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Aus vier werden sechs Gruppen

Bauausschuss ebnet den Weg für Kita-Neubau in Palmbach / Fertigstellung bis 2029

Gebäudeansicht Kindertagesstätte Henri-Arnaud-Straße Gebäudeansicht Kindertagesstätte Henri-Arnaud-Straße © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

Mit seinem einstimmigen Votum machte der Bauausschuss des Gemeinderats unlängst den Weg frei für den Neubau der Kita in Palmbach. Der bisherige Sperrvermerk wird aufgehoben. Auf dem Grundstück an der Henri-Arnaud-Straße kann somit ein Ersatz für das bisherige, aus den 1950er und 1970er Jahre stammende und stark sanierungsbedürftige Gebäude entstehen. Dabei wird die Kita von vier auf sechs Gruppen erweitert. Mit dem Baubeginn rechnet das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft (HGW) für Ende 2027, zwei Jahre später soll die Einrichtung bezugsfähig sein. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 12,1 Millionen Euro, hinzu kommen außerdem 400.000 Euro für den Abbruch des alten Gebäudes. Zur Finanzierung des Projektes sollen Zuschüsse aus dem Länder- und Kommunalinfrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) herangezogen werden.

Kriterien für Nullenergiegebäude erfüllt

Dem Plan zugrunde liegt der Entwurf des 1. Preisträgers aus dem Architektenwettbewerb, den das Büro "Architektur 109" aus Stuttgart errungen hatte. Dieses Konzept sieht ein Hanggeschoss, ein Erdgeschoss sowie ein Obergeschoss vor. Während ersteres Küche, Mehrzweckraum, Lager und Technikflächen aufnehmen soll, beherbergen das in Holzbauweise erstellte Erd- und Obergeschoss die Gruppenräume. Durch den Einsatz einer Wärmepumpe sowie Photovoltaik erfüllt die neue Kita die Kriterien für ein Nullenergiegebäude.

Im Wettbewerb für die Gestaltung der zukünftigen Kindertagesstätte in Palmbach setzte sich dieser Entwurf des Büros "Architektur 109" durch.

Frage nach ausreichendem Hitzeschutz

Während der Baubeschluss selbst ohne Diskussion über die Bühne ging, warf Dr. Susanne Heynen (Grüne) aus aktuellem Anlass die Frage auf, ob der Hitzeschutz für Kindertagesstätten noch ausreichend sei. "Das Thema treibt uns sehr um", bestätigte HGW-Amtsleiterin Prof. Anne Sick. Bislang habe man die Strategie einer passiven Kühlung verfolgt. Doch ob dies noch ausreichend ist, soll nun bei einer Erhebung ermittelt werden. Kühlgeräte betrachte HGW als Zukkunftsvision, allerdings, so Sick, "wird das nicht von heute auf morgen umsetzbar sein, weder technisch noch finanziell". Wie Projektleiter Clemens Roth ergänzte, kommt der künftigen Kita Wettersbach der vorhandene hochgewachsene Baumbestand als Verschattung zugute. Außerdem ließen sich die für die Wärmepumpe einzubauenden Erdsonden auch zur Kühlung nutzen. Die meisten anderen Kitas hätten diese Option indessen nicht, wenn sie an die Fernwärme angeschlossen sind. -eck-    

Dieser Beitrag gehört zur StadtZeitung, die auch in gedruckter Form erscheint. Alle Ausgaben des ePapers sind digital verfügbar.

 

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