Den Herausforderungen der urbanen Transformation wollen sich das KIT und die Stadt Karlsruhe künftig gemeinsam stellen. Zu diesem Zweck unterzeichneten Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und KIT-Präsident Prof. Jan S. Hesthaven ein "Memorandum of Understanding" (MoU). In dieser Absichtserklärung werden als Ziele der Zusammenarbeit unter anderem transdisziplinäre Forschung zur nachhaltigen Stadtentwicklung, Verzahnung praxisbezogener Wissensbestände, die gemeinsame Bearbeitung urbaner Transformationsprozesse sowie die Schaffung von Qualifikations- und Lernmöglichkeiten genannt. Während das KIT vorrangig wissenschaftliche Expertise und Erfahrung in Forschung einbringt, ermöglicht die Stadt Zugang zu relevanten kommunalen Daten und die Erprobung von Maßnahmen im Stadtraum. Die Vereinbarung gilt für eine Dauer von fünf Jahren und beinhaltet keine finanziellen Verpflichtungen.
SPARK als neuer Lernort
"Wir wollen Wissenschaft machen, die wirkt", erklärte KIT-Präsident Hesthaven die Motivation seines Hauses für das MoU. Neben einem transdisziplinären Ansatz sei ein weiteres wichtiges Anliegen, "Forschung nicht im Elfenbeinturm zu belassen". Sichtbares Zeichen dieser Bestrebungen ist unter anderem der neue Forschungs- und Lernraum SPARK am Kronenplatz, wo die Vereinbarung unterzeichnet wurde. Dort entstehen derzeit Räumlichkeiten für das Sustainable Future Lab, welche von den Vertragspartnern für die gemeinsame Arbeit genutzt werden können.
Städte müssen resilienter werden
OB Mentrup freute sich, dass das KIT mit dem SPARK auch zur Belebung der Innenstadt beiträgt. Das MoU bezeichnete er als "einen guten Start in eine noch intensivere Zusammenarbeit". Schließlich seien die verschiedenen Institute des KIT "eine unerschöpfliche Quelle" gerade bei der Entwicklung resilienter Städte. Themen wie Klimaanpassung, Kreislaufwirtschaft und neue Formen der Teilhabe seien wichtige Bausteine "in dieser gemeinsamen Mission", Wissenschaft- und Stadtentwicklung zu verknüpfen.
Urbanes Transformationslabor
Auch Prof. Dr. Daniel Lang vom Sprecherteam des KIT-Zentrums Mensch und Technik (MuT) verwies darauf, dass "ganz viele Lösungen in Städten generiert" würden. Karlsruhe nehme hierbei die Funktion eines urbanen Transformationslabors ein. Mit der Stadtverwaltung stehe das KIT bereits in engem Kontakt etwa bei der Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzept ISEK, bei Circular Econoy oder beim Entsiegelungskonzept. -eck-