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Globalisierung, Digitalisierung, Klimawandel: Auf viele aktuelle Entwicklungen kann man mit internationaler Zusammenarbeit besonders wirksam reagieren. Dafür gibt es in Karlsruhe viel kommunale Unterstützung. Die Stadt bietet starke Netzwerke und Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft, um die international bestehenden und entstehenden Marktchancen für Unternehmen lokal nutzbar zu machen und selbst aktiv zu einer nachhaltigen globalen Entwicklung beizutragen.
Die Wirtschaftsförderung kann Wege ebnen in ausgewählte Zielmärkte. Impulse gibt es bei zielgerichteten Veranstaltungen und Delegationsreisen. Außerdem entstehen Projektkonsortien mit internationaler Ausrichtung. Es gibt enge Verbindungen zu den Partnerstädten, langjähriges Engagement im deutsch-französischen Pamina-Raum sowie das Karlsruher India Board Office in der indischen High-Tech-Stadt Pune, das gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg betrieben wird. Hinzu kommen gute Vernetzungen auf dem afrikanischen Kontinent.
Wir sprechen international. Die Wirtschaftsförderung bietet sich als Bindeglied in beide Richtungen an: Als Ansprechpartner für alle, die sich für Karlsruhe als Standort interessieren – und auch für alle, die in und um Karlsruhe niedergelassen sind und neue Märkte erschließen wollen.
Wer über eine Niederlassung in Karlsruhe nachdenkt, kann den umfangreichen Willkommens-Service der Wirtschaftsförderung nutzen. Dazu gehört persönliche Begleitung während des gesamten Ansiedlungsprozesses ebenso wie die Einbindung in starke Branchennetzwerke im Bereich IT, Energie, Automotive und Kreativwirtschaft.
Vernetzung und Impulse über die deutsch-französische Grenze hinweg: Darum kümmert sich der PAMINA Business Club. Einbezogen sind Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung im Raum Nordbaden, Südpfalz und Nord-Elsass. Seit über 20 Jahren ist PAMINA erfolgreich aktiv und sorgt dafür, dass Themenfelder wie Mobilität, erneuerbare Energien, Künstliche Intelligenz und Existenzgründung in der gesamten Region vorankommen.
Das regionale deutsch-französische Netzwerk PAMINA Business Club gilt als ein Pionier der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Innovation und Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung werden hier vernetzt. Das gelingt besonders gut, weil viele bestehende Netzwerke eingebunden sind: beispielsweise RESILAN (Résau d’Industriels Innovants d’Alsace du Nord) aus dem Elsass oder das Automotive.Engineering.Network (aen) aus Karlsruhe. Hinzu kommen Partnerschaften, beispielsweise mit der Direction des Relations Européennes et Internationales in Straßburg im Rahmen des Walter-Hallstein-Projekts.
Vor über 20 Jahren startete das Projekt als „PAMINA Club der Wirtschaftsförderer“. Inzwischen hat eine strategische Neuaufstellung und Öffnung stattgefunden mit der neuen Marke „PAMINA Business Club“. Über 50 Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Kammern und Gemeinden aus dem deutsch-französischen Kooperationsraum sind bereits Teil des freiwilligen Zusammenschlusses. Rückenwind für die Arbeit des PAMINA Business Club gab es durch den Aachener Vertrag von 2019 zur vertieften deutsch-französischen Kooperation.
Die PAMINA Region wächst stärker zusammen und erhält Gewicht in Europa. Nicht zuletzt durch den Beitritt des Département Bas-Rhin zur Technologieregion Karlsruhe. Viele sehen darin den Auftrag, die Zukunft im Grenzraum weiter gemeinsam aktiv zu gestalten.
Für gelebte Partnerschaft sorgt auch das Format „PAMINA on Tour“. Es bietet Blicke über den Tellerrand hinaus, beispielsweise beim Kennenlernen von Innovationzentren oder Besichtigungen. Über Netzwerktreffen in München und Paris entstand auch eine Partnerschaft mit der Wirtschaftsförderung Paris Region Entreprise.
Gemeinsam treiben die Akteure viele Themen voran: Nachhaltige und grenzüberschreitende Mobilität, erneuerbare Energien, Künstliche Intelligenz und Existenzgründung, ein weiterer Fokus gilt der Kreativwirtschaft. Damit das gelingt, werden viele vorhandene Ansätze und Projekte zusammengeführt: SmartCities-Programme, Technologietransfer und Wissenschaftseinrichtungen der Regionen. Man hat lebendige Austauschplattformen für Mitglieder geschaffen, außerdem themenfokussierte „Zukunftswerkstätten“, und all das strahlt aus in die Regionen. Während der Corona Krise gab es einen Austausch von Best Practice Wissen rund um die Rettung der Innenstädte – das half auf allen Seiten dabei, die Krise gemeinsam zu bewältigen.
Seit 2015 gibt es das India Board Karlsruhe, ein Netzwerk, das Kooperationen mit Indien voranbringen soll. Die Plattform kümmert sich um die langfristige Vernetzung von Partnern mit Indien-Bezug, mit sichtbaren Erfolgen.
