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Die Stadt Karlsruhe arbeitet an einem Konzept zur Entsiegelung in der Innenstadt, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und das Stadtklima nachhaltig zu optimieren. Ziel ist es, versiegelte Flächen zu entfernen und durch Begrünung zu ersetzen. Damit setzt Karlsruhe auf eine zukunftsgerechte Stadtgestaltung. Dadurch kann Regenwasser besser versickern, die Umgebung gekühlt und neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere geschaffen werden.
Die Anpassung an den Klimawandel ist eine der zentralen Aufgaben unserer Zeit. In dicht bebauten Städten wie Karlsruhe führt die Flächenversiegelung zu höheren Temperaturen und erhöht das Risiko von Überschwemmungen bei Starkregen. Besonders die stark versiegelte Innenstadt ist hiervon besonders betroffen und bereits jetzt stark hitzebelastet.
Aus diesem Grund entwickelt die Stadtverwaltung seit November 2024 ein Konzept, um die öffentlichen Flächen in der Innenstadt systematisch zu entsiegeln, unterschiedliche Formen der Begrünung zu schaffen und dort wo möglich natürliche Bodenfunktionen wiederherzustellen.
Durch die Entsiegelung kann Regenwasser besser aufgenommen, die Umgebung gekühlt und Lebensräume für Pflanzen und Tiere geschaffen werden. Dies verbessert nicht nur das Stadtklima, sondern auch die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt und fördert ihre Entwicklung als lebendigen Begegnungsort. Die geplanten Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern und Karlsruhe als lebenswerte Stadt weiterzuentwickeln.
Das Konzept berücksichtigt, dass es vielfältige Ansprüche an die verfügbaren Flächen gibt. Dabei müssen Lösungen für konkurrierende Flächenansprüche gefunden werden – von Verkehr über Außengastronomie und Veranstaltungen bis zu Begrünung und Aufenthaltsqualität. Auch unterirdisch bestehen Nutzungskonflikte zwischen Wurzeln, Leitungen und anderen Infrastrukturen. Gleichzeitig können Synergien genutzt werden, beispielsweise durch eine koordinierte Umsetzung mit geplanten Bauarbeiten zum Fernwärmeausbau oder die gezielte Nutzung natürlicher Geländeformen zur besseren Regenwasserführung.
Das Entsiegelungskonzept baut auf dem Konzept „Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt“ (ÖRMI) auf und wurde durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg KLIMOPASS gefördert.
Für die Erarbeitung des Konzepts mit Potenzialanalyse und konkreten Umsetzungsmaßnahmen wurden die Büros Bauchplan ).( (München/Wien) und berchtoldkrass space&options (Karlsruhe) beauftragt. Auf Basis des Konzepts wurden Pilotplanungen, typische Platz- und Straßengestaltungen für zentrale Innenstadtbereiche entwickelt. Die Pilotplanungen sind Teil des Projekts City Transformation und wurden durch das Bundesprogramm Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren gefördert. Die Umsetzung soll schrittweise in den kommenden Jahren angegangen werden.
Zum Konzept und den Pilotplanungen führte das Stadtplanungsamt zwischen Mai und November 2025 unterschiedliche Informationsveranstaltungen und Beteiligungsformate durch.
Sonntag, 18. Mai, Vorstellung des Konzepts im Rahmen des Programms „STULLE – wissenschaftlich belegt“ der kultunauten, als Teil des EFFEKTE Wissenschaftsfestivals auf der großen Bühne vor dem Karlsruher Schloss
Montag, 14. Juli Beteiligungsveranstaltung zum Pilot "Kronenplatz"
Protokoll der Veranstaltung 498 KB (PDF)
Pressemeldung der Veranstaltung 111 KB (PDF)
Donnerstag 24. Juli, 16:30 Uhr Planungsausschuss im Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz:
Vorstellung Zwischenstand zum „Entsiegelungskonzept für die Innenstadt“
Freitag, 1. August: Beteiligung zum Pilot Passagehof im Rahmen des Kaiserpassage-Hoffests im Passagehof
Dienstag, 14. Oktober: Podiumsdiskussion „Positive Infrastrukturen - Naturbasierte Ansätze für eine wassersensible Stadtentwicklung“ im Rahmen der ScienceWeek
Mittwoch, 5. November: Fachforum Zukunft Innenstadt