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Liebe Bürgerinnen und Bürger,
Begriffe wie Klimawandel, Klimaschutz, Klimawandelanpassung und Klimagerechtigkeit sind allgegenwärtig. Tagtäglich lesen und hören wir davon oder nehmen selbst klimabedingte Veränderungen wahr. Viele Menschen setzen sich bereits dafür ein, diesen negativen Entwicklungen entgegenzuwirken und eine nachhaltige Zukunft zu sichern. Hierzulande, wie auch in den Ländern des globalen Südens, sind es oft gerade junge Menschen, die auf Missstände aufmerksam machen und ihre Zukunft innovativ gestalten. Obwohl sie selbst kaum zum fortschreitenden Klimawandel beigetragen haben, bekommen sie die Folgen noch lange zu spüren.
Die Faire Woche 2024 greift daher unter dem Motto „Fair. Und kein Grad mehr!“ erneut das Thema Klimagerechtigkeit auf. In diesem Jahr wird besonders die Perspektive der jungen Generation auf die Klimakrise beleuchtet.
Die Karlsruher Stadtverwaltung wie auch die Stadtgesellschaft setzen sich mit gezielten Konzepten, Maßnahmen, Kampagnen, Beteiligungsangeboten und vielem mehr beherzt fürs Klima und damit verbundene gesellschaftliche Themen ein. Ich lade Sie dazu ein, selbst aktiv zu werden und die Angebote der Fairen Wochen in Karlsruhe zu nutzen, um die vielfältig engagierten Akteure und deren Einsatz für die globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 sowie für den Fairen Handel kennenzulernen.
Besuchen Sie zum Beispiel die Ausstellung „FIT FOR FAIR“, welche die Fairtrade Stadt Karlsruhe in der Stadtbibliothek präsentiert oder die Kunstinstallation „GAIA“ in der evangelischen Stadtkirche mit ihrem abwechslungsreichen Rahmenprogramm.
Herzliche Grüße,
Ihre Bürgermeisterin Bettina Lisbach
Die Faire Woche lädt Bürgerinnen und Bürger ein, zahlreiche lokale zivilgesellschaftlich Aktive sowie deren Engagement für die globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 und den Fairen Handel kennenzulernen.
Für die Auswahl sind keine Veranstaltungen im Kalender eingetragen. Besuchen Sie unseren Veranstaltungskalender für Alternativen.
Ev. Stadtkirche Karlsruhe, 13 bis 22 Uhr
Ein ganz besonderes Highlight in diesem Jahr ist die Kunstinstallation „GAIA“ von Luke Jerram in der evangelischen Stadtkirche am Marktplatz. Unter dem Motto „Erlebe das blaue Wunder! Nachhaltigkeit mit WOW-Effekt“ können Besucherinnen und Besucher die weltweit vielbeachtete Kunstinstallation erstmals in Baden-Württemberg bestaunen.
Luke Jerram hat die Erdoberfläche anhand von Aufnahmen der US-Weltraumorganisation NASA originalgetreu und maßstabsgerecht nachgebildet. So lässt sich der von Astronauten beschriebene atemberaubende “Overview-Effekt” erleben.
Die Installation wird begleitet von einem vielfältigen Programm für alle Altersgruppen wie zum Beispiel Konzerten, Talks, Workshops, Poetry Slam, Gottesdiensten und vielem mehr, die zum Teil auch in das Programm der Fairen Wochen in Karlsruhe einfließen.
Stadtbibliothek Karlsruhe, Lesecafé
Alles fair? Wer produziert eigentlich unsere Sportartikel – von der Kleidung bis zum Ball? Und unter welchen Bedingungen?
In der Wanderausstellung „Fit for Fair“ wird den Fragen nachgegangen, ob Sport ohne Fair Play denkbar ist, ob bei der Produktion von Sportkleidung und Sportbällen alles fair abläuft und wie faires Miteinander auch über bewusste Kaufentscheidungen in den Verein hineinwirken kann.