Indien ist ein enormer Wachstumsmarkt. Die größte Demokratie der Welt mit über 1,41 Milliarden überwiegend jungen Einwohnerinnen und Einwohnern – und ein Land im Umbruch. Wirtschaftlich interessant wird Indien mit seinen 100 Smart Cities, weltbekannter IT-Kompetenz und großem Innovationspotential. 2015 hat Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup das India Board Karlsruhe ins Leben gerufen. Das erklärte Ziel: Die Chancen nutzen, die sich für die Region Karlsruhe ergeben durch gute Vernetzung und Kooperationen mit Indien.
Inzwischen umfasst das India Board weit über 100 Mitglieder. Im Netzwerk werden Synergien geschaffen, Veranstaltungen und Delegationsreisen organisiert, Investitionen nach Karlsruhe ebenso wie Markteintrittsbegleitung nach Indien vorangebracht. Konkrete Kooperationsprojekte werden gefördert, auch der Austausch im Bildungswesen und interkulturelle Aspekte wie das jährliche India Summer Days Festival in Karlsruhe. Wer Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur oder Institutionen vertritt und sich für Indien interessiert, ist eingeladen, das India Board kennenzulernen, sich aktiv einzubringen und zu profitieren.
Karlsruhe präsentiert sich gegenüber den indischen Partnern als international aktiver Innovationsstandort mit seinen Kernkompetenzen und Netzwerken. Beispielsweise ging es um die Einführung eines Public Bike Sharing Modells oder die Konzeption nachhaltiger Quartiere und Business-Parks. Durch Technologietransfer und Wissensaustausch auf Augenhöhe entsteht ein Mehrwert für Karlsruhe und zugleich werden globale Herausforderungen wie der Klimawandel angegangen. Engpässe in Lieferketten können durch verlässliche indische Partner gelöst werden.
Das India Board arbeitet eng mit der Karlsruher Repräsentanz in der indischen High-Tech-Metropole Pune zusammen, dem India Board Office in Pune.
Schon 2014, als Vorreiterin in der Internationalisierung, gründete Karlsruhe ein eigenes Kooperationsbüro in Pune. Dies gilt als „Oxford des Ostens“ und hat fünf Millionen Einwohner. Es liegt im Staat Maharashtra, dessen Hauptstadt Mumbai ist. In seiner Transformation in eine grüne, nachhaltige „Smart City“ ist Pune indienweit im Ranking unter den Top 10 (Schwerpunkte: Transport und Mobilität, Energie, Wasser und Abfallmanagement). Pune ist der Ort mit den meisten deutschen Firmenansiedlungen in ganz Indien, viele davon stammen aus Baden-Württemberg.
Das Kooperationsbüro wird seit der Gründung geleitet von der Firma Let’s bridge IT. Seither wurden zwei weitere Repräsentanz-Büros unter demselben Dach angesiedelt: Nun sind dort auch das Land Baden-Württemberg sowie die Hochschulföderation Südwest (HfSW) vertreten.
Ansprechpartner im India Board Office in Pune sind Iris Becker (Let’s bridge IT) und ihr Team. Sie haben sich darauf spezialisiert, deutsch-indische Kooperationen anzubahnen und zu begleiten. Mit Fingerspitzengefühl und Begeisterung haben sie ein stabiles, zuverlässiges Netzwerk für Karlsruhe in Maharashtra aufgebaut. Im Netzwerk der deutschen und indischen Partner werden laufend interessante Geschäftsmöglichkeiten identifiziert und aktuelle Themenfelder bespielt. So agiert das Team als kompetenter Türöffner. Auf die verlässlichen Strukturen auch auf indischer Seite können Interessierte jederzeit zugreifen.
Das Welcome Center TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer gelebten Willkommenskultur und ein wichtiger Baustein zur Gewinnung von Fachkräften. Mit dem digitalen Willkommensportal und dem Aufbau des physischen Welcome Centers als erste Anlaufstelle für neu zugezogene internationale Bürgerinnen und Bürger soll die Region als international attraktiver Lebens- und Arbeitsort sichtbar werden.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt kommt dem Welcome Center eine Schlüsselrolle zu. Faktoren wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das Freizeit- und Kulturangebot und die Rundum-Betreuung gewinnen bei der Standortfrage immer mehr an Bedeutung. Im Sinne des weiteren Ausbaus der Technologie- und Wissenschaftsdichte und insbesondere der Deckung des wachsenden Personalbedarfs im MINT-Bereich soll das künftige Welcome Center seinen Schwerpunkt bei der Rekrutierung und Integration entsprechender Fachkräfte setzen. Aber auch Engpassberufe sollen in den Fokus genommen werden, dazu zählen vor allem Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegewesen.
Das digitale Willkommensportal bietet vor allem in der Ankommensphase Information und Orientierung, etwa bei der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse sowie bei Fragen zu Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Leitfäden und Kontakte zeigen auf, welche Behördengänge wie zu bewältigen sind, um Fuß fassen und einen Beitrag zur Weiterentwicklung der TRK leisten zu können. Hinweise zu arbeitsrechtlichen und beruflichen Grundlagen werden ergänzt durch regional- und lokalspezifische Informationen zu Themen wie Wohnen, Spracherwerb, Kinderbetreuung, Schulbildung, Gesundheit, Freizeit, Kultur.
Wirtschaftsförderung
Internationalisierung, Zielmarkt Frankreich