In der Mai-Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Gesundheit haben die Mitglieder über das städtische Baumkonzept gesprochen. Pascal Marin vom Gartenbauamt erläuterte, wie in Zukunft mit Stadtbäumen und Stadtgrün umgegangen wird.
Vorrangiges Ziel sei, den Baumbestand mindestens auf einem konstanten Niveau zu erhalten. So sollen Bäume, die aufgrund von alters- oder klimabedingten Schäden gefällt werden müssen, vollständig nachgepflanzt werden. Um den Baumbestand zu analysieren, nutzen Marin und seine Kollegen das städtische Baumkataster sowie Auswertungen von Satellitenbildern.
2025 zählte das Gartenbauamt 136.030 Bäume im Bestand – Wälder und Bäume auf privaten Grundstücken sind darin nicht enthalten. Die Zahlen des Baumkatasters zeigten einen leichten Abwärtstrend beim Baumbestand, so Marin. „Generell haben wir in den letzten Jahren mehr Fällungen als Pflanzungen in der Stadt vorgenommen. Wir haben ein Delta von über 4.000 Bäumen.“
2024 wurden 1.202 Bäume gefällt und 588 gepflanzt, im vergangenen Jahr standen 950 Fällungen 850 Pflanzungen gegenüber. Ein großer Teil müsse klimawandelbedingt gefällt werden, fasste Erste Bürgermeisterin Bettina Lisbach zusammen. „Auch viele Baumaßnahmen spielen eine Rolle.“ Erschwerend komme hinzu, dass nicht an jedem Ort, an dem ein Baum gefällt wird, auch nachgepflanzt werden könne.
Dennoch sei eine ausgeglichene Bilanz das Ziel, betonte Lisbach. Kopfzerbrechen bereite laut Marin zudem die Diversität der Stadtbäume. Dabei dominierten Ahorn (31,48 Prozent), Hainbuche (10,89 Prozent) und Eiche (9,89 Prozent).
Jede dieser Art habe zunehmend mit Trockenheit und Hitze zu kämpfen. Daher werde das Stadtbaumkonzept neue, klimanagepasste Baumarten priorisieren. Satellitendaten zeigen, dass die Vitalität der Stadtbäume seit 2016 abgenommen hat. Lisbach bilanzierte: „Die Situation ist nicht schön.“ -gia-