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Grundstücksvergabe Quartier Zukunft Nord

Unser neues Quartier im Karlsruher Norden bietet nachhaltigen Wohnraum zwischen offenem Naturraum und vielfältiger Urbanität. Die Ausschreibung bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit ihr neues Quartier mitzubauen und mitzugestalten.

Impression Zukunft Nord - Wohnen am Alten Flugplatz © Bild: Matthias Grobe, Berlin.

Konzeptvergabe im Quartier Zukunft Nord

In der Nordstadt wird derzeit ein neues Baugebiet, das „Quartier Zukunft Nord“, erschlossen. Bei diesem Quartier handelt es sich um das ehemals militärisch genutzte Gelände zwischen der Erzbergerstraße und dem Naturschutzgebiet „Alter Flugplatz“. Für die Entwicklung des Quartiers gilt der Bebauungsplan „Westlich der Erzbergerstraße zwischen New-York-Straße und Lilienthalstraße“. Dieser sieht eine gemischte Nutzung in allgemeinen Wohngebieten, urbanen Gebieten, sowie Gewerbegebieten als auch auf Gemeinbedarfsflächen vor.

Für die Vergabe stehen derzeit zwei Grundstücke im „Quartier Zukunft Nord“ zur Verfügung, die für Wohnbebauung genutzt werden können. Konkret handelt es sich dabei um die Baufelder 4 und 5. Die Besonderheit bei dieser Vergabe besteht darin, dass eine gemeinsame Tiefgarage (Stellplätze für Baufelder 4 und 5) auf dem Baufeld 5 herzustellen ist. Um eine bestmögliche Bebauung zu ermöglichen, werden die Baufelder daher gemeinsam vergeben.

Die Vergabe der beiden Baufelder erfolgt in erster Linie an gemeinwohlorientierte Baugruppen. Vier Baugruppen wurden für die Teilnahme am Werkstattverfahren ausgewählt. Die Grundstücke sollen im Erbbaurecht übertragen werden.

Werkstattverfahren Konzeptvergabe Zukunft Nord

Ein Werkstattverfahren ist ein dialogorientiertes Verfahren innerhalb einer Konzeptvergabe mit dem Ziel die Konzepte schrittweise zu verbessern und gemeinsam die beste Lösung zu erarbeiten – insbesondere im Hinblick auf Architektur, Nutzung, Nachhaltigkeit und städtebauliche Qualität. Im Rahmen des Werkstattverfahrens der Konzeptvergabe für das Quartier Zukunft Nord steht die Zusammenarbeit zwischen den Baugruppen im Mittelpunkt.

In dieser Phase werden die eingereichten Konzepte der ausgewählten Baugruppen qualifiziert und unter fachlicher Begleitung weiterentwickelt. Ziel ist die Sicherstellung tragfähiger, umsetzungsorientierter und gemeinwohlorientierter Projektansätze.

Die Stadt Karlsruhe unterstützt aktiv den Austausch und die Entwicklung kooperativer Ansätze, um ein qualitätsvolles und abgestimmtes Gesamtquartier zu ermöglichen.


Baugruppen im Werkstattverfahren

Aus den eingegangenen Bewerbungen zum Teilnahmewettbewerb hat das Auswahlgremium vier Baugruppen ausgewählt. Diese vier Baugruppen entwickeln nun im Rahmen des Werksattverfahrens ihre Projektansätze weiter und stimmen sich dabei untereinander sowie mit der Stadt ab. 

Vernetzungsplattform

Digitale Vernetzungsplattform Zukunft Nord

Die Plattform bringt engagierte Menschen zusammen, die mehr suchen als nur ein Dach über dem Kopf, sie wollen Gemeinschaft leben, Verantwortung teilen und ihre Wohnumgebung aktiv mitgestalten. Nutzer* innen können mit einem kurzen Steckbrief ihr Anliegen vorstellen und nach passenden Gruppen suchen.

