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Neue Gebäudehülle für die Europäische Schule
„Der Primärenergiebedarf unterschreitet seit Abschluss aller Arbeiten die strengen Anforderungswerte für Neubauten nach dem Gebäudeenergiegesetz.“
Die energetische Sanierung im Passivhausstandard und technische Modernisierung zweier Gebäude der Europäischen Schule im Karlsruher Osten spart künftig 80 bis 100 Tonnen CO2 pro Jahr. Moderne Lüftungstechnik schafft ein besseres Klima für die Schüler*innen und das Lehrpersonal. Die Arbeiten zur Ertüchtigung fanden zwischen Frühjahr 2020 und Oktober 2022 teilweise im laufenden Schulbetrieb statt.
Der Gebäudekomplex der Europäischen Schule mit drei Schulgebäuden inklusive Kindergarten, einer Mensa, einer Sportstätte sowie einem Verwaltungsbau samt Aula entstand zwischen 1964 und 1968. Fast 60 Jahre später genügt er nicht mehr den energetischen und auch weiteren Anforderungen an Bestandsgebäude. Basierend auf einem Gutachten von Pfeifer Kuhn Architekten / Balck+Partner aus dem Jahr 2012 fanden nun Arbeiten an zwei Gebäuden des Schulcampus statt. Es handelt sich um das flache, größere Gebäude A, in dem sich eine Kita und Grundschule befinden, und um das zweigeschossige Gebäude D, in dem die Schulverwaltung und die Aula untergebracht sind. Beide Gebäude erhielten im Zuge der Sanierung neue Fensterelemente und eine Holzverkleidung nach Plänen von KUL Kuhn und Lehmann Architekten.
Diese energetische Modernisierung sowie begleitende Brandschutzmaßnahmen einschließlich einer Elektrogeneralsanierung sind ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz in Karlsruhe. Denn: Die Gebäudehülle wurde im Passivhausstandard ertüchtigt. Durch den Einbau von dezentralen Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung und Nachtlüftungsklappen für den sommerlichen Wärmeschutz konnten wir die Behaglichkeit zusätzlich optimieren. Der Primärenergiebedarf unterschreitet seit Abschluss aller Arbeiten nicht nur den Anforderungswert modernisierter Altbauten, sondern sogar die strengeren Anforderungswerte für Neubauten nach dem Gebäudeenergiegesetz.
Das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft betreut die Gebäude der Europaschule, die sich im Eigentum der Stadt Karlsruhe befinden. Das Projekt fand in Kooperation zwischen dem Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft und Volkswohnung Karlsruhe statt; die Kosten betrugen 12,06 Millionen Euro. Die Investition trägt stattliche Früchte in Form von Einsparungen an Wärmeenergie und CO2-Ausstoß. Dieser beträgt jährlich 80 bis 100 Tonnen CO2 im Vergleich zum unsanierten Zustand. Auch in der Hitze des Sommers bieten die sanierten Gebäude nun ein besseres Klima zum Spielen, Lernen, Arbeiten und für Veranstaltungen.
Architektur | Kuhn und Lehmann Architekten PartGmbB, Freiburg |
Projektleitung und -steuerung | Stadt Karlsruhe, Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft und Volkswohnung GmbH, ab Leistungsphase 5 |
Tragwerkplanung | Professor Pfeifer und Partner PartGmbB, Karlsruhe |
Fachplanung Haus- und Elektrotechnik | Bender + Urich GmbH & Co KG, Karlsruhe |
Aufzugsplanung | b.i.g gruppe management GmbH, |
Bauphysik, Akustik | GN Bauphysik Finkenberger + Kollegen Ingenieurgesellschaft mbH, Stuttgart |
Brandschutzgutachten | Ingenieurbüro für Brandsicherheit AGB, |
Außenanlagen | Stadt Karlsruhe, Gartenbauamt |
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination | Peter Eisenmann Dipl.-Ing. |
Bauzeit | 04/2020 bis 10/2022 |
Gesamtaufwand | 12,06 Millionen Euro |
Fotos | Achim Birnbaum Architektur Fotografie |