Menü
eService
Direkt zu
Suche

Faire Wochen 2026 in Karlsruhe

Karlsruhe beteiligt sich mit einem Aktionszeitraum von Mitte September bis Mitte Oktober an der bundesweiten Fairen Woche und lädt dazu ein, den Fairen Handel sowie die Themen der globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 kennenzulernen.

© Stadt Karlsruhe, Cindy Streeck

Fairtrade Stadt Karlsruhe – vielseitig und engagiert

Karlsruhe steht für Recht, Technologie und Wissenschaft. Darüber hinaus ist unsere Stadt als fahrradfreundliche Kommune und als nachhaltiges Reiseziel ausgezeichnet. Und: Karlsruhe ist Fairtrade-Stadt! Bereits seit 2010 tragen wir diesen Titel und setzen damit ein sichtbares Zeichen für fairen Handel, globale Verantwortung und Nachhaltigkeit. Dass die Auszeichnung in diesem Jahr erneut bestätigt wird, ist dem vielfältigen Engagement zahlreicher Menschen, Initiativen, Vereine und Institutionen in unserer Stadt zu verdanken.

Bürgermeisterin Bettina Lisach auf dem Balkon des Rathauses, im Hintergrund Fahnen und der Karlsruher Marktplatz. © Stadt Karlsruhe, Sabine Enderle

Die Fairen Wochen machen sichtbar, wie facettenreich die Akteurinnen und Akteure sind, die sich für Eine-Welt-Themen einsetzen: für gerechten Handel, globale Verantwortung, den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen und eine gerechte Verteilung von Ressourcen. Fairen Wochen laden dazu ein, neue Perspektiven kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich inspirieren zu lassen. Ob Vorträge, Rundgänge, Filmvorführungen oder Diskussionsveranstaltungen – die zahlreichen Angebote zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, sich lokal für mehr Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit einzusetzen.

Ich lade Sie herzlich ein, das faire Engagement Karlsruhes zu entdecken und die Fairen Wochen aktiv mitzuerleben. Fairer Handel und eine nachhaltige Stadtentwicklung leben vom Mitmachen, Mitgestalten und Vernetzen. Nutzen Sie auch die Gelegenheit zum Austausch beim interaktiven Angebot "Fair. lokal. Engagiert.“ und lernen Sie die Gesichter der Karlsruher Fairen Wochen kennen. Lassen Sie uns gemeinsam erleben, wie bunt, lebendig und engagiert Karlsruhe für eine gerechtere und nachhaltigere Welt einsteht.

Ich wünsche Ihnen anregende Begegnungen, spannende Impulse und viel Freude bei den Fairen Wochen 2026.

Bettina Lisbach
Erste Bürgermeisterin

Faire Woche in Karlsruhe: Programm 2026

Die Faire Woche lädt Bürgerinnen und Bürger ein, zahlreiche lokale zivilgesellschaftlich Aktive sowie deren Engagement für die globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 und den Fairen Handel kennenzulernen.

Einen Auszug an Veranstaltungen finden sich im Folgenden. Über die Schaltflächen „Zeitraum“ oder „Alle Veranstaltungen“ kann man sich weitere Veranstaltungen anzeigen lassen.

0 Ergebnisse gefunden

Besondere Veranstaltungstipps der Fairen Woche 2026

26. September: Fair. Lokal. Engagiert. – die Fairtrade Stadt Karlsruhe interaktiv kennenlernen und genießen

Vor dem Weltladen Karlsruhe, 11 - 13 Uhr

Wer engagiert sich eigentlich alles bei den Fairen Wochen in Karlsruhe? Und wieso, mit welchen Zielen und mit welcher Motivation? Unter dem Motto „Fair. Lokal. Engagiert.“ lädt die Fairtrade Stadt Karlsruhe gemeinsam mit dem Aktion Eine Welt e.V. dazu ein, das lokale bürgerschaftliche Engagement für die Eine Welt kennenzulernen. Zahlreiche Gruppen, Vereine und Initiativen tragen dazu bei, dass die Fairen Wochen in Karlsruhe ein lebendiger Ort der Begegnung, des Lernens und des Engagements sind. Sie setzen auch außerhalb des Aktionszeitraums wichtige Impulse für den Fairen Handel und die globalen Nachhaltigkeitsziele und machen diese Themen lokal sichtbar und erlebbar.

Auf einer offenen Informations- und Aktionsfläche vor dem Karlsruher Weltladen können Sie die aktiven Gruppen sowie deren Arbeit kennenlernen und leckere Fairtrade Produkte probieren. Kommen Sie bei einer Tasse fair gehandeltem Kaffee und lateinamerikanischer Musik mit den Engagierten des Karlsruher Netzwerkes Eine Welt ins Gespräch und entdecken Sie den Fairen Handel und nachhaltigen Konsum durch interaktive Angebote.

