Das Projekt Integriertes Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2040 bringt Stadt, Bürgerschaft und viele weitere Akteurinnen und Akteure zusammen, um Karlsruhe fit für die Zukunft zu machen.
Ein Fokusthema ist dabei die Mobilität: Angesichts des Klimawandels, eines steigenden Verkehrsaufkommens und der unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse der Menschen soll die Mobilität in Karlsruhe weiterentwickelt werden. Der Gemeinderat hat daher beschlossen, einen Bürgerrat zum Thema „Mobilität“ einzusetzen. Dieser wird sich mit der Fragestellung beschäftigen, wie Mobilität gerecht, sicher und zuverlässig für alle Bevölkerungsgruppen gestaltet werden kann.
Das Instrument des Bürgerrats ergänzt die repräsentative Demokratie und eröffnet Einwohnerinnen und Einwohnern die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt zu beteiligen. In einer moderierten, respektvollen Arbeitsatmosphäre erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam Empfehlungen, die am Ende dem Gemeinderat in Form eines Gutachtens übergeben werden.
Die Auswahl der Teilnehmenden für den Bürgerrat Mobilität erfolgt in einem zweistufigen Verfahren: zunächst werden knapp 5.000 per Zufall aus dem Melderegister ausgewählte Karlsruherinnen und Karlsruher angeschrieben und eingeladen, sich für die Teilnahme am Bürgerrat zu registrieren. Die Einladungen dazu werden ab sofort per Post versandt. Aus den eingegangenen Anmeldungen wird anschließend eine Gruppe von 50 Personen ausgelost. Sie soll die Karlsruher Bevölkerung möglichst repräsentativ abbilden – unter anderem hinsichtlich Alter, Geschlecht und Bildungsstand. Der Bürgerrat wird im Oktober 2026 erstmals zusammenkommen.
„Ich möchte alle Eingeladenen ermutigen, mitzumachen. Im Bürgerrat geht es nicht um Fachkenntnisse. Alle können auf Basis der eigenen Erfahrungen ihre persönlichen Sichtweisen auf das Thema Mobilität einbringen“, so Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup.
Im Prozess zur Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts Karlsruhe 2040 sind neben dem Bürgerrat bis Mitte 2027 weitere Beteiligungsformate vorgesehen. Dabei geht es nicht nur um den fachlichen Austausch: Die gemeinsame Arbeit stärkt die Diskussionskultur und den Gemeinsinn in der Stadtgesellschaft. Gleichzeitig ist es gerade in Zeiten der angespannten Haushaltslage der Stadt Karlsruhe notwendig, gemeinsam Prioritäten zu setzen und zu diskutieren, wie sich Karlsruhe in den kommenden 15 Jahren weiterentwickeln soll.