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Damit die Karlsruher Stadtbäume groß werden können und möglichst lange gesund bleiben, benötigen sie Schutz und Unterstützung. Sie können sich für das Stadtgrün einsetzen: Übernehmen Sie eine Baumpatenschaft für einen Baum in Ihrer Nähe! Karlsruher Baumpatinnen und Baumpaten gießen Bäume vor der Haustüre und halten die Beete sauber. An vielen Orten im Stadtgebiet können Sie Beete bepflanzen und in blühende Inseln für Insekten verwandeln.
„Ich bin Grünpatin, weil es mir nach meinem Umzug nach Karlsruhe wichtig war, in der neuen Stadt buchstäblich Wurzeln zu schlagen“ - Acle-Kreysing
Entlang der Karlsruher Straßen stehen über 70.000 Bäume. Die aktuellen Klimaveränderungen mit großer Hitze und Wassermangel im Sommer machen den Bäumen zu schaffen. Besonders junge und mittelalte Bäume benötigen im Sommer viel Wasser. Mit Ihrer Unterstützung sorgen Sie dafür, dass die Bäume gut über die heißen und trockenen Monate kommen. Eine Baumpatenschaft hilft deshalb Bäumen und Klima! Das Anlegen von insektenfreundlichen Blumenbeeten ist in Absprache mit dem Gartenbauamt möglich.
Die Stadt Karlsruhe bietet unterschiedliche Formen der Patenschaften an – je nach Standort kann der Fokus auf der reinen Bewässerung oder zusätzlich der Bepflanzung eines Beetes liegen. Nach einer Antragstellung prüft das Gartenbauamt, welche Form der Patenschaft möglich ist.
Sie können hier einen Online-Antrag stellen.
In der zunehmend heißen Jahreszeit setzen Trockenheit und hohe Temperaturen den Karlsruher Stadtbäumen zu. Schon einige Gießkannen Wasser pro Woche tragen dazu bei, dass die Bäume besser über die heiße und trockene Sommerzeit kommen.
Von gesunden Straßenbäumen profitieren Sie, die Nachbarschaft sowie die gesamte Stadt. Vitale Bäume spenden an heißen Tagen Schatten, produzieren Verdunstungskälte, sorgen für eine bessere Luftqualität und bieten Lebensraum für Tiere. Der Erhalt des Karlsruher Stadtgrüns ist eine Gemeinschaftsaufgabe zu der jede Karlsruherin und jeder Karlsruher einen unmittelbaren Beitrag leisten kann. Die Bewässerung der Stadtbäume durch Anwohnende ist von daher eine wertvolle Unterstützung. Das Gartenbauamt bedankt sich herzlich bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihren Beitrag zum Erhalt der Karlsruher Stadtnatur.
Nein, bei einem sehr dichten Bewuchs kann keine Baumpatenschaft „plus“ oder Beetpatenschaft vergeben werden. Die Pflanzung hat durchaus eine ökologische Wirkung. Die Bodendecker bilden einen Rückzugsort für viele Tierarten, darunter Vögel, und schützen den Baum vor der Trockenheit. Ein dichter Bewuchs kann unter altem Baumbestand kaum noch nachträglich hergestellt werden. Die Bestandspflanzung muss deshalb in jeden Fall erhalten werden. Sollte der Bestand keine Lücken aufweisen, kann keine Baumpatenschaft „plus“ oder Beetpatenschaft vergeben werden. Am einfachsten ist es, wenn Sie uns parallel zum Antrag ein Foto der betreffenden Fläche zur Prüfung zukommen lassen. Alternativ kann für diesen Standort eine reine Baumpatenschaft vergeben werden.
Ja, neben Privatpersonen können auch Firmen, Vereine und Schulen eine Grünpatenschaft auf öffentlichen Grünflächen übernehmen.