Fair Play beginnt bereits vor dem Spiel – nämlich schon bei der Produktion und dem Kauf von Sportequipment. Dieser Gedanke zieht sich als Roter Faden durch die Ausstellung - hin zu vielfältigen Impulsen für ein Engagement für globale Gerechtigkeit im Sportverein.
16. Oktober: Multimediavortrag „Der Ball ist rund – FAIRE Ballproduktion in Pakistan“
Referent: Robert Weber, Faire Bälle Bad Boyz
19 Uhr, Stadtbibliothek Karlsruhe
8. bis 20. Oktober: Workshopangebot für Schulen zur Ausstellung
Informationen und Anmeldung per E-Mail
Als Fairtrade-Stadt hat Karlsruhe sich der Aufgabe verschrieben, die Bewusstseinsbildung für den Fairen Handel sowie die Vermarktung fair gehandelter Produkte in der Stadtverwaltung, im städtischen Einzelhandel und in der Zivilgesellschaft zu unterstützen. In diesem Sinne zeigt die Fairtrade-Stadt die Wanderausstellung des Entwicklungspädagogischen Informationszentrum Göttingen (EPIZ) „Fit for Fair“ im Rahmen der Fairen Wochen.
FAIR. UND KEIN GRAD MEHR! #FAIRHANDELN für Klimagerechtigkeit weltweit
2024 ist das zweite Jahr, in welchem die weltweite Klimakrise und Klimagerechtigkeit das Thema der bundesweiten Fairen Wochen sind. Denn sie sind ein zentrales globales Thema und es ist wichtig, dass wir jetzt gemeinsam handeln!
Das Motto der diesjährigen Fairen Woche ist ein Appell, der sich an alle Akteure der Gesellschaft richtet. Alle sind aufgefordert, neu zu denken.
„Die gute Nachricht ist: Viele funktionierende und attraktive Alternativen gibt es schon“, so Ingeborg Pujiula, Bildungsreferentin des Weltladen Karlsruhe/Aktion Eine Welt e.V.
Auch wenn der größte Hebel für mehr Klimagerechtigkeit bei der Politik liegt, hat jeder und jede Einzelne von uns zahlreiche Möglichkeiten! Die Fairen Wochen Karlsruhe und die bundesweite Faire Woche laden dazu ein, den Fairen Handel und weitere Handlungsalternativen kennenzulernen.
Die kleinbäuerlichen Betriebe werden unterstützt durch Sensibilisierung für den Klimawandel und seine Ursachen, Anpassung der landwirtschaftlichen Methoden, Hervorhebung der Bedeutung der Diversifizierung und deren Ausgestaltung und Transformation zu erneuerbaren Energiequellen. Dabei werden gezielt junge Menschen und Frauen aktiv eingebunden und die Planungs- und Anpassungskapazität der kleinbäuerlichen Betriebe wird erhöht. Das bewirkt eine Erhöhung der Ernährungssicherheit der Haushalte, vor allem durch Diversifizierung der angebauten Pflanzen. Gleichzeitig werden z.B. degradierte Flächen vor allem durch Agroforstwirtschaft wiederaufgeforstet, die Bodenfruchtbarkeit wird verbessert und der Brennholzverbrauch durch grünere Energiequellen verringert. Das alles steigert den Ertrag und das Haushaltseinkommen auf über das Doppelte, auch weil die Produktionskosten durch die Umstellung auf ökologische Ansätze gesenkt werden. (Quelle: fairtrade.de)
Hier ist immer nur von kleinbäuerlicher Landwirtschaft die Rede. Ist nicht der Ansatz der industriellen Landwirtschaft mit Gentechnik und großem Pestizideinsatz viel besser für eine gesicherte Ernährung der Weltgemeinschaft? Nein. Der Weltagrarbericht hat mit diesem Mythos schon vor über 10 Jahren aufgeräumt. Er hat festgestellt, dass Investitionen in die kleinbäuerliche Produktion das dringendste, sicherste und vielversprechendste Mittel sind, um Hunger und Fehlernährung zu bekämpfen und zugleich die ökologischen Auswirkungen der Landwirtschaft zu minimieren. „Wo Kleinbauern genügend Land, Wasser, Geld und Handwerkszeug haben, produzieren sie einen deutlich höheren Nährwert pro Hektar als industrielle Landwirtschaft, in der Regel mit erheblich niedrigerem externen Input und geringeren Umweltschäden. Sie können sich besser und flexibler den Erfordernissen und Veränderungen ihrer Standorte anpassen und mehr Existenzen auf dem Lande sichern, weil sie arbeitsintensiver sind.“
