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Die Sommer in Karlsruhe werden heißer. Im Projekt Plan°C wurden für die Städte Karlsruhe und Düsseldorf zwei Hitzeaktionspläne erstellt und Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Bürgerinnen und Bürger ermittelt. Diese werden nun sukzessive umgesetzt.
Karlsruhe ist durch die Lage am Oberrheingraben eine Großstadt mit hoher Wärmebelastung. Die mit dem Klimawandel einhergehende Zunahme von heißen Tagen, Tropennächten und Hitzeperioden stellt ein Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung dar. Zur Prävention negativer gesundheitlicher Folgen durch Hitze dienen Hitzeaktionspläne. Sie vereinen kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zum Schutz der menschlichen Gesundheit.
Der Karlsruher Hitzeaktionsplan wurde in ämterübergreifender Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung sowie gemeinsam mit vielen weiteren Akteurinnen und Akteuren erarbeitet. Im Laufe der Jahre 2023 und 2024 fanden dazu mehrere Workshops und ausführliche Gespräche mit verschiedenen Institutionen und Gruppen in Karlsruhe statt. Außerdem besteht ein lebendiger bundesweiter Austausch mit anderen deutschen Kommunen, die in dem Themenbereich aktiv sind, sowie der Kontakt zu den französischen Partnerstädten von Karlsruhe und Düsseldorf.
Der Hitzeaktionsplan der Stadt Karlsruhe 1,06 MB (PDF) wurde vom Gemeinderat im Juli 2025 beschlossen.
Sie arbeiten in Karlsruhe in einem relevanten Bereich für das Thema Hitzeaktionsplanung und möchten sich oder Ihre Institution gerne einbringen oder benötigen Informationen zum gesundheitlichen Hitzeschutz in Karlsruhe? Melden Sie sich gerne unter hitzeaktionsplan(at)ua.karlsruhe.de.
Der Hitzeaktionsplan in Karlsruhe wurde im Rahmen des Verbundprojekts Plan °C (DAS: „Anwendung der Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen in der kommunalen Praxis“) erarbeitet. Das "C" steht dabei für das französische Wort Canicule (Hitze) oder Plan Canicule (Hitzeaktionsplan).
Im Projekt wurden die Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen des Bundesumweltministeriums in den beiden besonders hitzebelasteten Städten Düsseldorf und Karlsruhe angewendet. Dabei ist auch die langjährige Praxiserfahrung französischer Städte mit Hitzeaktionsplänen eingeflossen.
Wissenschaft-trifft-Praxis: „Heiß, heißer, Hitzeschutz – wie gut sind wir vorbereitet?" – es geht um die Folgen von Hitze und die Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Sybille Somogyi (Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen), spricht in diesem Podcast mit ihren Gästen Teresa Ziegler und Moritz Ochsmann unter anderem über die relevanten Risiken durch Hitzewellen. Welche Herausforderungen im kommunalen Hitzeschutz gibt es und was beinhaltet ein Hitzeaktionsplan (HAP)? Der Podcast thematisiert darüber hinaus, welche Daten den Zusammenhang von Hitze und Übersterblichkeit in Deutschland tatsächlich belegen und wie wir uns vor Hitze schützen können.
Die Projektergebnisse des Verbundvorhabens Plan °C werden im Band „Hitzeaktionspläne in der kommunalen Praxis“ der Schriftenreihe Difu-Impulse dargestellt. In der Publikation finden Sie neben detaillierten Praxisberichten aus Düsseldorf und Karlsruhe auch eine Auswertung aller bis Ende 2024 veröffentlichten deutschen Hitzeaktionspläne. Darüber hinaus sind Erfahrungen deutscher Kommunen sowie Erkenntnisse aus der nationalen Hitzeaktionsplanung Frankreichs in die Ergebnisse eingeflossen.
Das Projekt wurde zwischen November 2022 und Juli 2025 zusammen mit der Landeshauptstadt Düsseldorf und dem Deutschen Institut für Urbanistik als Projektpartnern durchgeführt. Das Verbundvorhaben wurde im Rahmen der deutschen Anpassungsstrategie durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz im Rahmen der Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, Förderschwerpunkt 3 (Kommunale Leuchtturmvorhaben sowie Aufbau von lokalen und regionalen Kooperationen) unter dem Förderkennzeichen 67DAS261A gefördert.
Die Kommunale Gesundheitskonferenz im Juni 2024 hatte das Schwerpunktthema „Bei Hitze gesund bleiben – Maßnahmen für heiße Tage in Karlsruhe“. Hier erhalten Sie mehr Informationen.
Die Stadt Karlsruhe arbeitet nicht nur eng mit der Landeshauptstadt Düsseldorf als Projektpartnerin zusammen, sondern vernetzt sich auch mit vielen weiteren deutschen Städten. Eines der Austauschformate ist der Städtedialog zum Thema Hitzeanpassung in Kommunen, der 2023 bereits zum vierten Mal stattfand. Nachdem die Veranstaltung 2020 von der Stadt Köln initiiert und 2022 von der Landeshauptstadt Dresden ausgerichtet wurde, wurde diese Vernetzungsplattform 2023 und 2024 im Rahmen des Projekts Plan °C fortgesetzt. Das Format des Städtedialogs dient explizit dem Austausch und der Vernetzung von Kommunen – das heißt Städte, Gemeinden und Landkreise – die sich bereits im Bereich Hitzevorsorge und Hitzeaktionsplanung engagieren oder aktiv werden wollen. Sind Sie interessiert an bundesweiter Vernetzung? Melden Sie sich gerne unter hitzeaktionsplan(at)ua.karlsruhe.de.