Im Jahre 1957 ergriff der damalige Oberbürgermeister Karlsruhes, Günther Klotz, nach der Veröffentlichung eines Zeitungsberichts über den Verfall des Friedhofs in Gurs, die Initiative zur Instandsetzung und Pflege des Deportiertenfriedhofs. Unterstützt wurde er vom Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden. Die badischen Städte, Gemeinden und Kreise, aus denen jüdische Bürgerinnen und Bürger nach Gurs deportiert und dort begraben worden waren, brachten durch eine Spendenaktion die Gesamtkosten der Neugestaltung auf und finanzieren seitdem die Unterhaltung und weitere Pflege des Friedhofsgeländes, der Stelenfelder und Gebäude.
Gerade erst 12 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges war diese Maßnahme nicht selbstverständlich. Nicht alle der 33 badischen Stadt- und Landkreise, die von Karlsruhes Oberbürgermeister 1957 Post bekamen, waren von der Idee begeistert. In einigen kleineren Städten und Gemeinden wurde der Spendenaufruf sogar per Gemeinderatsbeschluss abgelehnt. Trotz allem konnte bis 1959 eine Spendensumme von 100.000 Deutschen Mark zusammengetragen werden. Davon wurden 1.000 Deutsche Mark alleine vom Evangelischen Oberkirchenrat beigesteuert.
Der sanierte Friedhof, den die Gemeinde Gurs dem Oberrat für 99 Jahre verpachtet hatte, wurde am 26. März 1963 feierlich eingeweiht.
Die fünf badischen Städte Karlsruhe, Mannheim, Freiburg, Heidelberg und Pforzheim verpflichteten sich dazu, die Kosten für die weitere Unterhaltung und Pflege des Friedhofs gemeinsam zu tragen.
Die deutsch-französische Zusammenarbeit lief reibungslos. Im Mai 1964 gab es sogar Überlegungen, eine Partnerschaft zwischen Karlsruhe und dem nahe Gurs gelegenen Navarrenx zu etablieren. Aufgrund des deutlichen Größenunterschieds der Städte wurde 1965 beschlossen, dass die damaligen Städte Mörsch und Malsch, das heutige Rheinstetten, diese Städtepartnerschaft gründen sollen.
1973 wurde der Gedenkkubus auf dem Friedhof mit dem Buch der Toten, die in umliegenden Friedhöfen ihre letzte Ruhe fanden, eingeweiht.
Seit Ende der 90er Jahre gibt es bereits Überlegungen, ein Museum oder ein Internationales Jugendbegegnungszentrum in der Nähe von Gurs zu errichten. Im Jahr 2024 fand ein Architektenwettbewerb dazu statt. Das Vorhaben soll in den nächsten Jahren in die Tat umgesetzt werden.
Die Arbeitsgemeinschaft Gurs ist mittlerweile auf 18 Mitglieder angewachsen.