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Vom Wohnraum zum Lebensraum

August-Klinger-Areal in Daxlanden entwickelt sich / Vielfältige Angebote für Bewohnerinnen und Bewohner

Volkswohnungs-Geschäftsführer Stefan Storz (r.) erläutert beim Presserundgang die verschiedenen Einrichtungen auf dem August-Klingler-Areal Volkswohnungs-Geschäftsführer Stefan Storz (r.) erläutert beim Presserundgang die verschiedenen Einrichtungen auf dem August-Klingler-Areal © Stadt Karlsruhe, Monika Müler-Gmelin

Noch liegen einige Pflastersteine im Weg, Pflanzen harren ihrer Verwendung und aus manchen Ecken dringt das Maschinengeräusch der Handwerker. Doch das Baustellen-Ambiente ist deutlich auf dem Rückzug im August-Klingler-Areal. Vielmehr dominieren bezogene Wohnungen das Bild, ebenso wie fertiggestellte Außenanlagen, und aus der Kita dringt fröhliches Kinderlachen. Kein Zweifel, in dem Daxlandener Neubaugebiet hat sich viel getan, wie Stefan Storz, Geschäftsführer der Volkswohnung (Vowo), bei einem Presserundgang unterstrich: "Wir schaffen nicht nur Wohnraum, sondern ­Lebensraum".

Ambulante Tagespflege 

Seit dem ersten Spatenstich vor gut fünfeinhalb Jahren sind auf den ehemaligen Sportplätzen 357 Wohnungen entstanden, die Platz für rund 900 Menschen bieten. Doch damit nicht genug, erst die passende Infrastruktur "macht den Raum lebenswert und zu etwas besonderem", weiß Storz. Deshalb beherbergen die Gebäude auf dem Klingler-Areal nicht nur eine personell besetzte Service-Zentrale der Vowo, Gemeinschaftsräume zum Anmieten für Veranstaltungen, eine Gästewohnung und 800 überdachte Fahrradstellplätze. Seit wenigen Wochen hat beispielsweise die von der Caritas betreute ambulante Tagespflege St. Martha mit 15 Plätzen ihre Pforten geöffnet. Zudem steht eine Wohngemeinschaft für Menschen mit seelischen Erkrankungen zur Verfügung.

Blick auf das denkmalgeschützte Vereinsheim auf dem ehemaligen Sportgelände des FV Daxlanden während Sanierungsmaßnahmen. Hier soll ein neuer gastronomischer Treffpunkt im Quartier entstehen

Gastronomie im ehemaligen Clubhaus

Auf der anderen Seite des Innenhofs sorgen Alexandra Blasy und ihr Team dafür, "dass jedes Kind auf seine Weise ankommen kann". So lautet das Motto in der Kindertagesstätte "Sonnenschein", deren 86 Plätze bereits weitgehend belegt sind. Der integrative Ansatz und die Beschäftigung einer Heilpädagogin gewährleisten eine individuelle Förderung der Kleinsten. Und „wie es sich für ein Dorf gehört“, so Michael Auen, Vorstand der Lebenshilfe Karlsruhe und Umgebung. "ist in der Mitte die Kneipe". Genauer gesagt, handelt es sich um das Quartierscafé "Samocca" – eine Verbindung von Wiener Kaffeehauskultur mit moderner Küche. Noch wird in dem denkmalgeschützten ehemaligen Vereinsheim kräftig gewerkelt, aber der Eröffnungstermin im Juni steht schon. Dann können die Gäste sogar auf einer besonderen Terrasse Platz nehmen, denn ein Teil der Tribünenränge des ehemaligen Sportplatzes wird gerade nachgebildet.

Wer nun aber auf den Geschmack gekommen ist, in das dank Tiefgaragen weitgehend autofreie Quartier zu ziehen, wird von Stefan Storz enttäuscht. "So gut wie alle Wohnungen sind vorgemerkt", bedauert der Vowo-Chef, "die letzten Mieterinnen und Mieter ziehen in Kürze ein". -eck-

Gebäudeansichten auf dem August-Klingler-Areal
Laufrad an einem Fahrradständer  auf dem August-Klingler-Areal
Gebäudeansichten auf dem August-Klingler-Areal mit Fahrradstellplätzen
Haltestelle Thomas-Mann-Straße mit Blick auf Gebäudeauf des August-Klingler-Areals

Dieser Artikel erscheint in der StadtZeitung Nr. 6 am 25. Juli 2026.

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