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Land führt Juniorklassen ein

Grundschulförderklassen werden auch in Karlsruhe umgewandelt

Schulsituationen Der Umfang der Juniorklassen beträgt 25 Wochenstunden, die Größe der Klassen liegt zwischen 12 und 20 Kindern. © Stadt Karlsruhe, Monika Müller-Gmelin

Ab dem kommenden Schuljahr 2026/27 führt das Land Baden-Württemberg sogenannte Juniorklassen ein. Diese lösen die bestehenden Grundschulförderklassen auch in Karlsruhe ab. Als Teil des neuen Sprachförderkonzepts „SprachFit“ ist es das Ziel der Juniorklassen, dass Kinder möglichst schulbereit eingeschult werden.

Gefördert werden demnach Kinder, die aufgrund ihres sprachlichen Entwicklungsstandes oder motorischer, kognitiver und sozial-emotionaler Fertigkeiten noch nicht für die erste Klasse der Grundschule bereit sind. Die Förderung dauert ein Jahr.

Die Juniorklassenverordnung gilt nicht für all jene, die Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot haben. Zudem wird es für Kinder, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist, weiterhin eigene Vorbereitungsklassen an Grundschulen geben.

Die Empfehlung für den Besuch einer Juniorklasse gibt die Schulleitung. Grundlage dafür sind die Einschätzung der Kooperationslehrer, der Sprachförderkraft sowie weitere vorliegende Entwicklungsbewertungen. Der Umfang der Juniorklassen beträgt 25 Wochenstunden, die Größe der Klassen liegt zwischen 12 und 20 Kindern.

Zum kommenden Schuljahr werden zunächst die bestehenden sieben Grundschulförderklassen in Juniorklassen überführt. Die Standorte befinden sich an den Grundschulen Bulach und Grünwinkel, der Oberwaldschule Aue, der Heinrich-Köhler-Schule, der Schillerschule, der Drais-Grundschule und der Eichendorff-Grundschule. Bis zum Schuljahr 2028/29 sieht das Land für Karlsruhe insgesamt 15 Grundschulstandorte mit Juniorklassen vor. Bei der Standortauswahl legt das Schul- und Sportamt Wert auf eine bedarfsgerechte Verteilung im Stadtgebiet, betonte Daniela Wagner von der Stabsstelle Bildungsplanung im Schulausschuss Ende Juni. Weitere Kriterien sind unter anderem eine ausreichende Raumkapazität und eine gute ÖPNV-Anbindung. -jd-

Dies ist ein Beitrag der StadtZeitung, die auch in gedruckter Form erscheint. Alle Ausgaben des ePapers sind digital verfügbar.

Mehr zu städtischen Themen und den Aktivitäten der Stadtverwaltung Karlsruhe unter karlsruhe.de/stadtzeitung.

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