Wir haben Sie nicht vergessen und freuen uns sehr, dass Sie sich für den Erhalt der Karlsruher Stadtbäume einsetzen möchten. Die Nachfrage nach Grünpatenschaft ist erfahrungsgemäß insbesondere in den trockenen Sommermonaten sehr hoch. Je nach Patenschaftsmodell kann die Bearbeitung einige Wochen bis ausnahmeweise einige Monate dauern. Bei einer reinen Baumpatenschaft gestaltet sich die Antragsprüfung weniger aufwendig, weshalb die Bearbeitung oftmals nur wenige Wochen dauert. Sie können die Bäume vor Ihrer Haustür selbstverständlich schon vor dem offiziellen Start ihrer Grünpatenschaft gießen!
Die Übernahme einer reinen Baumpatenschaft, einer Baumpatenschaft „plus, oder einer Beetpatenschaft beträgt drei Jahre. In diesem Zeitraum haben Sie die Gelegenheit sich auszuprobieren. Die Patenschaft verlängert sich nach Ablauf der Zeit automatisch, außer die Patinnen und Paten teilen eine Kündigung mit. Wenn Sie bereits wissen, dass in der kommenden Zeit ein Umzug bevorsteht, bitten wir Sie, von der Übernahme einer Patenschaft abzusehen, da der Bearbeitungs- und Prüfaufwand vergleichsweise hoch ist.
Das Gartenbauamt empfiehlt, die Bäume vor der eigenen Haustüre einmal pro Woche zu wässern. Jungbäume sind für 100 Liter (etwa die Menge von 10 großen Gießkannen) bis 300 Liter dankbar, Altbäume freuen sich auch gerne über mehr. Grundsätzlich kommt jeder zusätzliche Tropfen Wasser den Bäumen zugute.
Indem große Mengen Wasser auf einmal gegeben werden, wird sichergestellt, dass das Gießwasser tatsächlich die Baumwurzeln in tieferen Erdschichten erreicht. Ein guter Zeitpunkt zur Bewässerung der Bäume liegt im Übrigen in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend, wenn die Sonneneinstrahlung und die damit verbundene Wasserverdunstung noch gering ist oder wieder nachgelassen hat. Idealerweise gießen Sie das Wasser nicht direkt um den Baumstamm sondern in Bereiche unterhalb der Baumkrone; so kann das Wasser besser vom Baum aufgenommen werden. Aktuelle Studienergebnisse haben gezeigt, dass Bäume insbesondere im Monat Mai von großen Wassergaben profitieren.
Das städtische Gartenbauamt sowie Vergabefirmen bewässern im Zeitraum von April bis Oktober mehrere tausend Jungbäume im Stadtgebiet. Die jungen Bäume sind nach der Pflanzung besonders auf eine ausreichende Wasserversorgung angewiesen, da ihre Wurzeln noch nicht weit ausgebildet sind. Jungbäume können in der Regel an einem weißen Anstrich des Stammes, einem Dreibock sowie einem Gießrand erkannt werden. Die Bewässerung der Jungbäume ist in den ersten fünf Standjahren sichergestellt. Die Bewässerung älterer Bäume kann das Gartenbauamt aufgrund fehlender Kapazitäten nicht sicherstellen. Deshalb hilft jedes Engagement im Rahmen einer Baumpatenschaft dabei, das Karlsruher Stadtgrün zu erhalten und unsere Stadt noch lebenswerter zu machen.
Wird ein Baum im Zeitraum von 1. April bis 30. September wöchentlich mit den empfohlenen 100 Litern Wasser gegossen, so belaufen sich die jährlichen Kosten für das verwendete Trinkwasser und die Schmutzwassergebühr auf circa 10 bis 12 Euro. Die entstehenden Kosten fallen im Vergleich zu den positiven Effekten, die von einem gesunden Stadtbaum ausgehen erfreulicherweise nicht maßgeblich ins Gewicht.
