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Karlsruhe barrierefrei

Ob beim Besuch eines Bürgerbüros, Restaurants oder der Sporthalle – viele Menschen sind auf barrierearme Zugänge in öffentlichen Gebäuden angewiesen. Diese Informationen bietet die Web-App „Karlsruhe barrierefrei" der Stadt Karlsruhe.

© Stadt Karlsruhe, Presse- und Informationsamt, Lotta Stähr

Web-App informiert zur Barrierefreiheit

Für öffentliche Orte im Karlsruher Stadtgebiet liefert die Web-App Karlsruhe barrierefrei vielfältige Informationen. In der Kartenanwendung sind zahlreiche Ortsinformationen zu öffentlichen Einrichtungen im Stadtplan hinterlegt. Die Angaben beantworten zahlreiche Fragen, zum Beispiel:

  • Wie rollstuhlgerecht ist der Ort?
  • Ist der Eingang stufenlos zugänglich oder gibt es eine Rampe?
  • Wie breit ist die Eingangstür, geht sie automatisch auf?
  • Gibt es einen Aufzug und welche Maße hat er?
  • Können die Aufzüge an U-Haltestellen und Bahnhöfen aktuell genutzt werden oder sind sie außer Betrieb?
  • Ist Unterstützung für blinde, seh- oder höreingeschränkte Menschen vorhanden?
  • An wen kann ich mich wenden, wenn ich vor Ort Hilfe brauche?
  • Gibt es Behindertentoiletten im Gebäude?
  • Sind Behindertenparkplätze und öffentliche Verkehrsmittel in der Nähe?

Ulrike Wernert

Behindertenbeauftragte Stadt Karlsruhe

Defekte Aufzüge oder Stufen ohne Rollstuhlrampe im Eingangsbereich von Gebäuden – all das kann im Alltag für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen unüberwindbare Hürden darstellen.

Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit sind besonders betroffen, etwa weil sie eine Gehhilfe benutzen oder mit dem Kinderwagen unterwegs sind.

Um ihren Besuch in einem öffentlichen Gebäude zu planen, benötigen sie Informationen zu dessen barrierefreiem Zugang.

Mit der interaktiven Kartenanwendung leistet die Stadt Karlsruhe seit 2016 einen Beitrag zum Thema Barrierefreiheit. Damals nahm das Liegenschaftsamt erstmalig Informationen zur Barrierefreiheit öffentlicher Orte bei Begehungen auf.

Neue, optimierte Web-App

Auch die Web-App Karlsruhe barrierefrei wurde überarbeitet. Optimiert wurde die gesamte Benutzerfreundlichkeit. 

Folgende Funktionen stehen zur Verfügung:

  • Auf der Startseite ist es möglich, durch Eingabe von Adresse oder Standort in der Suchleiste direkt zur geografischen Position in der Übersichtskarte zu navigieren.
  • In der Übersichtskarte sind alle aufgenommenen Orte mit Informationen zur Barrierefreiheit zu finden. Diese können nach Stadtteil, Kategorie und Merkmalen für Barrierefreiheit gefiltert werden. Um die Detailinformationen abzurufen, können die Orte in der Karte oder alternativ über eine Listenansicht ausgewählt werden. Die Karte zeigt ferner die Positionen von Gebäudeeingängen und Aufzügen an. Ergänzt wird die Karte durch interessante Orte – Points of Interest (POI) – aus dem Geoportal. Dazu zählen Behindertenparkplätze, Blindenampeln oder Haltestellen mit Angaben zur Barrierefreiheit. Außerdem kann die Hintergrundkarte geändert und der aktuelle Kartenausschnitt geteilt werden.

  • Über die Seite Orte in Ihrer Nähe können die nächstgelegenen Orte innerhalb von einem bestimmten Umkreis gefunden werden. Dazu zählen nicht nur die Orte mit Informationen zur Barrierefreiheit, sondern auch andere interessante Orte wie zum Beispiel Behindertenparkplätze, Haltestellen oder Toiletten.

  • Auf der Seite Live-Informationen von Aufzügen wird in Echtzeit angezeigt, ob Aufzüge an den U-Haltestellen und Bahnhöfen gerade fahren oder außer Betrieb sind.

