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Sie haben ein Hornissennest an/in Ihrem Haus oder im Garten entdeckt? Zunächst gilt es herauszufinden, welche Hornissenart hier vorliegt: Handelt es sich um die heimische Europäische Hornisse oder um die Asiatische Hornisse, die sich in der Region invasiv ausbreitet? Diese Seite unterstützt mit Informationen und gibt Tipps für ein richtiges Verhalten.
Meldungen von Nestern der Asiatischen Hornisse sind ausschließlich über die Meldeplattform des Landes Baden-Württemberg oder über die Meine-Umwelt-App möglich.
Bei Fragen oder Problemen bei der Meldung wenden Sie sich bitte an die zuständige Landesanstalt für Bienenkunde.
Weitere Informationen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
Sowohl die Tiere als auch ihre Nester sind durch eine Reihe von Merkmalen gut zu unterscheiden.
Die Arbeiterinnen der Europäischen Hornisse werden bis zu 25 mm groß. Bei der Gemeinen Wespe hingegen werden die Arbeiterinnen nur bis zu 14 mm groß.
Die Europäische Hornisse erkennt man an:
Europäische Hornissen sind auch nachts aktiv.
Die Größe von Hornissen kann man ungefähr mit einer 2-Euro-Münze vergleichen.
Die Nistplätze der europäischen Hornisse sind meist geschützt in Hohlräumen wie
Der Nestboden ist offen und wird als Flugloch genutzt. Das Nest kann bis zu 60 cm groß werden und ca. 400-700 Tiere beherbergen.
Asiatische Hornissen sind etwas kleiner als die heimische Art.
Die Asiatische Hornisse erkennt man an:
Im Gegensatz zur heimischen Hornisse ist sie nicht nachtaktiv.
Bei der Asiatischen Hornisse treten zwei Nesttypen auf:
1. Das Gründungsnest
Im Frühjahr errichtet die Königin der Asiatischen Hornisse zunächst ein kleines Gründungsnest an geschützten Stellen wie beispiesweise in
Das Gründungsnest ist rund, hat ein Flugloch an der Unterseite und wird nur bis zu 20 cm groß.
2. Das Sekundärnest/Filialnest
Wird das Gründungsnest für das wachsende Volk zu klein, wird ein sogenanntes Sekundärnest/ Filialnest errichtet, in welches das gesamte Hornissenvolk dann umsiedelt.
Sekundärnester befinden sich überwiegend in Bäumen. Meist hängen sie in großer Höhe von bis zu 30 Meter. Im städtischen Umfeld sind gelegentlich auch Gebäude betroffen.
Das Sekundärnest ist elliptisch. Das Flugloch befindet sich seitlich im oberen Drittel, wodurch der Nestboden geschlossen ist.
Diese Nestform kann bis zu 100 cm groß werden und beherbergt zwischen 1.000-2.000 Tiere.
In diesem Merkblatt 6,05 MB (PDF) sind alle Informationen zur Erkennung zusammengefasst.
Aufgrund der rechtlichen Situation ist der Umgang mit Europäischen Hornissen und Asiatischen Hornissen grundlegend verschieden. Was zu tun ist, erfahren Sie hier:
Europäische Hornissen sind grundsätzlich friedliche und nützliche Tiere und weichen Störungen in der Regel durch Flucht aus. Lässt man sie in Ruhe und bewegt sich bedacht um sie herum, geht auch keine Angriffsgefahr von ihnen aus. Hornissenvölker sind grundsätzlich einjährig und werden jedes Jahr neu von einer Königin gegründet. Dabei werden alte Nester nicht wiederbesiedelt.
Auf der Seite der Aktion Wespenschutz finden Sie viele interessante Informationen über Hornissen und Wespen und viele Tipps zum Umgang mit ihnen.
Sie sind unsicher, wie Sie mit den Hornissen umgehen sollen?
Wenden Sie sich bitte telefonisch an das Bürgertelefon der Stadt Karlsruhe oder direkt per Email an den Umwelt- und Arbeitsschutz, Fachbereich Ökologie.
In Fällen, bei denen die Hornissen aus driftigen Gründen nicht bleiben können, ist eine Umsiedlung der Tiere durch ausgebildete Hornissenfachberater möglich.
Hornissen sind gefährdet und stehen unter besonderem Artenschutz.
Hornissen zu töten oder ihre Nester einfach zu entfernen ist verboten!
Die Asiatische Hornisse ist nach der EU-Verordnung (EU-VO) 1143/2014 eine invasive gebietsfremde Art. Invasive Arten breiten sich stark aus und können heimische Arten verdrängen. Sie schaden so der Biodiversität. Deshalb versucht man diese vor allem im Frühstadium der Ausbreitung konsequent zu bekämpfen.
In Deutschland unterlag die Asiatische Hornisse bis vor kurzem der Früherkennung gemäß Art. 16 EU-VO 1143/2014.
Im März 2025 wurde sie als etablierte invasive Art in Art. 19 EU-VO 1143/2014 überführt, weshalb ihre Vorkommen nicht mehr zwingend beseitigt werden müssen.
Nester von Asiatischen Hornissen sind weiterhin ausschließlich auf der Meldeplattform der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg zu melden. Hierzu muss ein Foto des Nestes und möglichst auch der Tiere hochgeladen werden. Nach Verifizierung des Fundes nimmt die zuständige Stelle Kontakt mit der meldenden Person auf und informiert, wie weiter mit dem Nest verfahren werden kann.
Meldungen können auch über die Meine-Umwelt-App eingereicht werden.
Meldungen über die Stadt Karlsruhe sind nicht möglich.
Bei Fragen oder Problemen bei der Meldung wenden Sie sich bitte an die zuständige Landesanstalt für Bienenkunde.
Meldeplattform der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg oder
Die Europäische Hornissen (Vespa crabro) gehören zu den sozialen Faltenwespen und sind generell friedliche und nützliche Tiere.
Hornissenvölker sind grundsätzlich einjährig und werden jedes Jahr neu von einer Königin gegründet. Sie nisten in Baumhöhlen und auf Dachböden und ernähren sich von pflanzlicher Kost sowie tierischem Eiweiß.
Leider sind die heimischen Hornissen in vielen Regionen bereits selten geworden. Da Hornissen gefährdet sind, stehen sie unter besonderem Naturschutz.
Auch wenn die Hornisse die größte heimische Wespenart ist, etwas bedrohlich aussieht und laut brummt – grundsätzlich gefährlich oder besonders aggressiv ist sie nicht. Wenn man richtig mit ihr umgeht und sie mit Respekt behandelt, kann sie auch für uns Menschen ganz nützlich sein.
Auf dem Speiseplan der Hornissen stehen auch andere Wespenarten. Mit einem Hornissennest im Garten bleibt die Wespenplage beim gemeinsamen Grillen oder Kaffeetrinken aus!