Nachdem der Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsberatungen die Erhöhung der Schulgelder für den Besuch öffentlicher Fachschulen beschlossen hatte, vollzog das Gremium dies nun folgerichtig durch die Änderung der entsprechenden Gebührensatzung. Die Stadt nimmt jährlich Schulgelder in Höhe von rund 330.000 Euro ein. Im Jahr 2021 wurden die Schulgebühren um 50 Prozent gesenkt, um das Angebot der beruflichen Schulen zu stärken. Im Zuge der Haushaltsstabilisierung hatte die Verwaltung vorgeschlagen, die Gebührensenkung rückgängig zu machen – der Gemeinderat trägt jedoch nur die Hälfte der angedachten Erhöhung mit. Im Haushaltsplan wird mit Mehreinnahmen von rund 82.500 Euro für das Jahr 2026 und 165.000 Euro in den Folgejahren gerechnet.
Auch beim Thema Schülerbeförderung hatte der Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsplanung verschiedene Maßnahmen beschlossen. Einer nötigen Satzungsänderung hat das Gremium nun ebenfalls mit großer Mehrheit zugestimmt. Änderungen gibt es etwa beim freigestellten Schülerverkehr ab Klassenstufe 1 – hier ist künftig für die Monate Oktober bis Juli ein monatlicher Eigenanteil von 40 Euro zu entrichten. Für Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf bleibt die bisherige volle Kostenübernahme für ein Deutschlandticket JugendBW für Fahrten im öffentlichen Nahverkehr bestehen. Keine Kostenübernahme wird es künftig mehr für Praktikumsfahrten geben. Bisher wurden die Fahrtkosten unabhängig vom jeweiligen Schulträger für alle Schulen im Stadtgebiet von der Stadt übernommen. Dies galt, obwohl Praktika nicht zum stundenplanmäßigen Unterricht unter Aufsicht einer Lehrkraft zählen. Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf können weiterhin zu Hospitationen oder Praktika befördert werden, wenn dies im Rahmen der bestehenden Schulbustour wirtschaftlich möglich ist. -jd-