15. Oktober 2026: „Direct Trade – einkaufen (fast) ohne Supermarkt“ – Vortrag von Frank Herrmann

Stadtbibliothek Karlsruhe, 17 Uhr

Wie kann Ernährung gerechter, nachhaltiger und unabhängiger werden? In seinem Vortrag zeigt Nachhaltigkeitsexperte Frank Herrmann anhand konkreter Praxisbeispiele wie regionale Direktvermarktung, faire Bezahlung und solidarische Zusammenarbeit zwischen Erzeugern und Konsumenten funktionieren kann – und welche politischen Hebel den Wandel ermöglichen.

Rosa Banner mit der Aufschrift „Was bedeutet Vielfalt für dich?". Um die Aufschrift sind stilisierte Webtoon-Grafiken von Menschen in verschiedenen Lebenssituationen.

Fairer Handel hat viele Gesichter – entdecken, fragen, mitgestalten!

Faire Produkte stehen für bessere Arbeitsbedingungen, gerechtere Preise und nachhaltigere Produktionsweisen. Die Siegel auf dieser Seite können Orientierung beim Einkauf oder beim Café-Besuch geben. Doch Fairer Handel ist mehr als ein Siegel – er ist vielfältig, facettenreich und lebt von unterschiedlichen Perspektiven, Ideen und Ansätzen.

Diese Vielfalt wirft auch wichtige Fragen auf:

  • Was verstehen wir eigentlich unter „fair“?
  • Welche Herausforderungen begegnen Produzierende im globalen Süden trotz fairer Bedingungen?
  • Wie können wir als Konsumierende mit unseren Entscheidungen und unserem Engagement Veränderung unterstützen?

Fairer Handel kann ein Weg zu mehr Gerechtigkeit sein – wenn wir ihn nicht nur als Konsumangebot sehen, sondern als Einladung zum Dialog, zur Reflexion und zum solidarischen Handeln. Die Fairen Wochen bieten Raum, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Vielfalt ist dabei nicht nur ein Thema, sondern ein Prinzip, das den Fairen Handel bereichert und stärkt.

Weiterführende Informationen und Bildungsangebote zum Fairen Handel

Nachgefragt: Tipps für den Café- oder Restaurantbesuch

In wenigen Schritten zu mehr Klarheit – denn Betriebe, die fair arbeiten, sprechen meist offen darüber.

  • Fragen stellen: Gibt es fair gehandelten Kaffee, Tee, Kakao oder Schokolade?
  • Auf Siegel achten: Zum Beispiel Fairtrade, GEPA, Naturland Fair.
  • Infos auf der Karte suchen: Die Herkunft der Produkte steht oft klein gedruckt.
  • Regionale Produkte wählen: Nachhaltigkeit und faire Bedingungen ergänzen sich oft.

Hilfestellung im „Siegelwirrwarr“ gibt das Infoblatt 203 KB (PDF).
Unser Tipp: Ausdrucken und als Gedächtnisstütze in den Geldbeutel legen oder abfotografieren.

Der Konsumführer Grüner Marktplatz bietet einen Überblick über Geschäfte, die sich auf nachhaltigen Konsum spezialisiert haben.

In Karlsruhe gibt es zahlreiche Initiativen und Gruppen, die mit ihrem Engagement die Bürgerinnen und Bürger über Themen der Nachhaltigkeit informieren und sensibilisieren möchten. Ebenso zahlreich sind die stationären Angebote wie zum Beispiel Geschäfte und Orte, die gelebte Nachhaltigkeit innerhalb der Stadt möglich machen. Einen Überblick darüber bietet die Web-App „Agenda 2030 – Nachhaltigkeit in Karlsruhe“.

Faire Cafés und Geschäfte in Karlsruhe (Stand 2024) 154 KB (PDF)

Faire Vielfalt in Zahlen

Grafik 2,9 Millionen Produzenten und Arbeiter profitieren weltweit vom Fairen Handel.
Grafik weltweit sind 63 Betriebe und Unternehmen Naturland Fair zertifiziert.
Grafik In Deutschland sind fair gehandelte Produkte aus 73 Ländern der Welt erhältlich.
Grafik In Deutschland gibt es 8.708 Fairtrade zertifizierte Produkte aus 47 Warengruppen.
Grafik Rund 80 Prozent der fair gehandelten Lebensmittel sind auch bio zertifiziert.
Grafik Fairtrade Produkte sind in rund 40.000 Verkaufsstellen erhältlich.
Grafik Weltläden bieten die größte Auswahl fair gehandelter Produkte. Im Weltladen Mainz gibt es beispielsweise über 2.100 Produkte.
Grafik In Deutschland gibt es mehr als 900 Weltläden.
Grafik Über 90 anerkannte Lieferanten beliefern die Weltläden.
Grafik 30.000 Menschen engagieren sich in Weltläden und Weltgruppen.