(Quelle: weltagrarbericht.de)
Auch junge Menschen haben wenig zur Entstehung der Klimakrise beigetragen. Gerade sie werden aber in den nächsten Jahren und Jahrzehnten erheblich mit ihren Folgen zu kämpfen haben. Daher rückt die Faire Woche 2024 insbesondere junge Menschen – sowohl im Globalen Norden als auch im Globalen Süden - in den Fokus und fragt: Wie sind sie von der Klimakrise betroffen? Welche Möglichkeiten haben sie gefunden, den Ursachen der Klimakrise entgegenzutreten und klimaschonende Produktions- und Konsummuster auszuprobieren? Welche Strategien haben sie entwickelt, um mit den Folgen der Klimakrise umzugehen? Welche Formen des politischen Engagements haben sie gefunden - als Einzelpersonen oder lokal, regional oder weltweit vernetzt mit anderen Menschen? Die bundesweite Faire Woche lädt junge Menschen dazu ein, ihre Sicht auf das Thema einzubringen und so andere anzusprechen und zu motivieren, sich ebenfalls für mehr Klimagerechtigkeit einzusetzen.
Wo kann ich in Karlsruhe in der Gastronomie fair gehandelten Kaffee finden? Wo kann ich einkaufen, wenn ich auf der Suche nach fair gehandelten Textilien bin? Karlsruher Cafés und Bäckereiketten mit Fairtrade-Kaffees sowie Läden, die fair gehandelte Textilien anbieten, gibt es im Folgenden zu entdecken.
Hinweis: Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird gerne laufend ergänzt! Wir freuen uns über Hinweise zu lokale Akteurinnen und Akteure an agenda21(at)karlsruhe.de
Darüber hinaus bietet der Konsumführer Grüner Marktplatz einen Überblick über Geschäfte, die sich auf nachhaltigen Konsum spezialisiert haben.
Tchibo-Filialen
Filialgeschäfte der Badischen Backstube
Die Auswahl bezieht sich auf das Fairtrade-Siegel, da es dabei transparente Prüfkriterien und Nachweise gibt. Beim Fairen Handel geht es darum, nachweisbar und glaubwürdig zu garantieren, dass die Rechte von Menschen und der Umwelt geachtet werden, die Produktionsbedingungen spürbar verbessert sind und ausbeuterische Kinderarbeit ausgeschlossen ist. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir auf bloße Behauptungen ohne transparente Nachweise hin keine Empfehlung aussprechen können.
Natürlich kann es auch in anderen Läden sein, dass sich Ware findet mit Siegeln wie dem Fairtrade-Siegel, dem Fair-Wear-Siegel (FWF), dem Global-Organic-Textile-Standard (GOTS) oder dem Siegel des Internationalen Verbandes der Naturtextilwirtschaft (INVBest).
Hilfestellung im „Siegelwirrwarr“ gibt unser Infoblatt 203 KB (PDF). Die wichtigsten Siegel für Faire Kleidung werden kurz erklärt.
Unser Tipp:
Ausdrucken und als Gedächtnisstütze in den Geldbeutel legen oder abfotografieren.
Darüber hinaus gibt es in Karlsruhe zahlreiche Initiativen und Gruppen, die mit ihrem Engagement die Bürgerinnen und Bürger über Themen der Nachhaltigkeit informieren und sensibilisieren möchten. Ebenso zahlreich sind die stationären Angebote wie zum Beispiel Geschäfte und Örtlichkeiten, die gelebte Nachhaltigkeit innerhalb der Stadt möglich machen. Einen Überblick darüber bietet die Web-App Agenda 2030 – Nachhaltigkeit in Karlsruhe.