  • Für Menschen, die die Anwendung mit einem Screenreader verwenden möchten oder Schwierigkeiten bei der Nutzung von Karten haben, steht eine Text-Version zur Verfügung. Hier sind alle Orte mit Informationen zur Barrierefreiheit sowie die Live-Informationen zu den Aufzügen in Textform hinterlegt und können bei Bedarf vorgelesen werden.

Bei der Optimierung setzte die Stadt auf Kooperationen mit Expertinnen und Experten. Ehrenamtliche Mitarbeitende verschiedener Interessensvertretungen von Menschen mit Behinderungen haben hier unterstützt.

Das Bild zeigt die mobile Ansicht der WebApp Karlsruhe Barrierefrei auf einem iPad. © Stadt Karlsruhe, LA, Marcus Albert

Optimierte Darstellung: Eine Listenansicht, Kategoriefilter und Suchfunktionen erleichtern die Navigation in der Web-App.

Bürgerbeteiligung gestartet

16 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer wurden Mitte März 2026 geschult, um neue Orte im Stadtgebiet in „Karlsruhe barrierefrei“ aufzunehmen. Die Datenaufnahme – das sogenannte Mapping – erfolgt über einen digitalen Fragebogen am Smartphone. Über die technische Anbindung werden die Daten in der Web-App „Karlsruhe barrierefrei“ und der Wheelmap hinterlegt. Im Weiteren sind Events mit Auszubildenden oder Schülerinnen und Schülern geplant.

Gruppenfoto der Schulungsteilnehmenden
Person im Rollstuhl hält einen Stoffbeutel mit der Aufschrift "Team Karlsruhe barrierefrei"
Seitenansicht einer Begleitperson, die eine Person im Rollstuhl sitzend schiebt. Diese hält einen Stoffbeutel mit der Aufschrift "Team Karlsruhe barrierefrei"
Hand hält Handy mit der Karlsruhe barrierefrei App in der Hand

Stadt kooperiert mit Sozialhelden

Die Datenaufnahme ist mit einem hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand verbunden. Daher war eine dauerhafte Aktualisierung der Orte in der Web-App nicht möglich. Deren Daten waren infolge dessen veraltet. Sie auf den neuesten Stand zu bringen, ist ein wichtiges Anliegen der Stadt.

Um diesen Prozess zu vereinfachen, kooperiert das Projekt „Karlsruhe barrierefrei“ seit 2021 mit den Sozialhelden e.V. Der gemeinnützige Berliner Verein hat das Community-Projekt Wheelmap.org an den Start gebracht: Eine digitale Karte – die „Wheelmap“ – macht Informationen zu barrierefreien Orten weltweit für alle Menschen zugänglich.

Karlsruhe barrierefrei ist an eine technische Schnittstelle der Wheelmap angebunden. Das bringt zahlreiche Vorteile für die Aktualisierung der Datenbestände. Ebenso können neue barrierearme Orte in Karlsruhe einfacher in die Web App aufgenommen werden. Die Basis dafür bildet ein digitaler Fragebogen (Survey) der Sozialhelden.

Marcus Albert

Liegenschaftsamt

Durch den neuen Survey ist die Aufnahme von Orten nicht nur für städtische Angestellte einfacher geworden, sondern es ist nun auch möglich die Öffentlichkeit zu beteiligen.

Außerdem werden die Daten beim Ausfüllen des Fragebogens in einer einheitlichen Struktur gespeichert und können so direkt in der Wheelmap oder anderen Open Source-Projekten genutzt werden.

Der Fragebogen gibt standardisierte Kriterien für Barrierefreiheit vor, mit denen Freiwillige die Infrastruktur in Gebäuden prüfen können. Sie messen etwa, wie breit und hoch Treppenstufen oder Türen sind und prüfen, ob funktionierende Aufzüge oder behindertengerechte Toiletten vorhanden sind. Die aufgenommenen Daten werden in den Fragebogen eingetragen und über eine Schnittstelle in der Web-App aktualisiert.

