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Verkehrstechnik

In Karlsruhe gibt es 257 Licht­si­gnal­an­la­gen (Stand 2020). Dazu kommen noch etwa 60 Signal­an­la­gen, die von den Ver­kehrs­be­trie­ben Karlsruhe betreut und die nur aktivier­t wer­den, wenn der Straßen­bahn­ver­kehr dies erfordert.

Die Abbildung zeigt eine Ampel.

Aktuelles

„Mehr Verkehrssicherheit“ bedeutet manchmal auch „mehr Rot“.

Die Ampelanlage an der Kreuzung Adenauerring/Willy-Brandt-Allee bekam am 26. Oktober 2025 ein neues Signalprogramm.

Der Grund hierfür war die Vielzahl an Abbiegeunfällen, die die Kreuzung zur Unfallhäufungsstelle werden ließen.

Der ursprüngliche planerische Ansatz, den rechts ein- und abbiegenden Verkehr weitgehend frei fließen zu lassen, konnte nach den Unfällen, die überwiegend auf unaufmerksames Abbiegen zurückzuführen sind, nicht mehr aufrechterhalten werden.

Die Unfallkommission, in der unter anderem das Ordnungs- und Bürgeramt, das Tiefbauamt, das Stadtplanungsamt und die Polizei vertreten sind, hatte deshalb beschlossen, die Ampelanlage so anzupassen, dass ein Rechtsabbiegen künftig ausschließlich bei Grün möglich ist.
 
Die nun geänderte Ampelschaltung bewirkt daneben auch, die  Wartepflicht von Kraftfahrzeugen gegenüber dem Fuß- und Radverkehr, der aus der gleichen Richtung kommt (§9 StVO) zu verdeutlichen.

Durch die Änderung entstehen jedoch vor allem auf dem Rechtseinbiegefahrstreifen vom Stadion kommend in Richtung Willy-Brandt-Allee in den Nachmittagsstunden längere Staus, die durch Verkehrsverlagerungen verstärkt werden, die die Baustelle auf der B 36 bei der Siemensallee verursacht. An dieser Verkehrsbeziehung wird das Tiefbauamt allerdings noch signaltechnisch nachjustieren, um die Situation zu entspannen.
 
Die Änderung ist ein weiterer Beleg dafür, dass das Fehlverhalten einiger zu einer stärkeren Reglementierung aller führt.

Ampelanlage an der Kreuzung Adenauerring/Willy-Brandt-Allee

Lichtsignalanlagen

Eine häufig gestellte Frage an die Stadtverwaltung betrifft die Grünzeiten der Fußgängersignale.

Grundsätzlich wird sichergestellt, dass während der Grünzeit bei einer durchschnittlichen Gehgeschwindigkeit, das sind rund 1,2 Meter pro Sekunde, mindestens zwei Drittel der Fußgängerfurt gequert werden kann.

Dabei wird eine minimale Grünzeit von sieben Sekunden geschaltet, die bei längeren Furten entsprechend der oben genannte Maßgabe länger sein kann. Erst danach wechselt das Signal auf Rot.

Im Anschluss an die Grünzeit ist grundsätzlich eine Räumzeit versorgt, während der das sichere komplette Räumen der Furt gewährleistet ist, selbst wenn man erst zur letzten Grünsekunde die Straße betritt. Auch hierbei ist die durchschnittliche Gehgeschwindigkeit die Berechnungsgrundlage.

Der überwiegende Teil der städtischen Lichtsignalanlagen – mehr als 200 – sind am Verkehrsrechner der Stadt Karlsruhe angeschlossen.

Dieser ist unter anderem auch die Steuerzentrale für das Parkleitsystem. Über ihn wird der Ausfall oder eine Störung der Lichtsignalanlagen detektiert und die Störungsbeseitigung eingeleitet. Zudem bietet er die Möglichkeit, die Signalisierungszustände (Ampelphasen) zu protokollieren und zu visualisieren.

Die Verkehrslage wird über mehrere Messquerschnitte im gesamten Stadtgebiet ermittelt. Hierzu werden entweder Induktionsschleifen in der Fahrbahn verbaut, die eine Zählung des Verkehrs ermöglichen, oder aber es werden sogenannte Über-Kopf-Detektoren installiert, die je nach Technik zusätzlich zur Verkehrsmenge auch die Erfassung der Geschwindigkeiten ermöglichen und aus diesen beiden Werten eine Aussage zur Verkehrsqualität zulassen. Sämtliche Messquerschnitte sind am Verkehrsrechner der Stadt Karlsruhe angeschlossen und können über diesen ausgewertet werden.

Der Verkehr auf der Südtangente (B 10, K 9657) wird über drei dynamische Informationstafeln über Staus, Baustellen und andere verkehrlich relevante Ereignisse informiert.

Die Stauerkennung erfolgt über Detektoren, die über den gesamten Streckenzug der Südtangente installiert wurden. Diese senden Ihre Werte an den Verkehrsrechner, der wiederum aus den Detektorwerten die Verkehrslage errechnet und über die gestauten Streckenabschnitte fahrtrichtungsbezogen Textmeldungen vollautomatisch generiert, die auf den dynamischen Informationstafeln dann angezeigt werden.

Hinweise auf Baustellen und andere verkehrlich relevante Ereignisse werden manuell – ebenfalls über den Verkehrsrechner – programmiert. Im Grundzustand werden Datum, Uhrzeit und die Umgebungstemperatur angezeigt.

Tiefbau und Verkehrsinfrastruktur

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