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Eine Art „Wärmeinsel“

Elfte Ausgabe der Vesperkirche ohne Einschränkungen gestartet

Ehrenamtliche Helfende  bei der Essensausgabe in der Vesperkirche Vesperkirche am Werderplatz: Pro Tag werden hier bis zu 300 Essensportionen an Bedürftige verteilt. © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

Warme Mahlzeiten, Andachten und auch Kulturprogramm bietet die „Vesperkirche“, die am vergangenen Sonntag in der Johannis-Paulus-Gemeinde am Werderplatz zu ihrer elften Ausgabe ­startete. Nach drei Jahren Einschränkungen durch die Corona-Pandemie findet der Ort der Begegnung erstmals wieder im Inneren der Kirche statt. Freigeräumt von Kirchenbänken bietet sie bis 4. Februar für viele Besucher auch wieder eine Art „Wärmeinsel”.

Wärme und Gemeinschaftsgefühl

„Wir freuen uns, dass es wieder drinnen ist”, sagt Lara Pflaumbaum, die Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde. In den Vorjahren war aufgrund der Kontakt-Einschränkungen die Abgabe von Speisen nur im Innenhof des Kirchenareals möglich. „Wir müssen uns alle neu sortieren, aber die Gäste genießen es, wieder sitzen zu können”, sagt die Geistliche. Das Kirchenschiff ist vier Wochen lang in Sitzreihen eingeteilt, wobei der Kirchenboden vorübergehend zum Schutz mit Spanplatten belegt wurde.

Impressionen der Vesperkirche im Frühjahr 2024

Menschen am Tisch sitzend beim Essen in der Vesperkirche
Ehrenamtliche Helfende  bei der Essensausgabe in der Vesperkirche
Ehrenamtliche Helfende  bei der Essensausgabe in der Vesperkirche
Eine Frau übergibt einem Mann ein paar Schuhe.

Als Tagesmenü gab es an einem der ersten Tage nach Öffnung badische „Rahmblättle“ (geschnittene Kartoffelscheiben) mit Bechamelsoße und Geflügel-Frikadelle. Erstmals steht in diesem Jahr auch eine vegetarische Variante auf dem Speiseplan, in dem Fall waren das Gemüsetaler statt der Frikadellen. Wichtig sei den Organisatoren, so sagt Britta Hansen, die das ehrenamtliche Team leitet, dass jedem Besucher „ein warmer Platz und ein Gemeinschaftsgefühl” bereitet werde. Täglich sind jeweils 52 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu diesem Zweck im Einsatz.

An den ersten Tagen, so berichtet Pfarrerin Pflaumbaum, habe man jeweils etwa 300 Gäste gezählt. Auch neue Gesichter seien dabei. Zum Essen oder auch zum anschließenden Gang in die Kleiderkammer, die montags, mittwochs und samstags geöffnet ist, kommen oft besonders Bedürftige. Ab jeweils elf Uhr am Vormittag ist die Kirche zugänglich. Von 11.30 Uhr bis 13:30 Uhr läuft die Essensausgabe. Bis 15 Uhr gibt es meist noch Kaffee oder ein kulturelles Programm, dann wird die Kirche wieder geschlossen.

Dieser Artikel erschien in der StadtZeitung Nr. 1/2 am 12. Januar 2024.

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