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Förderprogramm zur Begrünung von Höfen, Dächern und Fassaden

Begrünte Höfe, Dächer und Fassaden sind für das Kleinklima der Städte besonders wichtig. Sie tragen zur Wärmereduzierung in den Sommermonaten bei, binden Staub und Schadstoffe und sind Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Das Niederschlagwasser wird durch die Versickerung und Verdunstung dem natürlichen Kreislauf zugeführt und trägt damit zur Verbesserung der Grundwasserneubildung bei. Die Stadt berät und unterstützt Bürgerinnen und Bürger bei der Begrünung von Höfen, Dächern und Fassaden.

Das Bild zeigt einen begrünten Innenhof, sowie ein begrüntes Atelier.

Positive Effekte von Grün in der Stadt

Durch die zunehmende Verdich­tung ­der Innen­städte ist das Angebot an öffent­li­chen Freiräumen sehr ­be­grenzt. Der Trend zum Wohnen in der Stadt ist jedoch un­ge­bro­chen. Private Freiräume in der Stadt – dazu gehören ins­be­son­dere Höfe aber auch Flach­dä­cher – werden immer ­be­deu­ten­der. Jede ungenutzte, betonierte Fläche ist ver­lo­re­ner Raum. Der begrünte Freiraum vor der Tür mit Auf­ent­halts­qua­li­tä­ten für Erwachsene und als gefahr­lo­ser ­Spiel­raum für Kinder hat in den letzten Jahren erheblich an At­trak­ti­vi­tät gewonnen.

Grafischer Überblick der Wohlfahrtswirkung von Begrünungen in der Stadt

Über das Förderprogramm

Seit über 30 Jahren unter­stützt das Garten­bau­amt der Stadt Karlsruhe das Engagement der Bürge­rin­nen und Bürger, private Innen- und Hinterhöfe, Dächer und Fassaden zu be­grü­nen. Die Förderung umfasst kostenlose Beratun­gen ­für Anwesen im gesamten Stadt­ge­biet und finan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung in ausge­wie­se­nen Förder­be­reichen.

Auf einen Blick: Wie können Sie sich fördern lassen?

  • Maßnahmen, die darauf abzielen, Freiflächen erstmals nutzbar herzustellen oder vorhandene Freianlagen in Höfen zu verbessern und zu begrünen. Dabei werden die vorbereitenden Arbeiten berücksichtigt. Förderung ist für die gärtnerische Gestaltung des Hofes (Pflanz- und Rasenflächen, Baumpflanzungen, Sitzbereiche, Wege ...) und die Begrünung von Fassaden, Mauern und Dächern sowie Kinderspieleinrichtungen möglich.
  • Die befestigten Flächen sind auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Dabei ist darauf zu achten, dass sie mit mindestens 15 Prozent Fugenanteil auf versickerungsfähigem Untergrund ausgeführt werden. Die Fugen können Rasen-, Splitt- oder Sandfugen sein.
  • In Höfen über 100 m² ist ein klein-/mittelkroniger Laubbaum zu pflanzen.
  • Der Zuschuss beinhaltet die Beratung der Eigentümerinnen und Eigentümer, der Mieterinnen und Mieter oder sonstigen Berechtigten schon vor der Antragstellung und fortlaufend bis zum Abschluss der Maßnahme.
  • Finanzielle Zuschüsse betragen rund ein Drittel der pauschalierten Fertigstellungskosten zur Gestaltung und Begrünung des Hofes/Daches. Die zugrunde gelegten Pauschalbeträge sind im Bewilligungsbescheid einzeln aufgeführt.
  • Jedes Anwesen/Flurstück kann nur einmal gefördert werden.
  • Die Förderobergrenze liegt bei 4.000 Euro pro Anwesen.

