubringen und möglichst viele Menschen mit den Projekten zu erreichen, sind Kooperationsprojekte von besonderem Interesse. Alle Personen und Gruppen die Lust haben, mit anderen Menschen in der Innenstadt Ost ein solches Pro­jekt zu gestalten, haben die Möglich­keit, eine ­fi­nan­zi­el­len Förderung zu beantragen.

Die Mittel des Landes werden aus dem För­der­pro­gramm „Nichtin­ves­tive Städte­bau­för­de­rung (NIS)" des Minis­te­ri­ums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungs­bau zur Ver­fü­gung gestellt.

Projekt­an­träge können Online einge­reicht wer­den. Es gelten folgende Antrags­fris­ten des je­wei­li­gen Jahres: 31. März, 30 Juni, 15. Oktober, 31. Dezember. Über die Vergabe entschei­den Vertre­te­rin­nen und Vertre­ter ­ver­schie­de­ner Insti­tu­tio­nen im jeweiligen Stadtteil und der Stadt­ver­wal­tung.


Kontakt

Stadt­teil­ko­or­di­na­tion

0721 133-5758 

Das Miteinander im Stadtteil gestalten

Initiativen, Institutionen und Einzelpersonen, die in der Innestadt- Ost Projekte realisieren möchten, haben die Möglichkeit, einen finanziellen Zuschuss zu beantragen. Im Zentrum steht dabei die Idee, die gesellschaftliche Teilhabe aller Generationen zu unterstützen und die gemeinschaftliche Gestaltung des Zusammenlebens im Stadtteil zu fördern.

Die Fördermittel werden über einen sogenannten Verfügungsfonds verwaltet, der vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe finanziert wird. Die Mittel des Landes werden aus dem Förderprogramm „Nichtinvestive Städtebauförderung (NIS 2021)" des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau zur Verfügung gestellt.

Projektanträge können bei der Stadtteilkoordination eingereicht werden. Für Projektanträge gelten folgende Antragsfristen des jeweiligen Jahres: 31. März, 30 Juni, 15. Oktober, 31. Dezember. Über die Vergabe entscheiden Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Mühlburger Institutionen und der Stadtverwaltung. Für weitere Informationen wenden Sie sich an die Stadtteilkoordination.


Kontakt

Stadtteilkoordination

0721 133-5758

Von 2019 bis 2021 führte das Amt für Stadtentwicklung zusammen mit dem Verein „Generationen.Dialog.Zukunft – Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e. V.“ den Prozess zur Erarbeitung eines Stadtteilentwicklungskonzeptes durch. Dieser sogenannte STEK-Prozess lief unter dem Titel „Soziales Oberreut – Zusammenleben und Gemeinschaft gestalten“.

Ab Ende 2020 wurde die Stadtteilkoordination in laufende Entwicklungen einbezogen, um auch nach Ablauf des Prozesses eine Brücke in den Stadtteil hinein zu bilden. Die Stadtteilkoordination befindet sich aktuell in enger Abstimmung mit dem Amt für Stadtentwicklung und dem Kulturamt, um ihre Netzwerkarbeit weiter auszubauen und an bestehende Arbeitskreise anzupassen.

Die Zusammenarbeit mit dem Quartiersprojekt vor Ort ist bereits sehr eng, die Stadtteilkoordination unterstützt dieses in seinen Angeboten, Anliegen und Vorhaben. 

 

Kontakt

0721 133-6996

 

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