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Das Exotenhaus im Zoo Karlsruhe
Das 1955 erbaute Tullabad - einst modernstes deutsches Hallenbad - wurde 2008 geschlossen und dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe zur weiteren Nutzung übergeben. Vorausgegangen war ein Wettbewerb zur Erweiterung des Zoos und in diesem Zusammenhang auch der Umnutzung des ehemaligen Tullabades in ein Exotenhaus.
„Der sogenannte Lebensraum Uferlandschaft wird in der ehemaligen großen Schwimmhalle über drei Ebenen präsentiert.“
Das neue Exotenhaus hat jetzt mehrere Funktionen: Zum einen ist das ehemalige Schwimmbad nun Heimat für jede Menge Tiere und zum anderen befindet sich hier die Abteilung für Zoopädagogik mit entsprechenden Schulungsräumen. Darüber hinaus freuen sich die Besucherinnen und Besucher an der Erlebnisgastronomie im „EXO“. Das Restaurant ist für die Gäste des Zoologischen Stadtgartens als Selbstbedienungsbereich organisiert und kann über die große Terrasse vom Zoo und Stadtgarten aus besuchtwerden. Der Gastraum mit circa 100 Sitzplätzen bietet über eine Glasabtrennung Einblick in das Exotenhaus.
Der Gast betritt die große Halle des Exotenhauses vom Eingang auf der Zoo-Seite im Westen und taucht in den „Lebensraum Uferlandschaft“ ein. Dieser wird in der ehemaligen großen Schwimmhalle über drei Ebenen präsentiert. Der Rundgang führt über die ehemalige kleine Schwimmhalle mit Riesenschildkröten, Stumpfkrokodilen und Terrarien vorbei an Vogel-Volieren durch eine Flusslandschaft nach unten und schließlich an einem Wasseranschnitt entlang in das Kellergeschoss zur Fledermaushöhle. Dann geht es weiter vorbei an Terrarien und Aquarien und von dort wieder zurück in die Halle. Über eine Brücke am „Wasserfall“ erreichen die Gäste die obere Aussichtsebene.
Die Tiere befinden sich sowohl in Gehegen, Volieren, Aquarien, Terrarien als auch frei lebend in der Halle. Der „Lebensraum Uferlandschaft“ wird durch eine Urwald ähnliche Bepflanzung gestaltet, inmitten einer naturnahen Felsenlandschaft mit einem abgestuften Wasserfall. Die ehemalige Besuchertribüne gibt durch ihre Terrassenform den Verlauf des Wasserfalls, der letztlich in die Flusslandschaft mündet, vor. Drei neue Oberlichtbänder in der Decke der großen Halle versorgen die Pflanzen und Tiere mit zusätzlichem Tageslicht. Die Fassade wurde denkmalgerecht erneuert. Tierhaltungs- und Aufenthaltsbereiche für das Tierpflegerteam befinden sich im Wesentlichen im sogenannten Backstage-Bereich hinter der Tribüne im Erd- und Obergeschoss.
Architektur | Architekturbüro Bach/Schwarzbrunn/Zabries, Stendal |
Projektleitung | Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft |
Bauleitung | Architekturbüro Philipp Kern, Karlsruhe |
Landschaftsplanung | Planungsbüro Kreikenbaum und |
Tragwerksplanung | Ingenieurbüro Künstlin, Karlsruhe |
Aquarien-Terrarien | Planungsgruppe Zoo Gebäude und |
Aquarien/-Terrarienplanungsberatung | BNA, Hambrücken |
Fachplanung Haustechnik | Ingenieurbüro für Haustechnik IBK |
Fachplanung Elektrotechnik | Planungsbüro für Fachplanung |
Bauphysik | GN Bauphysik Finkenberger + Kollegen, Stuttgart |
Schadstoffentsorgung | ARCADIS Deutschland GmbH, Karlsruhe |
Bauzeit | Oktober 2012 bis Juni 2015 |
Gesamtaufwand | circa 20 Millionen Euro |
Fotos | bild_raum, Stephan Baumann, Karlsruhe |