Rückblick

23. März 2026
Erster Workshop des Werkstattverfahrens

25. Februar 2026
Sitzung des Auswahlgremiums für die Auswahl für das Werkstattverfahren

19. Januar 2026, 24 Uhr
Ende der Bearbeitungszeit für den Teilnahmewettbewerb

27. November 2025
Zwischenkolloquium (Präsentation 2,40 MB (PDF) und Protokoll 895 KB (PDF))

19. September 2025
Bekanntgabe der Ausschreibung und Beginn der Ausschreibungsphase

5. Juni 2025
Auftaktveranstaltung für die Vergabe der Baufelder 4 und 5,
Präsentation 91 KB (PDF) Grundstücksvergabekonzept Wohnen Vergabe Baufelder 4 und 5 im Quartier Zukunft Nord

Daten zu den Grundstücken

Ausschnitt Baufelder 4 und 5 des Bebauungsplans Westlich der Erzbergestraße zwischen New-York-Straße und Lilienthalstraße Ausschnitt Baufelder 4 und 5 des Bebauungsplans Westlich der Erzbergerstraße zwischen New-York-Straße und Lilienthalstraße © Stadt Karlsruhe, Stadtplanungsamt

Ausschnitt Baufelder 4 und 5 in Quartier Zukunft Nord

Baufeld 4 (Grundstück Nr. 39809)

Grundstücksfläche: 2.301 Quadratmeter (m²)
Grundflächenzahl:  0,6 *
Überbaubare Fläche: circa 1.380 m²
Geschossflächenzahl:   1,9 *
Geschossfläche inklusive Staffelgeschoss:  circa 4.809 m²
Vollgeschosse: 5 plus teilweise Staffelgeschoss *
Bebauung:  3 Baukörper

* Maximalwerte

Baufeld 5 (Grundstück Nr. 39810)

Grundstücksfläche: 5.041 m²
Grundflächenzahl: 0,6 *
Überbaubare Fläche: circa 3.024 m²
Geschossflächenzahl:  1,8 *
Geschossfläche inklusive Staffelgeschoss:  circa 9.074 m²
Vollgeschosse: 4 *
Bebauung:  Experimentierfeld mit TG

* Maximalwerte 

Die Phasen der Konzeptvergabe

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 20. April 2021 (Vorlage 2020/0496) das „Grundstücksvergabekonzept Wohnen 402 KB (PDF)“ beschlossen. Dieses Konzept wird bei der Vergabe der Baufelder 4 und 5 erstmalig angewendet.

Die Vergabe gliedert sich in die vier Phasen: Ausschreibungsphase, Auswahlphase, Optionsphase und Vollzugsphase. Die Verfahrensdauer beträgt voraussichtlich 17 bis 24 Monate.

Damit gilt der im Folgenden beschriebene weitere Ablauf.

Zeitlicher Ablauf der Konzeptvergabe

April 2025

Gemeinderatsbeschluss

September 2025

Ausschreibungsphase

mit Teilnahme-Wettbewerb

Januar 2026

Auswahlphase

mit Werkstattverfahren

Juni 2026

Optionsphase

März 2027

Vollzugsphase

September 2027

Bauphase

Die angegebenen Daten beziehen sich auf den Beginn der jeweiligen Phase.

Ausgabe der Ausschreibungsunterlagen – Bearbeitungszeit

Am 19.09.2025 wurde die Öffentlichkeit über den Beginn der Ausschreibungsphase und den Ablauf des gesamten Verfahrens informiert. Gleichzeitig werden die Ausschreibungsunterlagen veröffentlicht.

Der erste Schritt in dem Verfahren ist ein Teilnahmewettbewerb, bei dem der Fokus auf der Darstellung der gemeinwohlorientierten Konzepte und noch nicht auf Planungslösungen liegt. Die Bewerbungsfrist hierfür ist der 19.01.2026.

Bewertung durch Auswahlgremium – Werkstattverfahren – Auswahlentscheidung

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist des Teilnahmewettbewerbs beginnt die Auswahlphase und die Bewerbungen werden dem Auswahlgremium vorgelegt. Das Auswahlgremium sichtet und beurteilt die Bewerbungen und definiert anhand der Bewertungskriterien eine Anzahl von Bewerbungen, die für ein Werkstattverfahren zugelassen und eingeladen werden. Gemäß der Zielsetzung der Stadt eine möglichst vielfältige Struktur der Teilnehmenden auf den Baufeldern unterzubringen, ist ein planmäßiges Zusammenstellen von Baugruppen, im Rahmen einer gemeinsam zu entwickelnden Planung, notwendig.

