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Karlsruhe beteiligt sich mit dem Stadtteil Mühlburg am Landesprogramm „Gesund aufwachsen und leben“. Schwerpunkt der Karlsruher Projekte ist die Förderung von Naturerfahrungen und -erleben der Kinder und Jugendlichen.
Die Stadt Karlsruhe fördert durch ein gesundes Aufwachsen für Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil Mühlburg durch das Angebot „Naturerleben“.
Karlsruhe beteiligt sich mit dem Stadtteil Mühlburg dabei an der Landesinitiative „Gesund aufwachsen und leben“, welche Städte und Gemeinden bei einer generationenfreundlichen und gesundheitsförderlichen Kommunalentwicklung unterstützt.
Warum ist Naturerleben so wichtig?
Naturerleben steigert die Resilienz. Das aktive Erleben und Arbeiten in und mit der Natur fördert ein gesundes Freizeitverhalten, verhilft zu Bewegung im Freien und lehrt Achtsamkeit anderen gegenüber. Verantwortungsgefühl, Geduld und Teamgeist sind beim Gärtnern gefordert. Dafür erhalten die Kinder und Jugendliche viele Erfolgserlebnisse, lernen ihre Wohnumgebung ganz anders kennen und verbessern ihre Kenntnisse in Bezug auf Pflanzen, Tiere und Naturzusammenhänge.
Das direkte Erleben von Natur spricht alle Sinne an und ist ein Gegensatz zur digitalen Welt, in der sich viele Jugendliche immer mehr bewegen. Es fördert die Verknüpfung von Synapsen im Gehirn und regt die Phantasie an.
In Kindertagesstätten werden fast alle Kinder Mühlburgs betreut. Schon im Vorschulalter üben sie gesundheitsförderliche Lebensweisen ein: Gesunde Ernährung, Spaß an Bewegung, regelmäßige Zahnpflege. Die Einrichtungen sind sich ihrer Verantwortung für ein gesundes Aufwachsen bewusst und bieten den Kindern viele Bewegungsimpulse im Gebäude, auf der Außenfläche oder bei Spaziergängen zu Spielplätzen. Viele Kitas setzen die Empfehlungen des Bewegungspasses um. Es bestehen zusätzliche Kooperationen mit Vereinen, die regelmäßig mit den Kindern Sport treiben.
Auch wird auf eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst, Müslitagen und abwechslungsreichen Mittagsmahlzeiten geachtet. Zum Trinken werden Wasser und ungesüßte Tees gereicht.
Bei Elternabenden werden externe Beraterinnen und Berater eingeladen, die über gesundheitsförderliche Themen informieren.
Umweltpädagogen kommen in die Grund- und Förderschulen und gestalten mit unterschiedlichen Methoden vom zweistündigen Unterricht bis zur Begleitung bei der Projektwoche ein umweltbezogenes Thema (zum Beispiel Mobilität, Naturkunde, Klima, Ernährung, Fairer Handel).
Der Umwelt- und Arbeitsschutz als Auftraggeber hat Qualitätsziele formuliert. So muss beispielsweise das Angebot an den Bildungsplan Baden-Württembergs angepasst sein und der Erfahrungswelt der Kinder entsprechen. Die Methodenvielfalt soll gewahrt werden und alle Sinne ansprechen. Die Verwendung von nachhaltigen Materialien und ein umweltfreundlicher Zugang zum Veranstaltungsort sind weitere Voraussetzungen.
Die Schulen können das Angebot einfach über die Internetseite anfordern, die Kosten trägt der Umwelt- und Arbeitsschutz.
Der mit 100 betreuten Schülerinnen und Schülern größte Schülerhort in Mühlburg bietet Gärtnern als Angebot für die Freizeitgestaltung an.
Neben dem Aussuchen von geeigneten Pflanzen, dem Ansäen, Auspflanzen und der Pflege lernen die Kinder unter der Anleitung von gärtnerisch erfahrenen Erzieherinnen und Erziehern, wie Blumen, Gemüse und Obst wachsen, welcher Aufwand, welche Geduld nötig sind und wie befriedigend es sein kann, Pflanzen beim Wachsen zu beobachten. Da ein abwechslungsreiches Beet verschiedene Insekten anlockt, können auch hier Naturkenntnisse ausgebaut und Natur erfahren werden.
In den Ferien ergänzen Kurse über die Verarbeitungsmöglichkeiten von Pflanzen die gewonnenen Kenntnisse (z.B. Welcher Tee hilft bei Bauchschmerzen? Körperwahrnehmung, Selbsthilfe, Eigenverantwortung. Wie färben Pflanzen?)
Die Schulgärten zweier Grundschulen in Mühlburg sind in den Curricula der Schulen eingebunden. Umweltpädagoginnen zeigen den Schülerinnen und Schülern jede Woche Biologie zum Mitmachen: Aussäen, Gießen, Ernten, Zubereiten, Unterstützen und Kennenlernen von Insekten und Vögeln der Gärten.
Umwelt- und Arbeitsschutz
Kommunale Gesundheitsförderung