Sechs Spielfelder, 600 Tribünenplätze für Veranstaltungen und ein lichtdurchflutetes Inneres: Am letzten Schultag vor den Pfingstferien wurde die neue Sporthalle im Schulzentrum Südwest in Oberreut nach rund dreieinhalb Jahren Bauzeit offiziell eingeweiht.
Baubürgermeister Daniel Fluhrer bezeichnete den Neubau als „schönes, funktionales Bauwerk und architektonisches Highlight“. Das rund 100 Meter lange und 45 Meter breite Gebäude umfasst zwei vollwertige Dreifeldsporthallen (2.430 Quadratmeter reine Sportfläche), die von der Engelbert-Bohn-Schule, der Sophie Scholl-Realschule sowie der Anne-Frank-Schule und mehreren Vereinen insbesondere für Ballsportarten genutzt werden. Der vordere Hallenteil ist für Veranstaltungen vorgesehen, auf der Tribüne finden rund 600 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz.
Der Vorgängerbau aus den 1970er Jahren war aufgrund von Baumängeln sowie Asbestbelastung 2016 stillgelegt und später abgebrochen worden. Die Projektkosten für den Neubau lagen bei rund 37 Millionen Euro; das Land Baden-Württemberg bezuschusste den Bau im Rahmen der Sportstättenbauförderung mit Mitteln in Höhe von 600.000 Euro. Es sei gelungen im Kosten- und Budgetrahmen zu bleiben, so Fluhrer weiter.
Die neue Sporthalle ist nicht nur energieeffizient, es wurden auch nachhaltige Baumaterialien wie Recyclingbeton und Holz verwendet. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage installiert. Bei der Planung sei es ihm wichtig gewesen, ein einladendes und helles Gebäude zu entwerfen, das Kontakt zum umgebenden Grün schaffe, betonte Architekt Lukas Hundhausen, der statt eines symbolischen Schlüssels einen Basketball an Sportbürgermeisterin Yvette Melchien überreichte.
„Es ist herausragend, was hier der Karlsruher Sportwelt zur Verfügung gestellt wird“, freute sich Melchien. Nicht nur der Sportunterricht an den Schulen profitiere von den vielen Trainingsmöglichkeiten, auch die Sportvereine würden gestärkt. Zudem sei der Neubau für die im Jahr 2029 in Karlsruhe stattfindenden World Games bedeutend, so Melchien. -jd-