Durch das Werkstattverfahren soll die Verortung der einzelnen Baugruppen auf den zu vergebenden Baufeldern erfolgen. Als Ergebnis sollen gemeinsam die Baukörper, Freiräume und Grundstücke definiert werden. Das Werkstattverfahren wird durch ein von der Stadt beauftragtes Büro strukturiert, geleitet und dokumentiert. Aufgrund des Ergebnisses des Werkstattverfahrens legen die Bewerbenden Ihre finalen Bewerbungen vor. Auf dieser Basis erarbeitet das Auswahlgremium die Optionsempfehlung an die Städtischen Gremien. Für die Auswahlphase mit Werkstattverfahren wird ein Zeitraum von sechs Monaten vorgesehen.

Grundstücksreservierung – Vertiefte Planung – Nachweis Finanzierung

In der dritten Phase, der Optionsphase, werden zu Beginn Optionsvereinbarungen abgeschlossen. Die Optionsvereinbarungen definieren den rechtlichen Rahmen der vertieften Bearbeitung durch die Bewerbenden. Inhalte sind hier unter anderem die verbindliche Reservierung des Grundstücks, die Pflicht zur Einbindung eines qualifizierten Projektsteuerers zur Sicherung der Prozessqualität, die Höhe einer Optionsgebühr oder Voraussetzungen für eine eventuelle Verlängerung der Optionszeit. Die final ausgewählten gemeinwohlorientierten Baugruppen werden von einer Interessengemeinschaft zu einer Planungsgemeinschaft. Schrittweise wird ein gemeinsames qualifiziertes Konzept inklusive eines Finanzierungsnachweises bis zur Planreife erarbeitet.

Für die Optionsphase werden sechs Monate eingeplant. Durch eine Verlängerungsoption von drei Monaten kann die Phase bis zu neun Monate dauern.

Erbbauvertrag – Übernahme Grundstück durch Baugemeinschaften

In der Vollzugsphase wird die finale Übergabe der Grundstücke vorbereitet. Jetzt werden aus den Planungsgemeinschaften privatrechtlich organisierte Baugemeinschaften. Die Erbbauverträge werden abgestimmt und Sicherungsmittel (zum Beispiel Vorkaufsrechte und Rückerwerbsvormerkungen) darin aufgenommen. Nach der Zustimmung der zuständigen städtischen Gremien wird diese Phase, sowie auch die gesamte Konzeptvergabe für die Baufelder 4 und 5 durch die Beurkundung der Erbbauverträge abgeschlossen. Entsprechend können die Baugemeinschaften die Grundstücke übernehmen und mit ihrer Bauvorbereitung beginnen.

Das Auswahlgremium

Das Auswahlgremium besteht aus städtischen Mitarbeitenden (Vertreter*innen der Dezernate 3, 4, 5 und 6, sowie des Liegenschaftsamtes, Stadtplanungsamtes, Bauordnungsamtes, Umwelt und Arbeitsschutzes und der Sozial- und Jugendbehörde), aus externen Experten und Expertinnen sowie aus einer Vertretung des Bürgervereins Nordstadt und einer unabhängigen Beratung der MieterInneninitiative Karlsruhe.

Informationsmaterialien

Im Rahmen der Konzeptvergabe der Baufelder 4 und 5 im Quartier Zukunft Nord sind verschiedene Fragen zu den Inhalten, Abläufen und Rahmenbedingungen an uns herangetragen worden. In dem Dokument finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten übersichtlich zusammengefasst. Unser Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und Ihnen eine klare Orientierung im Bewerbungs- und Vergabeprozess zu bieten.

Fragen und Antworten zum Dowonload 208 KB (PDF) 208 KB (PDF)

Ihr Kontakt bei Fragen zum Projekt

Gemeinsames Projekt des Liegenschaftsamts und Stadtplanungsamts der Stadt Karlsruhe

 

Team der Konzeptvergabe Quartier Zukunft Nord von links nach rechts Daniel Düll (Liegenschaftsamt), Karin Weber (Stadtplanungsamt), Stephan Mertens (Stadtplanungsamt),

Haben Sie weitere Fragen?

Sie erreichen uns unter

06. Mai 2026, Stadt Karlsruhe

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