Erste Schritte in der Datenaktualisierung

Um die Funktion des digitalen Fragebogens zu testen, haben Mitarbeitende sowie Auszubildende des Liegenschaftsamts an verschiedenen Orten in Karlsruhe Informationen zur Barrierefreiheit aufgenommen. Sie waren unterwegs im Rathaus am Marktplatz, im Bürgerbüro K8 in der Kaiserallee, im Rathaus West, im Rathaus an der Alb sowie an mehreren U-Bahn-Haltestellen in der Innenstadt.

Insgesamt 50 Orte nahmen die Auszubildenden bei ihren Begehungen auf. Die Angaben ersetzen nun die veralteten Karlsruher Daten in der Web-App.

Die bei den Datenaufnahmen gesammelten Erfahrungen flossen außerdem in die Optimierung des Fragebogens ein.

Karlsruhe barrierefrei: Mit Azubis unterwegs

Karlsruhe Barrierefrei
Karlsruhe Barrierefrei
Das Bild zeigt eine Vermessungsaktion für das Projekt Karlsruhe Barrierefrei.
Display eines Smartphones, auf dem ein Fragebogen für die WebAnwendung Karlsruhe Barrierefrei zu sehen ist.
Karlsruhe Barrierefrei

Karlsruhe barrierefrei von 2014 bis heute

2014

Beschluss des Gemeinderats

Der Gemeinderat beschließt am 22. Juli 2014 die Einführung einer barrierefreien Datenbank.

Das Liegenschaftsamt (LA) und die Sozial- und Jugendbehörde (SJB) beginnen eine Zusammenarbeit mit dem Ziel, eine Datenbank zu barrierefreien Orten in Karlsruhe aufzubauen.

2014 bis 2015

Datenerfassung in Gebäuden

Die Vermessungsabteilung des Liegenschaftsamts (LA) begeht rund 160 öffentlichen Einrichtungen in Karlsruhe. Anhand eines von der Sozial- und Jugendbehörde vorgegebenen Fragebogens prüft das LA die barrierefreie Zugänglichkeit von Zielen innerhalb der Gebäude.

2016

Start Karlsruhe barrierefrei

Das Liegenschaftsamt (LA) überführt die Daten der Fragebögen in eine digitale Datenbank. Die interaktive Anwendung (Web-App) „Karlsruhe barrierefrei“ wird veröffentlicht.

2021

Kooperation mit Sozialhelden

Die Stadt Karlsruhe beginnt eine Zusammenarbeit mit den Sozialhelden Berlin e.V. Ziel ist, Karlsruher Daten in wheelmap.org zu übernehmen und die Datenaktualisierung der Web-App künftig zu vereinfachen.

2022

Aktualisierung der Web App

Aktualisierung und Neu-Aufnahme von Objekten mit dem Fragebogen der Sozialhelden. Parallel entwickelt das Liegenschaftsamt eine neue Web-App mit einer für blinde Menschen geeigneteren Benutzeroberfläche.

2023

Start der neuen Web App

Die überarbeitete Web-App Karlsruhe barrierefrei geht an den Start.

2025

Projektstelle startet

Im Juni 2025 beginnt das IQ-Zukunftsprojekt Web-App Karlsruhe barrierefrei mit der Einrichtung einer Projektstelle bei der Sozial- und Jugendbehörde der Stadt Karlsruhe.

Über das Projekt

Im Juni 2025 wurde die Web-App Karlsruhe barrierefrei zum IQ-Zukunftsprojekt (Gemeinsam Karlsruhe gestalten) der Stadt Karlsruhe. Eine Projektstelle bei der Sozial- und Jugendbehörde wurde für die Kommunikation, die Öffentlichkeitsarbeit, die Vernetzung, die Aufnahme von Orten und die Durchführung von Mapping-Events geschaffen. Die Leitung des Projekts hat die Kommunale Behindertenbeauftragte inne, unterstützt wird das Projekt durch das Liegenschaftsamt, die Sozial- und Jugendbehörde und die Karlsruhe Tourismus GmbH. 

An der Datenaktualisierung der Web-App arbeitet seit 2021 eine Projektgruppe der Stadt Karlsruhe. Die Federführung liegt beim Liegenschaftsamt und beim Amt für Informationstechnik und Digitalisierung (IT).

