Der Karlsruher Büromarkt zeigt sich stabiler und attraktiv im nationalen Vergleich. „Im Gegensatz zu anderen steht Karlsruhe gut da“, resümierte Wirtschaftsdezernentin Gabriele Luczak-Schwarz bei der Vorstellung des Büromarktberichts im Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft.
Zwischen den Jahren 2019 und 2025 habe sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten „sehr positiv“ entwickelt, so Elena Steiger von der städtischen Wirtschaftsförderung. Aktuell seien rund 190.000 Personen in Karlsruhe beschäftigt, knapp zwei Drittel davon arbeiten in Büros. Bis 2028, so die Prognose, sei weiterhin mit einer leichten Zunahme zu rechnen, danach bleibe der Anteil gleich. Die Mieten betragen in Karlsruhe derzeit im Schnitt 11 Euro pro Quadratmeter, in den Toplagen seien Spitzenmieten in Höhe von bis zu 19 Euro zu erzielen. Damit liege die Fächerstadt etwa hinter Stuttgart (35 Euro/qm) oder Mannheim (22 Euro/qm). Dies mache Karlsruhe attraktiv, um hier Büros anzumieten, so Steiger weiter. Zwischen modernen und älteren Standorten herrsche eine starke Polarisierung. Mit einer Leerstandsquote von 6,4 Prozent sei der Gipfel erreicht, so die Prognose der Wirtschaftsförderung. Insgesamt verfüge der Büromarkt Karlsruhe demnach über eine stabile Ausgangsbasis und gute strukturelle Voraussetzungen, um langfristig Wachstum zu ermöglichen.