Die Bepflanzung von Baumscheiben ist bei den Patenschaftsvarianten Baumpatenschaft „plus“ sowie einer Beetpatenschaft möglich und hängt davon ab, ob sich in der Fläche ein Baum befindet („plus“) oder nicht (Beet). Achten Sie bei der Auswahl der Baumscheibe darauf, dass diese klar abgegrenzt und nicht größer als 10 Quadratmeter ist. Zur Bepflanzung eignen sich Baumscheiben, die frei von Sträuchern sind, kahle Stellen aufweisen oder nur mit Wiese bewachsen sind.
Bei der Baumpatenschaft „plus“ und bei Beetpatenschaften findet zu Beginn der Patenschaft ein persönlicher Vor-Ort-Termin statt. Wir beantworten gerne Ihre Fragen und können Sie auch hinsichtlich der Pflanzenauswahl beraten. Das Ausprobieren, welche Bepflanzung am eigenen Standort gut funktioniert, gehört außerdem dazu. Hier sind etwas Geduld und Freude am Experimentieren gefragt.
Nein, wir bitten Sie, von großflächigem Erdauftrag abzusehen. Die allermeisten Bäume vertragen aufgeschüttetes Material nur ganz schlecht, da dieses zu Sauerstoffmangel führen und aufgrund von feuchtem Klima am Stamm einen Pilzbefall begünstigen kann. Zur Unterstützung neu gepflanzter Stauden können Sie bei der Pflanzung in das Pflanzloch eine geringe Menge Komposterde geben. Darüber hinaus gibt es viele Stauden, die nur wenig Ansprüche an den Boden haben und sogar noch auf sandigem Untergrund gut wachsen. Hier 5,73 MB (PDF) finden Sie aktuelle Empfehlungen von uns.
Efeu am Baumstamm stellt eine Konkurrenz zum Baum dar und darf ausdrücklich vom Baumstamm entfernt werden. Bereits bestehender Efeu in der Baumscheibe kann entfernt werden, da er giftig ist. Achten Sie darauf, dass Sie dabei Handschuhe tragen und sich nicht ins Gesicht fassen.
Nein, zum Schutz der Baumrinde dürfen von Privatpersonen keine Nisthilfen an städtischen Bäumen angebracht werden. In einer bestehenden Kooperation mit dem NABU werden in Karlsruhe an öffentlichen Bäumen Nistkästen angebracht und auch regelmäßig von Fachpersonal gewartet und gereinigt.
Aufgrund der zunehmenden Trockenheit entwickeln viele Bäume Strategien, um sich dagegen zu schützen. Eine Strategie ist der Verdunstungsschutz. Dabei werden die Blätter oft braun und der Baum verliert diese im Anschluss. Kahle Äste sind dann die Folge. Solange nur vereinzelt dünnere Äste davon betroffen sind, ist dies nicht besonders bedenklich. Eine Meldung an das Gartenbauamt ist nicht erforderlich. Sollten Kronenbereiche eines Baumes jedoch im Sommer großflächig kahl werden oder Sie unsicher über den Gesundheitszustand des Baumes sein, kontaktieren Sie uns gerne. Idealerweise übersenden Sie uns einige Fotos aus denen die Situation hervorgeht per E-Mail.
Die städtischen Baumkontrolleurinnen und -kontrolleure nehmen aufgrund der zugesandten Fotos sowie der Nachricht eine erste Schätzung zur Gefahrenlage vor. Je nach Situation wird in den meisten Fällen eine Begutachtung des Patenbaums vor Ort vorgenommen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen ergriffen. Aufgrund der zunehmenden Anzahl von Trockenschäden im gesamten Karlsruher Stadtgebiet, bitten wir Sie bei der Bearbeitung Ihrer Meldung um etwas Geduld. Bäume von denen ein hohes Gefahrenpotential ausgeht, werden vom Gartenbauamt prioritär behandelt.
