Die Sommermonate in Karlsruhe sind heiß und der Klimawandel sorgt dafür, dass es in der Region in Zukunft immer längere und wärmere Hitzeperioden geben wird. Im vergangenen Jahr wurden in Karlsruhe an 26 Tagen Temperaturen von über 30 Grad Celsius gemessen. An drei Tagen kletterte das Thermometer sogar auf mehr als 35 Grad Celsius.
Hitze stellt das größte klimawandelbedingte Gesundheitsrisiko dar. Aus diesem Grund ruft die Bundesärztekammer in diesem Jahr am 11. Juni zum vierten Mal einen bundesweiten Hitzeaktionstag aus.
Hohe Temperaturen am Tag mit geringer Abkühlung in der Nacht belasten alle, können aber für bestimmte Personengruppen besonders gefährlich werden. Dazu gehören ältere, pflegebedürftige und/oder vorerkrankte Menschen, Schwangere, Stillende, Säuglinge und Kinder sowie Menschen mit Behinderung, Obdachlose und Menschen, die im Freien arbeiten.
Um alle Menschen in Karlsruhe vor den Folgen extremer Hitze zu schützen, arbeitet die Stadtverwaltung an der Umsetzung des Karlsruher Hitzeaktionsplans.
Beispiele für Maßnahmen des Hitzeaktionsplans sind:
• Wer an heißen Tagen nicht auf Sport verzichten möchte, kann von Juli bis August montags, mittwochs und freitags in den kühlen Morgenstunden von 7 bis 8 Uhr und von 8 bis 9 Uhr hinter dem Schloss am Frühsport im Park teilnehmen.
• Der digitale Stadtplan für heiße Tage zeigt Orte in Karlsruhe, die an heißen Sommertagen Abkühlung bieten, sowie die 44 Trinkbrunnen in der Stadt. Wer es lieber analog mag, für den gibt es die Karte auch kostenlos als gedruckten Faltplan – beispielsweise im Rathaus und der Tourist-Information am Marktplatz oder in der Stadtbibliothek.
• Schon im vierten Jahr öffnen Karlsruher Kirchengemeinden an heißen Tagen ihre Pforten und bieten einen kühlen Rückzugsort, Trinkwasser und Ruhe.
• Der Stadtrundgang „Von Hitze-Hotspots zu Zukunftsorten“ des Vereins GloW Karlsruhe e.V. zeigt vor Ort, wie sich Hitze und Klimafolgen auf das Stadtleben auswirken und was man tun kann. Der Rundgang eignet sich zum Beispiel für Schulklassen und Jugendgruppen und kann kostenfrei beim Verein angefragt werden.