Die Weihnachtsstadt strahlt im festlichen Glanz: Die Weihnachtspyramide auf dem Weihnachtsmarkt zieht Besucherinnen und Besucher aus Karlsruhe und Region an. © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin
Der Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup blickt zurück auf das Jahr 2025: Was unsere Stadt bewegt hat. Globale Veränderung, Klimaneutralität und der städtische Haushalt haben das vergangene Jahr geprägt.
© Stadt Karlsruhe, Boris Burghardt
Liebe Karlsruherinnen, liebe Karlsruher,
in diesem Jahr erscheint es besonders wertvoll, dass die anstehenden Weihnachtstage und Neujahr Raum fürs Zusammensein und auch fürs Innehalten geben. Die Weihnachtsstadt im Herzen von Karlsruhe zieht schon jetzt viele Menschen an, um diese besondere Zeit zu teilen. Zum Jahresausklang tut dies gewiss besonders gut.
2025 wird uns als ein besonders herausforderndes Jahr in Erinnerung bleiben, das von Umbruch und Aufbruch gekennzeichnet ist.
Wir spüren auch in unserer Stadt, wie groß der Einfluss globaler Veränderungen ist.
Sicherheit können wir nicht länger als Selbstverständlichkeit ansehen. Das führt uns vor allem der russische Angriffskrieg auf die Ukraine vor Augen, der nun schon fast vier Jahre andauert. Nichts wünschen wir den Menschen in der Ukraine und insbesondere in unserer Partnerstadt Winnyzja mehr als einen stabilen Frieden.
Er ist eine Voraussetzung für ein sicheres und gutes Leben in ganz Europa.
Auch die Herausforderungen der Wirtschaft zeigen ihre Auswirkungen. Die Unternehmen und alle Verbraucherinnen und Verbraucher spüren die Belastung durch gestiegene Zölle und auch durch die steigenden Folgekosten der Erderwärmung. Der Umbau hin zur Klimaneutralität zählt zweifellos zu den Mammutaufgaben.
Gerade jetzt gilt es, die Herausforderungen anzunehmen und die Zukunft zu gestalten.
Sie haben es verfolgt: Die knappen Stadtfinanzen schränken unseren Spielraum dabei ein. Doch gemeinsam mit dem Gemeinderat arbeitet die Verwaltung an einem genehmigungsfähigen Haushalt, der zu Weihnachten beschlossen sein soll. Dabei gilt es, sich auf die Kernaufgaben der Stadt zu fokussieren: Infrastruktur, Daseinsvorsorge, Ordnung und Sicherheit. Und es gilt, bei den freiwilligen Leistungen gut abzuwägen, wofür die zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt werden sollen.
Es fehlt nicht an der Erkenntnis, was wir priorisieren müssen. Die Umsetzung ist herausfordernd, gilt es doch, ganz unterschiedliche Erwartungen und Wünsche aus der Bevölkerung in Einklang zu bringen. Demokratie heißt auch, Kompromisse finden.
2026 werden wir Karlsruhe weiterentwickeln.
Dabei wird ein Akzent auf Schulen und Sporthallen liegen. Das ermöglicht uns eine Förderung, die wir aus dem sogenannten Bauturbo des Bundes erhalten werden.
Weiter vorantreiben werden wir auch die Neugestaltung der Kaiserstraße. Wie attraktiv unsere „Highstreet“ wird, ist schon zwischen Marktplatz und Ritterstraße zu sehen. Die große Geduld der Anlieger und der Bevölkerung wird durch eine deutlich attraktivere Kaiserstraße belohnt – ein Treffpunkt inmitten der Stadt.
Starten werden wir auch mit dem Neubau der Turmbergbahn, die wir – nun ist die Zusage da – mit Unterstützung des Landes barrierefrei, ansprechend gestaltet und automatisiert als modernsten Baustein in unser ÖPNV-Netz einfügen werden. Leichter denn je wird man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf unseren Hausberg kommen.
2026 wird auch ein Jahr besonderer Jubiläen.
Wir feiern 75 Jahre Bundesverfassungsgericht, 100 Jahre Berufsfeuerwehr und 75 Jahre Stadtjugendausschuss. Das sind Meilensteine von großer Bedeutung für unsere Stadtgesellschaft, voller Chancen, Karlsruhe zu profilieren.
So, wie dies der Stadt Karlsruhe gemeinsam mit dem KIT mit dem Debüt von DER BALL in der Schwarzwald- und der Gartenhalle im November gelungen ist. Was für ein Fest! Und schon heute sei verraten, dass wir aus diesem großen Erfolg eine Tradition entwickeln wollen. Die nächste Auflage wird am 16. Januar 2027 sein.
Wir blicken zurück auf ein bewegtes Jahr und schauen voraus auf viele Weichen, die wir für Karlsruhe stellen werden. Danke, dass Sie sich für Ihre Stadt engagieren.