Entsprechend der mit der Förderung verbundenen Zielsetzung ist nur ein angemessener Anteil der befestigten Fläche förderfähig. Bei Höfen bis 100 m² beträgt dieser im Normalfall maximal die Hälfte des Hofes, bei größeren Höfen maximal ein Drittel des Hofes. Die restliche Hoffläche ist zu begrünen. Bei der Begrünung von Höfen über 100 m² Größe wird diese maximal zur Hälfte als Rasen gefördert. In Garagenhöfen wird ausschließlich die Begrünung gefördert.

  • Die Innen- und Hinterhöfe müssen im Fördergebiet liegen. Das sind die dichtbebauten Stadtteile wie Mühlburg, Weststadt, Südstadt, Südweststadt, Innenstadt, Oststadt und der Ortskern von Durlach.
  • Gefördert werden nur erstmalige Maßnahmen, die den Wohn- und Freizeitwert der Höfe wesentlich verbessern, die Grünsubstanz im Sinne einer ökologischen und stadtklimatischen Aufwertung vermehren und wirtschaftlich vertretbar sind.
  • Der Antrag auf Förderung muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Diese muss mit dem Gartenbauamt in gestalterischer, gärtnerischer und denkmalpflegerischer Hinsicht abgestimmt und befürwortet sein.
  • Abweichungen von diesen Richtlinien sind nur in begründeten Fällen möglich und sind vor Beginn der Maßnahme abzustimmen. Nachträgliche Abweichungen können zum Verlust der Förderung führen.
  • Der Zustand zum Zeitpunkt der ersten Hofbesichtigung ist für die Berechnung der Fördersumme ausschlaggebend.
  • Baurechtliche Bestimmungen dürfen nicht verletzt werden. Falls Genehmigungen für die Maßnahme erforderlich sind, müssen diese vorliegen.
  • Die Gestaltung soll sich in erster Linie nach den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner richten.
  • Der Hof muss langfristig (mindestens fünf Jahre) von allen Bewohnerinnen und Bewohnern der dazugehörenden Wohnungen genutzt werden können und in einem gepflegten Zustand gehalten werden.
  • Die geförderte Maßnahme darf nicht Anlass für Mieterhöhungen sein.

Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung oder auf eine bestimmte Höhe der Fördersumme. Die Stadt teilt die Fördermittel nach der Reihenfolge der Anmeldungen und im Rahmen der zur Verfügung stehenden Fördermittel zu.

  • Eigentümerinnen und Eigentümer, Eigentümergemeinschaften und Erbbauberechtigte. Die Mieterinnen und Mieter sollen von den Eigentümerinnen und Eigentümern unterrichtet und angehört werden.
  • Mieterinnen und Mieter im Einverständnis mit den Eigentümerinnen und Eigentümern.
  • In besonderen Fällen auch Vereine oder sonstige Kooperationen soweit sie im Auftrag oder im Namen von Mieterinnen und Mietern oder Eigentümerinnen und Eigentümern handeln. Voraussetzung ist hier die Nennung einer verbindlichen Kontaktperson. Eine Einverständniserklärung der Eigentümer muss vorliegen.