Das Liegenschaftsamt übernimmt im Projekt die technische Umsetzung und Weiterentwicklung der Web-App und koordiniert an der Schnittstelle zur Wheelmap. Die Sozial- und Jugendbehörde übernimmt die strategische Planung und Steuerung im Bereich der Sozialplanung.

Um den Prozess der Datenaktualisierung zu vereinfachen, kooperiert „Karlsruhe barrierefrei“ seit 2021 mit den Sozialhelden e.V. Der gemeinnützige Berliner Verein hat das Community-Projekt Wheelmap.org an den Start gebracht: Informationen zu rollstuhlgerechten Orten werden über eine digitale Karte – die Wheelmap – für alle zugänglich gemacht. Ebenso können Freiwillige Daten zu barrierefreien Orten in die Anwendung einspeisen.

Grundsätzlich wurde darauf geachtet, dass der Survey nicht nur für die Stadt Karlsruhe entwickelt wird, sondern im Sinne des Open-Source-Gedankens zukünftig von der gesamten Community oder anderen Städten und Institutionen genutzt werden kann. Außerdem wird seit Anfang 2023 eine kondensierte Form des Surveys bei der standardmäßigen Aufnahme von Wheelmap-Orten eingesetzt. In dieser Hinsicht wird einmal mehr der große Mehrwert dieser Zusammenarbeit für alle Beteiligten deutlich.

Überführung der Karlsruher Daten in eine objektbasierte Struktur

Für die Abbildung barrierefreier Informationen haben die Sozialhelden einen Standard entwickelt – A11yJSON (A11y = accessibility, JSON = Dateiformat). Über diesen können barrierefreie Informationen in einer vordefinierten Objektstruktur abgespeichert werden. Die Orte in der Wheelmap der Sozialhelden basieren bereits auf A11yJSON. Auch die Karlsruher Daten wurden in das standardisierte Format überführt und in die Datenbank der Sozialhelden (accessibility.cloud) importiert. Dadurch ist es zukünftig möglich, barrierefreie Informationen in der Struktur des digitalen Fragebogens der Sozialhelden in die Karlsruher Web App aufzunehmen. Darüber hinaus werden die so aufgenommenen Karlsruher Orte automatisch in der Wheelmap angezeigt.

Kontakt für technische Fragen:

Kontakt für inhaltliche Fragen: 

Projekt des Zukunftsthemas „Soziale Stadt“

Alle Karlsruher Bürgerinnen und Bürger können aktiv am sozialen und kulturellen Leben teilhaben. Die Stadt unterstützt mit mehreren Projekten ein weltoffenes Klima der Verständigung.

Weitere Informationen

Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung haben einen Anspruch auf gleichberechtigte Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Die Stadt Karlsruhe setzt sich aktiv für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein und ist für die Gewährung von Leistungen zuständig.

Interessenvertretungen

Die Stadt Karlsruhe setzt sich für die gleichberechtigte Teilhabe ihrer Einwohnerinnen und Einwohner ein. Ziel ist, Barrieren abzubauen und allen Menschen Zugang zu ermöglichen. Dafür gibt es verschiedene Interessenvertretungen.

Kommunale Behindertenbeauftragte

Die Kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Karlsruhe macht auf die Belange Betroffener aufmerksam und schafft Verständnis für deren Bedürfnisse. Sie unterstützt zudem Gremien und Organisationen in beratender und vermittelnder Funktion.

Barrierefrei mobil

Die Stadt Karlsruhe ist bestrebt, die Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen voranzubringen. Eine umfassende Barrierefreiheit öffentlicher Einrichtungen und Dienste im Sinne des Gleichstellungsgesetzes wird angestrebt.

Sport für Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung haben immer mehr Möglichkeiten in Karlsruhe sportlich aktiv zu werden. Die Sportverine in Karlsruhe ermöglichen Menschen mit Behinderung die Teilhabe am Sport. Sport hilft eigene Fähig­kei­ten zu erkennen und diese zu fördern.

18. März 2026, Stadt Karlsruhe

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