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Fassadensanierung an der Federbachschule
Die äußere Hülle der denkmalgeschützten Federbachschule im historischen Kern des ehemaligen Fischerdorfs Daxlanden war etwas in die Jahre gekommen. Umfangreiche Arbeiten an Putz und Steinen sowie die Erneuerung der Fenster und weitere Sanierungsmaßnahmen haben die Fassaden des hübschen Schulgebäudes zwischen 2018 und 2020 auf einen zukunftsfähigen Stand gebracht. Der Gesamtaufwand belief sich auf rund 600.000 Euro brutto.
„Nach der Sanierung ist das Gebäude wieder sicher und zeitgemäß hergerichtet. Schülerinnen und Schüler werden in stimmiger Umgebung spielen und lernen.“
Im Fokus der Sanierungsarbeiten standen die Sandsteinelemente des Gebäudes, da Verwitterung, mangelhafte Verfugung und ein abblätternder Anstrich, Optik und Sicherheit der in Sandstein gefertigten Fassadenelemente beeinträchtigten. Doch auch andere Elemente waren in Mitleidenschaft gezogen. Dazu gehörte der Putz: Der Ober- hatte sich vom Unterputz gelöst und Blasenbildung begünstigt. Zur Aufgabe gehörte ebenfalls, die nicht bauzeitlichen Fenster zu erneuern und zwei vermauerte Fensteröffnungen wieder zu aktivieren. Die vorhandenen Innenfensterbänke waren asbesthaltig, die Elektrik lag teilweise auf Putz.
Mit hoher Priorität erfolgten die Arbeiten, nachdem festgestellt worden war, dass bei längerem Aufschieben der Maßnahme ein Sanieren der Fassade nicht mehr möglich sein würde. Die Fassade wurde – mit besonderer Sorgfalt bei den Sandsteinelementen – abgebeizt und mit Hochdruck-Sandstrahler gereinigt. Putz-, Stuck- und Natursteinarbeiten stellten die strukturierten Fassadengestaltung wieder vollständig her. Die verschlossenen Fensteröffnungen wurden geöffnet und gemeinsam mit den vorhandenen durch neue denkmalgerechte Fenster mit Dreifachverglasung ersetzt. Eine Holztür ersetzt eine nicht bauzeitliche Aluminiumtür im Haupteingang zum Gebäude vom Schulhof. Die Elektrik liegt nun unter Putz; der Blitzschutz ist auf Stand gebracht. Gegen Hitze und intensive Sonneneinstrahlung gibt es auf allen Seiten außer der Nordseite nun außenliegende Sonnenschutzmarkisen.
Durch die Sanierung hat das unter Denkmalschutz stehende Gebäude viel seines alten Charakters zurückerhalten. Das 1881-82 nach Entwürfen der Großherzoglichen Bezirksbauinspektion errichtete zweigeschossige Schulgebäude mit Walmdach steht auf einem kräftigen Natursteinsockel. Sein kompakter rechteckiger Grundriss ermöglicht vier beziehungsweise fünf Fensterachsen – viel Licht zum Lernen. Heute nutzt es die Federbachschule, ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung.
Architektur | Architekturbüro Behrens, Landau |
Projektleitung | Stadt Karlsruhe, Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft |
Fachplanung Elektrotechnik | IBE Rayher, Ingenieurbüro Elektrotechnik, Karlsruhe |
Sonstige Planer | Restauratorsiche Farbuntersuchung: Böttcher Restaurierung |
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination | IWP Ingenieurberatung Wilfried Peter |
Bauzeit | 05/2018 – 07/2020 |
Gesamtaufwand | ca. 600.000 Euro brutto |
Fotos | Dirk Altenkirch, Karlsruhe |
Text | Cordula Schulze |