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Zoologischer Stadtgarten

Der Zoologische Stadtgarten ist der beliebteste Bürgerpark der Stadt. Der Park ist auch die älteste und mit seinen 22 Hektar die größte innerstädtische Parkanlage.

Das Bild zeigt die Trittsteine im Teich des Japanischen Gartens.

Heute besteht der Zoologische Stadtgarten aus dem Stadtgarten mit seinen vielen thematischen Gärten und Bereichen sowie dem Zoo mit seinen zahlreichen Tiergehegen. Ergänzt wird dieses vielfältige Angebot durch Gastronomie und Kinderspielplätze.

Im Stadtgarten findet man imposante Bäume aus vielen Ländern, Rosen in über 100 Sorten, abwechslungsreiche Stauden- und Sommerblumenpflanzungen. Der Zoo beherbergt Tiere in über 250 Arten - vom Elefanten bis zu den kleinen Erdmännchen.

Das Bild zeigt das Vierordtbad und den Hygieia-Brunnen am Festplatz.

Der Stadtgarten geht aus mehreren historischen Anlagen hervor, welche die Promenade im Sallenwäldchen, der Tiergarten, der Festplatz mit dem Vierordtbad und die Fest- und Ausstellungshalle waren. Damit beginnt im Jahre 1877 die eigentliche Geschichte des Stadtgartens. Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1823 zurück, als hier schon erste Anlagen gärtnerisch betreut wurden.

Der neu gegründete Stadtgarten präsentierte sich zunächst als Landschaftspark mit regelmäßigen Anlagenteilen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde er um mehrere architektonisch gestaltete Sondergärten bereichert. 1913/14 erfolgte im Zusammenhang mit der Verlegung des Bahnhofs an den heutigen Standort eine Erweiterung nach Westen.

In den Jahren 1963-1967 unternahm die Stadt Karlsruhe eine fundamentale Umgestaltung der Anlagen im Rahmen der Bundesgartenschau 1967.

Der Stadt­gar­ten ist heute als Sachge­samt­heit ein Kultur­denk­mal gemäß §2. Denkmal­schutz­ge­setz Baden-Württem­berg. Trotz seiner langen und wechselvollen Geschichte präesentiert er sich als hervorragend erhaltenes Zeugnis der Freiraumgestaltung der späten 1960er Jahre.

Das Bild zeigt die Gondoletta auf dem See im Zoologischen Stadtgarten mit Frühlingsblumen im Vordergrund.
Das Bild zeigt den Rosengarten im Zoologischen Stadtgarten.
Das Bild zeigt eine Herbstimpression mit der Bestuhlung der Seebühne im Zoologischen Stadtgarten.
Das Bild zeigt den Japanischen Garten im Zoologischen Stadtgarten im Frühling.
Das Bild zeigt eine Brücke über dem Stadtgartensee mit Gondoletta im Zoologischen Stadtgarten.
Das Bild zeigt ein herbstliches Staudenbeet im Zoologischen Stadtgarten.
Das Bild zeigt einen Weg auf dem Lauterberg und ein Informationsschild über Vögel im Zoologischen Stadtgarten.
Das Bild zeigt zwei Tierpfleger bei der Pflege von zwei Elefanten im Zoologischen Stadtgarten.
Das Bild zeigt eine Gruppe Pinguine, die in ein Wasserbecken im Zoologischen Stadtgarten springen.

Wenn man den Zoologischen Stadtgarten von Norden betritt öffnet sich zunächst der Blick auf den Stadtgartensee. Gleich zur Linken könnte man in ein kleines Boot der seilgezogenen Gondoletta steigen, aber wer etwas mehr vom Park erleben will, geht natürlich zu Fuß.

Rechts, am westlichen Seeufer, betritt man zunächst den Rosengarten. An der Stelle einer früheren Jugendstilanlage wurde er zur Bundesgartenschau 1967 eingerichtet. Die Ausgestaltung des Grundrisses und der Gerüste für die Kletterrosen sind typisch für diese Epoche: Polygonale und fließende Formen, leichte Konstruktionen, offene Räume, schwingende Wege.

Manchmal hat man auch Gelegenheit, auf der benachbarten Seebühne ein Konzert mitzuerleben oder einer Märchenerzählerin zuzuhören. Im Übergang vom Rosengarten zum Japangarten entstand 2016 ein neuer Duft- und Tastgarten.

Der Karlsruher Japangarten ist einer der ältesten in Deutschland. Mit einer Steinlaterne und Samen, die ein Karlsruher Arzt 1913 aus Japan mitbrachte, begann seine Geschichte. Im Laufe von hundert Jahren wurde er ständig erweitert und zur Bundesgartenschau 1967 wurde er in seiner heutigen Form umgebaut. Im Frühjahr 2018 wurde der Japangarten durch den Bau eines Teehauses ergänzt, in welchem die Deutsch-Japanische Gesellschaft Teezeremonien durchgeführt.

An der Wand des Auflagers der Stadtgartenbrücke kann man das Keramik-Relief „Bremer Stadtmusikanten“ von Emil Sutor besichtigen, welches ursprünglich den Tunnel unter der Tiergartenstraße zierte. Die Trennung durch den Autoverkehr aufzuheben und stattdessen den Park unter einer großzügigen Fußgängerbrücke hindurchfließen zu lassen war ein Hauptverdienst der Bundesgartenschau.

Jenseits der Brücke liegt der gut erhaltene Teil des „alten“ Stadtgartens: Die Wolff-Anlage von 1920. Ihr symmetrischer Grundriss und die Umgrenzung durch geschnittene Hecken sind noch erlebbar, wenn auch einseitig nach Osten geöffnet. Die Stele mit dem knienden Jüngling im Heckenrondell entspricht in etwa der Originalsituation. Von der Kaller-Anlage aus der gleichen Epoche blieb allein der Pavillon erhalten. Hinter dem Südeingang liegt gleich rechter Hand der Garten Baden-Baden, von der Kurstadt anlässlich der Bundesgartenschau 1967 gestiftet. Sein wohl spektakulärstes Element ist die Glas-Kaskade, eine bis heute ungewöhnliche Materialverwendung.

Von diesem Garten aus empfiehlt sich die Besteigung des Lauterbergs, benannt nach Bürgermeister Wilhelm Florentin Lauter, der 1889 seinen Aufbau veranlasste. Der Zweck der massiven Erdbewegungen war damals die Unterbringung eines gigantischen halbkugelförmigen Wasserreservoirs, das 1977 aus Sicherheitsgründen mit Beton verfüllt werden musste. Vom Gipfel hat man eine Panorama-Aussicht auf die ansonsten eher ebene Stadt. Der Lauterberg gehört zum Zoologischen Garten, dessen Tiergehege sich im Norden anschließen.

Weiter nördlich sind tagsüber immer begeisterte Kinderstimmen vom großen Spielplatz mit der beliebten „Kinder-Autobahn“ zu hören, wo schnittige Sportwagen genauso gemächlich vor sich hin rollen wie Miniatur-Oldtimer. Den Streichelzoo erreicht man ganz in der Nähe des Nordeingangs, nachdem man den Waldstauden- und den Pergola-Garten von 1967 passiert hat.

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