Die Stadt Karlsruhe wird die im Rahmen des Verkehrsversuchs am sogenannten Oststadtkreisel erprobten Maßnahmen dauerhaft umsetzen. Das hat die Auswertung des Versuchs der Fachgruppe unter Federführung der Straßenverkehrsbehörde ergeben. Sowohl die Maßnahmen im Bereich der Stuttgarter Straße als auch jene in der nördlichen Wolfartsweierer Straße und der Ludwig-Erhard-Allee haben sich nach der Evaluation als erfolgreich erwiesen.
„Die Auswertung zeigt, dass die vorgenommenen Änderungen eine positive Wirkung entfaltet haben. Die Verkehrssicherheit konnte insgesamt deutlich verbessert werden. Deshalb werden wir die erfolgreichen Maßnahmen nun dauerhaft etablieren“, erklärt Bürgermeister Dr. Albert Käuflein, Dezernent für Öffentliche Sicherheit und Ordnung.
Der Verkehrsversuch war in zwei voneinander unabhängige Teilbereiche gegliedert. Ziel war es, die Verkehrssicherheit am „Oststadtkreisel“ zu erhöhen, Konfliktsituationen sowie Unfälle zu reduzieren und die Sichtbeziehungen für alle Verkehrsteilnehmenden zu verbessern.
Sicherheit für Radfahrende verbessert
Den Auftakt bildeten die Maßnahmen in der Stuttgarter Straße. Dort wurde die bislang zweistreifige Anfahrt auf den „Oststadtkreisel“ auf einen Fahrstreifen reduziert. Der rechte Fahrstreifen wurde dem Radverkehr zur Verfügung gestellt. Dadurch ist an der Einmündung keine parallele Aufstellung von Kraftfahrzeugen mehr möglich. Die Sicht auf Fahrzeuge, die aus der Ludwig-Erhard-Allee kommen, sowie die Sicht auf querende Radfahrende hat sich dadurch deutlich verbessert.
Im zweiten Teil des Verkehrsversuchs wurden die Verkehrsführungen in der nördlichen Wolfartsweierer Straße sowie an der Ludwig-Erhard-Allee angepasst. Auch hier wurde die Anfahrt auf den „Oststadtkreisel“ auf einen Fahrstreifen reduziert, um die Sichtverhältnisse zu verbessern. Zusätzlich verhindern bauliche Elemente seitdem das Queren des „Oststadtkreisels“ von Norden nach Süden.
Darüber hinaus wurde die Verkehrsführung auf der Westseite der „Kreisfahrbahn“ auf Höhe der Ludwig-Erhard-Allee neu geordnet. Fahrzeuge, die sich dort im „Oststadtkreisel“ befinden und in Richtung Stuttgarter Straße oder südliche Wolfartsweierer Straße fahren möchten, werden nur noch einstreifig geführt. Zudem wurde der Fahrstreifen so aufgerichtet, dass die Sicht auf den vorfahrtberechtigten Verkehr, der aus der Ludwig-Erhard-Allee auf den „Oststadtkreisel“ zufährt, verbessert wird.
Weniger Unfälle
Die Maßnahmen haben deutliche Wirkung gezeigt. Die Unfälle haben sich beispielsweise im Bereich der Einmündung der „Kreisfahrbahn“ in die Ludwig-Erhard-Allee im Betrachtungszeitraum vom 1. März 2025 bis zum 31. Mai 2026 auf vier Unfälle reduziert. Im Vergleichszeitraum vom 1. März 2023 bis zum 31. Mai 2024 ereigneten sich dort noch 26 Verkehrsunfälle. Auch an der Stuttgarter Straße sind die Unfallzahlen deutlich zurückgegangen. Die Evaluation bestätigt damit den Erfolg des Verkehrsversuchs und die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen.
Die bislang eingesetzten provisorischen Elemente werden nun durch dauerhafte Lösungen ersetzt. Die Umsetzung der Verstetigung durch das Tiefbauamt wird voraussichtlich in der Kalenderwoche 26 abgeschlossen sein.
Mit der dauerhaften Umsetzung der Maßnahmen setzt die Stadt die positiven Erkenntnisse aus dem Verkehrsversuch konsequent um und stärkt die Verkehrssicherheit am „Oststadtkreisel“ nachhaltig.