Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hat zum Tode der ehemaligen Stadträtin Doris Baitinger allen Angehörigen im Namen der Stadt Karlsruhe und ihres Gemeinderats wie auch persönlich sein Beileid ausgesprochen.
Mit Doris Baitinger sei eine hochgeschätzte Kommunalpolitikerin von uns gegangen, die mit Ausnahme einer Sitzungsperiode von 1989 bis 2014 als Stadträtin mit Leidenschaft für die Bürgerinnen und Bürger von Karlsruhe wirkte, so das Stadtoberhaupt in seinem Kondolenzschreiben. „Ab 1994 als stellvertretende Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion und ab 2004 als deren Vorsitzende prägte sie die Arbeit des Gemeinderats über viele Jahre hinweg maßgeblich.“
Im Gemeinderat und seinen Ausschüssen habe sie ihre Überzeugungen mit Nachdruck, Sachverstand und großer Leidenschaft vertreten. „Sie war eine streitbare Persönlichkeit, die ihre Positionen klar vertrat, dabei jedoch stets fair, respektvoll und dem demokratischen Miteinander verpflichtet blieb“, schreibt Mentrup weiter. Dafür habe sie fraktionsübergreifend hohe Anerkennung und Wertschätzung genossen. Ein besonderes Anliegen seien ihr die Chancengleichheit, eine zukunftsorientierte Bildungspolitik sowie die Teilhabe aller Menschen an einem selbstbestimmten Leben in unserer Stadt gewesen. Das Wohl Karlsruhes habe stets im Mittelpunkt ihres Handelns gestanden.
Für ihr langjähriges kommunalpolitisches Wirken wurde sie 2014 vom Städtetag Baden-Württemberg mit dem Verdienstabzeichen in Silber für ihre 20-jährige Gremienarbeit ausgezeichnet. „Diese Ehrung würdigt eindrucksvoll ihren nachhaltigen Einsatz für unsere Stadt und ihre Bürgerschaft.“
Auch beruflich habe Doris Baitinger den Dienst am Menschen in den Mittelpunkt ihres Lebens gestellt. Nach ihrem Studium an der Universität Karlsruhe unterrichtete sie die Fächer Mathematik, Physik und Chemie am Albertus-Magnus-Gymnasium in Ettlingen und prägte dort Generationen junger Menschen. Darüber hinaus engagierte sie sich weit über ihre kommunalpolitische Tätigkeit hinaus in vielfältiger Weise für das Gemeinwohl. So war sie unter anderem Vorsitzende des Fördervereins Karlsruher Stadtgeschichte und setzte sich für PATENKINDER PERU sowie Wildwasser Karlsruhe ein. Zudem unterstützte sie die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie das Ludwig-Marum-Forum.