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Baugruppen vernetzen sich

Werkstattverfahren für Konzeptvergabe "Zukunft Nord" beginnt im Januar

Zwischenstand erläutert: ­Daniel Düll, Karin Weber und Stephan Mertens (v.l.) vom Team der Konzeptvergabe. Zwischenstand erläutert: ­Daniel Düll, Karin Weber und Stephan Mertens (v.l.) vom Team der Konzeptvergabe. © Stadt Karlsruhe, Georg Hertweck

Bis auf den letzten Platz besetzte Stuhlreihen unterstrichen die Relevanz: Das Thema gemeinwohlorientiertes Bauen stößt in Karlsruhe auf großes Interesse. So auch beim Zwischenkolloquium, zu dem die Stadtverwaltung vergangene Woche in das Architekturschaufenster eingeladen hatte.

28 Fragen eingereicht

Nachdem inzwischen gut die Hälfte der Ausschreibungsphase bei der Konzeptvergabe im Baugebiet "Zukunft Nord" ins Land gegangen ist, bot das Team von Liegenschafts- und Stadtplanungsamt Gelegenheit zur Diskussion. Zuvor waren bereits 28 im Verlauf des bisherigen Prozesses eingereichte Fragen online beantwortet worden. Mit zu den wichtigsten Themen zählten dabei – sowohl im Netz wie auch im Saal – das Parken und die Finanzierung. Die beiden Baufelder 4 und 5 im Gebiet "Zukunft Nord" hat die Stadt für Interessentinnen und Interessenten vorgesehen, die sich in Baugruppen organisieren und bei ihren Planungen bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Diskussion um Tiefgarage

Dass nur unter dem Baufeld 5 eine Tiefgarage entstehen soll, wurde in der Diskussion von einigen Teilnehmenden kritisch gesehen. Grund hierfür seien die Festsetzungen des Bebauungsplans, erläuterte Karin Weber vom Stadtplanungsamt, die zusammen mit ihrem Kollegen Stephan Mertens und Daniel Düll vom Liegenschaftsamt das Projektteam bildet. "Tiefgaragen sollen nicht im Randbereich liegen". Zum Themenkomplex Förderung und Mietobergrenzen wiederum hatte Patrick Lipp, Sachgebietsleiter Wohnraumförderung beim ­Liegen­schaftsamt, umfangreiches Zahlenmaterial zusammengestellt. Als wichtigste Instrumente nannte Lipp das Förderprogramm Wohnungsbau BW 2022 des ­Landes und das Karlsruher Wohnraumförderungsprogramm (KaWoF).

Soziale Einrichtungen zeigen Interesse

Des Weiteren stellten Yvonne Jelinek von der Johannes Diakonie und Peter Kohm von den Paritätischen Sozialdiensten ihre Ideen für die Konzeptvergabe vor. Während die Diakonie Räume für Wohngruppen zur Eingliederungshilfe sucht, signalisierte Kohm Interesse am Betrieb einer Kita oder eines ambulanten Pflegedienstes. Zum weiteren Vorgehen erläuterte Liegenschaftsamtsleiter Bernhard Eldracher, dass bereits ein Büro für das sich im Januar anschließende Werkstattver­fahren gefunden wurde. Die Bedenken und Anregungen aus dem Kolloquium würden aufgenommen, sicherte Eldracher zu: „Jeder, der sich interessiert, wird gut informiert.“ -eck-

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 49 am 5. Dezember 2025.

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