Keine Förderung ist möglich

  • für Gestaltungsmaßnahmen städtischer Einrichtungen und Gesellschaften, staatlicher Stellen und für Bauträger, Versicherungen und Geldinstitute
  • wenn die Gestaltung der Flächen bereits einmal gefördert wurde etwa im Rahmen dieser Richtlinien oder durch Modernisierungs-, Sanierungs- oder Wohnumfeldprogramme
  • für Renovierungen der Hausfassaden, aufwendige gärtnerische Anlagen, Skulpturen und ähnliches
  • für Pflanzverpflichtungen, die sich aus der städtischen Baumschutzsatzung ergeben, Pflanzgebote nach LBO § 9 Abs. 1 Satz 2, Begrünungsforderungen als Ausgleichspflicht für Eingriffe, Befreiungen, Ausnahmen und Dachbegrünungen, soweit diese nicht nach geltendem Baurecht oder als zwingende Auflage von Baugenehmigungen gefordert werden
  • für Befestigungen in Garagenhöfen, in denen weniger als zehn Prozent der Fläche als Pflanzfläche hergestellt wird. Hier kann lediglich die Begrünung gefördert werden
  • für eine Wiederherstellung eines Hof nach einer Haussanierung.
  • Kontaktieren Sie das Gartenbauamt der Stadt Karlsruhe unter 0721 133-6754 oder für einen Termin zur ersten Besichtigung.
  • Nach Begutachtung und positiver Bewertung des Vorhabens ist ein Vordruck über den Antrag zur Förderung von Hof-, Dach- und Fassadenbegrünungsmaßnahmen auszufüllen und beim Gartenbauamt einzureichen.
  • Anhand einer einzureichenden Skizze mit den geplanten Maßnahmen legt das Gartenbauamt die Fördersumme und die Fördervoraussetzungen fest. Die Fördersumme und Förderbedingungen werden in einem schriftlichen Bescheid mitgeteilt. Die bewilligte Fördersumme wird nach Überprüfung der durchgeführten Maßnahmen entsprechend des Bescheides auf das angegebene Konto überwiesen.
  • Werden vereinbarte Bedingungen und Richtlinien missachtet oder nicht eingehalten oder beruht der Bewilligungsbescheid auf unzutreffende Angaben im Antrag, kann die Förderzusage rückgängig gemacht oder ausgezahlte Zuschüsse ganz oder teilweise zurückgefordert werden.

Mit der Antragsstellung ist gleichzeitig das Einverständnis zum Betreten des Hofes durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Karlsruhe und zur Veröffentlichung von Fotos verbunden. Eine geförderte Umgestaltungsmaßnahme nimmt am Hinterhofwettbewerb teil.

Bei den Fördersätzen handelt es sich um pauschalierte Preise, von denen ein Drittel gefördert wird; dabei gilt die Förderobergrenze von 4.000 Euro.

Vorarbeiten

  • Beton aufreißen, abfahren und entsorgen: 45 Euro/m²
  • Pflaster oder Platten aufnehmen, abfahren: 17,50 Euro/m²
  • Altes Natursteinpflaster aufnehmen, lagern und reinigen: 17,50 Euro/m²
  • Schuppen, Mauern oder ähnliches abreißen: 57,50 Euro/m³
  • Fundamentisolierung im Bereich von Pflanzbeeten: 45 Euro/lfm
  • Sandkasten eingebaut: 300 Euro/Stück

Gestaltungs- und Bepflanzungsmaßnahmen

  • Hofbefestigung mit Rasen- oder Splittfugen: 75 Euro/m²
  • Vorhandenes Natursteinpflaster verlegen: 25 Euro/m²
  • Pflanzung: 30 Euro/m²
  • Rasen: 5 Euro/m²
  • Baumpflanzung, Hochstämme mindestens 14/16 Zentimeter
  • Stammumfang: 575 Euro/Stück
  • Obstbaum: 150 Euro/Stück
  • Dachbegrünung extensiv: 75 Euro/m²
  • Dachbegrünung intensiv: 125 Euro/m²
  • Rankpflanze in Einzelstellung: 35 Euro/Stück
  • Rankhilfe, bis drei Stockwerke solide, pflanzengerechte Konstruktion: 250 Euro/Stück
  • Rankhilfe, mehr als drei Stockwerke, solide pflanzengerechte Konstruktion: 975 Euro/Stück
  • Schutzkorb: 213 Euro/Stück

m2 = Quadratmeter, lfm = Laufender Meter

Fördergebiete

Die Grafik zeigt das Fördergebiet, welches die innerstädtischen Quartiere in Karlsruhe umfasst.
Die Grafik zeigt das Fördergebiet, welches in Durlach auf die Innenstadt beschränkt ist.

Kontakt

Gartenbauamt

Bürgerschaftliches Engagement (Offene Pforte)

Lammstraße 7 a
76133 Karlsruhe

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