Aufgrund der positiven Resonanz zum Reallabor im vergangenen Jahr hat der Gemeinderat im Februar die Weiterentwicklung des Passagehofs entschieden: Ab 1. September soll er zur Fußgängerzone umgewidmet sein und Dank einer privaten Spende auch neue Sitzmöbel und zusätzliche Begrünung erhalten, die dann zum gemütlichen Verweilen einladen.
Bodengrafik im öffentlichen Raum
Außerdem wird es bunt: Zur visuellen Auflösung der ursprünglichen Verkehrszone ist eine Bodenbemalung geplant. Der Passagehof hat mit Kinemathek, Art Institut und bald auch Jazzclub bereits eine starke kulturelle Besetzung. Mit der Bodengrafik soll der kreative Charakter auch im öffentlichen Raum erlebbar und der Passagehof zu einem ganz besonderen Ort in der Innenstadt werden. Hierfür hat die Stadt fünf Karlsruher Designerinnen und Designer sowie Künstlerinnen und Künstler eingeladen, ein grafisches Konzept zu entwickeln.
Die eingereichten Entwürfe werden drei Wochen vom Freitag, 21. Juli, bis Freitag, 11. August, vor Ort im Passagehof und online auf dem Beteiligungsportal der Stadt Karlsruhe ausgestellt. In diesem Zeitraum haben Bürgerinnen und Bürger vor Ort oder im Netz die Möglichkeit, ihren Favoriten zu wählen. Das Publikumsvotum wird in die Entscheidung der Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung, Bürgerverein und Interessensgemeinschaft Kaiserstraße West einfließen, welche Mitte August tagt.
Finanziert wird das Projekt im Rahmen des Projekts "City-Transformation" durch das Bundesförderprogramm Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die temporäre Bemalung soll bis Oktober umgesetzt werden. Sie soll solange Bestand haben, bis der Passagehof baulich umgestaltet und gegebenenfalls weiter entsiegelt wird. Das wird frühstens ab 2026 geschehen.