Die Sanierung des Kauzbrunnens im Waldstadtzentrum ist abgeschlossen. Nach der erfolgreichen technischen Instandsetzung und einem neuen Anstrich wurde der von Emil Wachter gestaltete Brunnen am 22. Juli 2026 wieder in Betrieb genommen und im Rahmen einer kleinen Feier offiziell eingeweiht.
Lackierarbeiten gespendet
Ein wichtiger Baustein der Sanierung war der neue Anstrich, der Mitte Juli im Rahmen einer gemeinsamen Aktion der Maler- und Lackiererinnung sowie der Stadt Karlsruhe umgesetzt wurde. Die Arbeiten wurden von der Maler- und Lackiererinnung Mittelbaden/Nord kostenfrei ausgeführt und damit als Spende für den Erhalt des Brunnens geleistet. Die Auszubildenden der Innung sorgten für die fachgerechte Umsetzung der seinerzeit vom Künstler definierten Gestaltungsvorgaben. Bereits vor einigen Jahren war der Brunnen im Rahmen einer ähnlichen Kooperation gemeinsam mit der Malerinnung instandgesetzt worden. Die erneute Zusammenarbeit zeigt, wie Stadt und regionales Handwerk gemeinsam zum Erhalt öffentlicher Kunstwerke beitragen können.
Die Initiative zur Sanierung wurde angestoßen, um das künstlerische Erbe des Karlsruher Künstlers Emil Wachter dauerhaft zu bewahren. Die Töchter Emil Wachters sowie die Emil-Wachter-Stiftung begleiteten das Projekt eng und brachten ihre Expertise bei der Abstimmung der Farbgestaltung ein. So konnte der Brunnen nicht nur technisch erneuert, sondern auch in seinem künstlerischen Erscheinungsbild erhalten werden.
Neben der optischen Aufwertung wurden die erforderlichen technischen Arbeiten abgeschlossen. Verkalkte Düsen wurden instandgesetzt, die Wassertechnik überarbeitet und die Voraussetzungen geschaffen, den Brunnen wieder dauerhaft zu betreiben.
Prägendes Kunstwerk
Der Kauzbrunnen ist nicht nur ein prägendes Kunstwerk im Waldstadtzentrum, sondern zugleich ein öffentlicher Trinkbrunnen. Mit seiner Wiederinbetriebnahme steht den Bürgerinnen und Bürgern künftig wieder kostenloses Trinkwasser zur Verfügung.
Im Rahmen der Feier bedankte sich der Vorsitzende des Bürgervereins Waldstadt Dr. Hubert Keller beim Gartenbauamt, der Maler- und Lackiererinnung sowie allen weiteren beteiligten Firmen für ihr Engagement und die erfolgreiche Instandsetzung des Brunnens.
Ein schönes Zeichen setzte das Interesse einiger Bürgerinnen und Bürger der Waldstadt, sich künftig um den Brunnen und dessen Sauberkeit zu kümmern. Sie wurden auf die Möglichkeit hingewiesen, über die Europäische Brunnengesellschaft eine Patenschaft als Brunnenpatin oder Brunnenpate zu übernehmen. Die anwesende Vorsitzende der Europäischen Brunnengesellschaft, Dr. Rahsan Dogan, freute sich über die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement und begrüßte die Initiative ausdrücklich.