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Gondoletta im Zoologischen Stadtgarten wieder in Betrieb

Gartenbauamt und Fachfirma bergen umgestürzte Weide am Stadtgartensee

Entfernung der Weide mit Autokran im Zoologischen Stadtgarten Entfernung der Weide mit Autokran im Zoologischen Stadtgarten © Stadt Karlsruhe, Gartenbauamt

Nach der Meldung am frühen Montagmorgen über die umgestürzte Weide am See wurde die Bergung des Baumes durch das Gartenbauamt unmittelbar vorbereitet. Bereits gestern Morgen fand ein Ortstermin mit der beauftragten Firma statt, um den geeigneten Autokran sowie die erforderliche Aufstellfläche abzustimmen. Nachdem feststand, wo der Kran sicher positioniert werden kann, wurde am Montagvormittag ein baumverträglicher Korridor zwischen zwei Platanen in der Platanenallee freigeschnitten. Am Dienstagmorgen konnte dann die Weide restlos entfernt werden. Bei der Bergung war auch die Seilklettergruppe vor Ort.

Nach Entfernung der Weide wurde im Anschluss eine Sicherheitsfahrt der Gondoletta durchgeführt. Die Anlage ist damit wieder betriebsbereit.

Äußerlich vital, innerlich von Pilz befallen

Die umgestürzte Weide war im Rahmen der jährlich stattfindenden Regelkontrolle regelmäßig überprüft worden, diese erfolgen im Wechsel im belaubten und unbelaubten Zustand. Bei der zuletzt im Mai 2025 durchgeführten Kontrolle wies der Baum äußerlich keinerlei Defektsymptome auf und zeigte sich vital. Aufgrund seiner Neigung in Richtung See war die Weide bereits vor rund drei Jahren im Kronenbereich zurückgeschnitten worden. Ein weiterer Kronenschnitt war für den kommenden Winter vorgesehen.

Am nun liegenden Baum ist im Bereich des Wurzelstocks eine Fäule erkennbar. Die Art der Holzzersetzung deutet auf einen Befall mit dem Brandkrustenpilz hin.

Brandkrustenpilz im Stamm der Weide, der von außen nicht zu erkennen war.

Dabei handelt es sich um einen aggressiven Fäuleerreger, der sich über längere Zeit unbemerkt im Wurzelstock ausbreiten kann. Äußerlich sichtbare Anzeichen einer Vitalitätsabnahme in der Krone müssen dabei nicht zwingend vorhanden sein.

Neben der jährlichen Regelkontrolle werden durch das Gartenbauamt auch tägliche Sichtkontrollen auf den Wegen und Zugangsbereichen durchgeführt. Dabei werden die Bäume und Anlagen regelmäßig auf offensichtliche Veränderungen oder akute Gefahrenlagen überprüft.

Trotz regelmäßiger Kontrollen bleiben Schäden manchmal unsichtbar

Die Auswirkungen des Klimawandels stellen Bäume zunehmend vor zusätzliche Herausforderungen. Insbesondere sehr heiße und trockene Sommer führen zu erheblichem Stress und können die Vitalität und Widerstandsfähigkeit von Bäumen beeinträchtigen. Trotz der regelmäßigen Kontrollen und der daraus abgeleiteten Maßnahmen lassen sich natürliche Entwicklungen und insbesondere verborgene Schäden im Inneren eines Baumes nicht mit absoluter Sicherheit ausschließen. Eine hundertprozentige Sicherheit kann daher bei Bäumen trotz fachgerechter und regelmäßiger Kontrolle nicht garantiert werden.

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