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Sommer-Pressekonferenz des Oberbürgermeisters: „2027 wird ein Schicksalsjahr“

Mentrup zieht Bilanz / Hitze, Stadtbäume und die angespannte Haushaltslage

Karlsruhes finanzielle Spielräume werden enger: "Die klassischen Einsparmöglichkeiten sind ausgeschöpft“, blickte das Stadtoberhaupt besorgt auf das kommende Jahr. Karlsruhes finanzielle Spielräume werden enger: "Die klassischen Einsparmöglichkeiten sind ausgeschöpft“, blickte das Stadtoberhaupt besorgt auf das kommende Jahr. © Stadt Karlsruhe, Boris Burghardt

Ein Sommer mit vielen Höhepunkten, aber auch mit spürbaren Belastungen liegt hinter der Fächerstadt. Bei seiner Pressekonferenz blickte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup auf volle Veranstaltungsplätze, Begegnungen und die Kultursaison zurück.

Passend zur Sommer-Pressekonferenz zeigte sich Mitte September noch einmal die Sonne: Auf dem Dach der Hauptfeuerwache präsentierte OB Dr. Frank Mentrup seine Themen. „Der Sommer war beglückend. Karlsruhe ist ein ausgezeichneter Treffpunkt für Menschen in Zeiten kritischer Diversität.“ So sei der Ansturm auf „Das Fest“ mit 260.000 Besuchern deutlich stärker als in anderen Jahren gewesen. Mentrup erwähnte auch die Schlosslichtspiele. Dort habe man alle Bevölkerungsgruppen antreffen können.

Er zeigte sich von der friedlichen Atmosphäre begeistert. „Wir hatten ein paar auswärtige Delegationen zu Gast, die alle positiv überrascht waren“, berichtete das Stadtoberhaupt. Auch der Start von „Lounge 76“ sei ein Erfolg gewesen. „Wir haben attraktive Angebote, die die Menschen in Scharen anziehen.“

Mentrup sprach im Anschluss die Hitzewelle an, die Menschen und Pflanzenwelt stark stressten. Der Aufwand bei der Wasserversorgung für Bäume sei ein ganz anderer als vor zehn Jahren. Selbst als hitzebeständig geltende Bäume hätten in diesem Sommer unter der Dürre gelitten. „Wir bekommen nicht so viele Bäume nachgepflanzt wie absterben“, teilte der OB mit.

So wie auf die großen lebenden Schattenspender hat die Hitze Auswirkungen auf Karlsruherinnen und Karlsruher. Zwar könne die Stadt in Bezug auf gefährdete Menschen unterstützen, doch wäre es ebenso wichtig, dass etwa Nachbarn auf ältere Mitmenschen achteten. Es gelte technische Möglichkeiten zur Kühlung zu nutzen oder sogar andere Aufenthaltsorte anzubieten. Er zeigte sich daher dankbar, dass Kunstmuseum und ZKM kurzfristig bei Hitzetagen kostenlosen Eintritt gewährten.
 

Dieser Beitrag gehört zur StadtZeitung, die auch in gedruckter Form erscheint. Alle Ausgaben des ePapers sind digital verfügbar.

 

Mehr zu städtischen Themen und den Aktivitäten der Stadtverwaltung Karlsruhe unter www.karlsruhe.de/stadtzeitung

Schild Kommunen am Limit vorm Rathaus zum Städtetag Aktionstag Finanzen der Kommunen – Fahnen auf Halbmast

Schließlich kam Mentrup zu der finanziellen Ausstattung der Kommune: „Es wird potenziell 2027 eine Haushaltssperre geben. Die Höhe der finanziellen Lücke für das kommende Jahr lässt sich noch nicht beziffern.“ Die Summe werde zwischen 20 und 120 Millionen Euro liegen. „Die klassischen Einsparmöglichkeiten sind ausgeschöpft. Wenn keine Hilfe von außen kommt, gibt es massive Einschnitte“, warnte Mentrup, der auch Präsident des baden-württembergischen Städtetags ist.

Er bekomme auf Landesebene unterschiedliche Signale. Ministerien drängten darauf, dass Leistungen, die thematisch ihnen zugeordnet sind, nicht beschnitten werden. Gleichzeitig bestehe die Landesregierung darauf, dass der Haushalt nicht aus dem Ruder laufe. „Nächstes Jahr wird für viele Kommunen ein Schicksalsjahr. Einige werden Schwierigkeiten bekommen, selbst die Gehälter zu bezahlen“, befürchtete der Oberbürgermeister. -cf-

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