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Sperrmüll auf Abruf wird eingeführt

Sperrige Abfälle aus Privathaushalten stehen als Sperrmüll am Straßenrand Der Straßensperrmüll in der jetzigen Form wird abgeschafft. © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

Der Gemeinderat hat die Abschaffung des Straßensperrmülls im gesamten Stadtgebiet zum 1. Januar 2027 einstimmig beschlossen. Der „Sperrmüll auf Abruf“ wird im Gegenzug erweitert, so dass dann zwei kostenfreie Termine jährlich mit einem Abholvolumen von bis zu vier Quadratmetern möglich sind. Außerdem soll es einen kostenpflichtigen Express-Service geben. Dieser soll den Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, dass ihr Sperrmüll innerhalb von fünf Werktagen ab Anmeldung abgeholt wird.

Grund für die Änderung ist, dass es beim bisherigen Straßensperrmüll in den vergangenen Jahren immer häufiger Probleme gab: Falsche Ablagerungen, zusätzliche Verschmutzungen und ein hoher Reinigungsaufwand haben gezeigt, dass das System in seiner bisherigen Form nicht mehr zeitgemäß ist.

Verbesserter Service

Stadträtin Leonie Wolf (Grüne) hob hervor, dass durch die Umstellung weniger Kosten anfallen und es einen deutlich besseren Service geben werde. Stadtrat Tobias Bunk-Merkel (CDU) betonte, dass seine Fraktion eine echte Verbesserung sehe, so etwa in Bezug auf eine verstärkte Sauberkeit, bessere Trennqualität bei gleichzeitig weniger Kosten. Elke Ernemann sagte: „Die neue Regelung macht Sinn.“ Inzwischen gebe es in Karlsruhe einen Mülltourismus, „es war nicht mehr schön“, so das Fazit der SPD-Stadträtin. Dr. Paul Schmidt sah ein Problem bei der Volumenbegrenzung auf vier Kubikmeter. „Das ist zu wenig“, befürchtete der AfD-Stadtrat. Stadtrat Dr. Stefan Noé (FDP/FW) sagte: „Das TSK zeigt, dass es Service neu denkt.“ Der neue Expressservice sei ein starkes Signal. Wie andere Ratskolleginnen und -kollegen vor ihm bezeichnete sich auch Einzelstadtrat Friedemann Kalmbach (FÜR) „als früherer Fan des Straßensperrmüll“ – nun allerdings nicht mehr.

Nach Ende der Diskussion zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup erfreut über die breite Unterstützung bei diesem „Emotionsthema“. -gia-

Dies ist ein Beitrag der StadtZeitung, die auch in gedruckter Form erscheint. Alle Ausgaben des ePapers sind digital verfügbar.

Mehr zu städtischen Themen und den Aktivitäten der Stadtverwaltung Karlsruhe unter.karlsruhe.de/stadtzeitung.

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