Jahresmotto: Fair handeln – Vielfalt erleben! Gemeinsam die Vielfalt des Fairen Handels entdecken

Vielfalt prägt unseren Alltag. Sie zeigt sich in Lebensentwürfen, Ideen und Sichtweisen. Sie bereichert unser Zusammenleben, weil sie uns neue Perspektiven eröffnet und gegenseitiges Lernen ermöglicht. Sie ist die Grundlage dafür, dass Gesellschaften funktionieren und sich weiterentwickeln können. Gleichzeitig steht Vielfalt unter Druck. Ökologische Krisen, soziale Ungleichheit, Ausgrenzung und der Verlust demokratischer Werte bringen Vielfalt in Gefahr. Gerade viele junge Menschen erleben diese Spannungen ganz konkret und suchen nach Wegen, Vielfalt nicht nur zu verteidigen, sondern aktiv zu leben.

Vielfalt ist ein zentrales Prinzip des Fairen Handels – und zeigt sich auf vielen Ebenen. Da ist zum einen die große Produktvielfalt, die zum Entdecken einlädt: Neben Kaffee, Tee und Schokolade gibt es immer wieder neue fair gehandelte Produkte, die überraschen, erstaunen und neugierig machen – von bunten Kartoffelchips bis zu außergewöhnlichen Alltagsprodukten.

 

Gesellschaftliches Engagement und Biodiversität

Vor allem aber lebt der Faire Handel von der Vielfalt engagierter Menschen. In Weltläden, Fairtrade Towns, -Schools und -Universities, Initiativen, Kirchengemeinden, Schulen oder Kommunen machen Menschen haupt- und ehrenamtlich globale Zusammenhänge sichtbar und setzen sich für eine gerechte, offene Gesellschaft ein. Dieses Engagement schafft Räume, in denen junge Menschen mitgestalten, diskutieren und eigene Perspektiven einbringen können.

 

Auch ökologisch leistet der Faire Handel einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt: Durch faire Preise, langfristige Handelsbeziehungen und nachhaltige Anbaumethoden, etwa im Agroforstanbau, werden Biodiversität geschützt und Lebensgrundlagen gesichert.

Gleichzeitig verschließt der Faire Handel nicht die Augen vor den Bedrohungen von Vielfalt: der Industrialisierung der Landwirtschaft, der Machtkonzentration in globalen Lieferketten oder dem Erstarken von Ausgrenzung und Rechtspopulismus. Die Faire Woche macht diese Herausforderungen sichtbar – und zeigt, wie Fair-Handels-Akteure Menschen darin bestärken können, sich für Vielfalt, Solidarität und Gerechtigkeit einzusetzen.

 

Die Faire Woche ist mehr als eine Aktionszeit – sie bringt Menschen zusammen, um Vielfalt bewusst wahrzunehmen, zu erleben und gemeinsam lebendig zu halten.

 

Quelle: www.faire-woche.de

Auszeichnung zur Fairtrade Stadt

Karlsruhe hat sich auch in diesem Jahr für die Titelerneuerung als Fairtrade Stadt beworben und behält den Titel. Bereits seit 2010 zeichnet TransFair e.V. die Stadt Karlsruhe für ihr Engagement im Fairen Handel aus. Als Fairtrade-Stadt setzt sich Karlsruhe dafür ein, den Fairen Handel in Verwaltung, Einzelhandel, Bildungseinrichtungen und Zivilgesellschaft zu stärken und sichtbar zu machen. Ziel ist es, das Bewusstsein für globale Zusammenhänge zu fördern und Menschen zu einem nachhaltigen und verantwortungsvollen Konsum zu ermutigen.

Karlsruhe ist Fairtrade Stadt

Die Stadt Karlsruhe erfüllte 2024 erneut alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade Stadt. Die Auszeich­nung wurde erstmalig im Jahr 2010 durch TransFair e.V. an Karlsruhe verliehen.

Die Akteure und Akteurinnen hinter den Fairen Wochen

Die Faire Woche ist ein jährlicher bundesweiter Aktionszeitraum rund um das Thema Fairer Handel. Ziel ist es, den Fairen Handel in Deutschland noch stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Veranstaltet wird sie vom Forum Fairer Handel, das sich aus dem TransFair e.V., dem Weltladen-Dachverband e.V. und verschiedenen Importeuren sowie de Naturland e.V. zusammensetzt.
Die „Fairen Wochen“ in Karlsruhe sind ein Projekt des Umwelt- und Arbeitsschutzes der Stadt Karlsruhe in Kooperation mit dem Trägerverein des Karlsruher Weltladens Aktion Eine Welt (AEW e.V.).

07. August 2026, Stadt Karlsruhe

Weitere Informationen

Dokument 1.06 MB (PDF)

Faire Wochen Karlsruhe 2026

Fair. Lokal. Engagiert. – Faltblatt mit Veranstaltungsübersicht.

Faire Woche bundesweit

Hintergrundinformationen, Interviews und Aktionsideen zu „Fair handeln – Vielfalt erleben!“.

Agenda 2030

Die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung.

-

Kopieren Kopieren Schreiben Schreiben