Bedauerlicherweise müssen manchmal auch Patenbäume aufgrund schlechter Vitalität gefällt werden. Die Baumpatinnen und Baumpaten tragen hierfür keinerlei Verantwortung oder Schuld. Sollte bei einer städtischen Baumkontrolle festgestellt werden, dass Ihr Patenbaum gefällt werden muss, wird zur Markierung ein „F“ aufgesprüht. Der Baum wird im nächsten Winterhalbjahr zwischen Oktober und Februar, außerhalb der Vogelbrutzeit, gefällt. Der Wurzelstock wird im darauffolgenden Sommerhalbjahr entfernt. Eine Ersatzpflanzung kann an den meisten Standorten im darauffolgenden Winter erfolgen. Die Patenschaft für den zu fällenden Baum wird vorzeitig aufgelöst. Wir freuen wir uns , wenn Sie für den neu gepflanzten Baum eine Patenschaft übernehmen möchten. Kontaktieren Sie uns gerne sobald der Jungbaum gepflanzt ist, denn dieser profitiert in den ersten Jahren besonders von einer regelmäßigen Bewässerung.
Bitte melden Sie zeitnah das Verschwinden des Hinweisschildes bei uns. In der Regel kommt es an stark belebten Straßen hin und wieder vor, dass Schilder entwendet werden. Dann können wir einen Ersatz ausstellen. Verschwindet ein Schild am selben Standort regelmäßig, werden wir uns eine Alternative zur Anbringung überlegen.
Ja, sollte sich ein Hinweisschild mal verirren, können Sie dieses sehr gerne Montag bis Freitag von 7 Uhr bis 18:15 Uhr im Rathaus am Marktplatz an der Pforte mit einem Hinweis auf das Gartenbauamt abgeben. Wir danken für Ihre Unterstützung.
Nein, die Ablagerung von Baumaterialien in Baumscheiben ist prinzipiell nicht erlaubt. Die Grundlagen hierfür bilden unter anderem die DIN-Norm 18920 „Schutz von Bäumen, Pflanzenbeständen und Vegetationsflächen bei Baumaßnahmen“ sowie das technische Regelwerk RSBB 2023 Baumschutz auf Baustellen. Das Gartenbauamt weist alle auszuführenden Firmen hierauf ausdrücklich hin. Trotzdem kommt dies hin und wieder vor. Sollte Ihre Baumscheibe davon betroffen sein, oder Sie eine solche Ablagerung beobachten, informieren Sie uns gerne umgehend darüber. Das Gartenbaumt wird sich die Situation vor Ort ansehen und Kontakt mit den ausführenden Firmen aufnehmen.
Die Mitarbeitenden des Gartenbauamts oder von externen Firmen pflegen regelmäßig viele Grünflächen im gesamten Stadtgebiet. Nur wenn privat bepflanzte Flächen als offizielle Patenbeete bei uns hinterlegt sind, kann diese Fläche aus den Pflegeplänen entfernt werden.
Zuerst einmal möchten wir uns für diesen seltenen, aber vorkommenden Fall bei Ihnen entschuldigen. Trotz ständiger Sensibilisierung kommt es in Einzelfällen zu derartigen Unglücken. Bitte melden Sie uns umgehend, wenn Ihre bepflanzte Baumscheibe versehentlich abgemäht wurde. Nur so können wir das Programm stetig verbessern. In solchen Fällen bemühen wir uns um einen Ersatz der beschädigten Pflanzen. Bitte setzen Sie sich persönlich mit uns in Verbindung.
Bitte teilen Sie uns einen bevorstehenden Umzug frühzeitig mit. Ideal wäre es, wenn Sie einer Person aus der Nachbarschaft Ihre Patenschaft übergeben können. Bitte teilen Sie uns hierzu mit, wer Ihre Nachfolge antreten möchte. Sollte Ihre Patenschaft nicht fortgesetzt werden können, bitten wir um eine schriftliche Kündigung per E-Mail. Bepflanzte Baumscheiben oder Beete müssen von Ihnen geräumt und in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden, da uns eine intensive Pflege und Bewässerung von den privaten Pflanzungen leider nicht möglich ist. Sie können uns unterstützen, indem Sie uns ein Foto der geräumten Fläche zukommen lassen und das Hinweisschild im Rathaus am Marktplatz an der Pforte abgeben.
Gartenbauamt
Bürgerschaftliches Engagement