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Gaming-Aktionen in Stadtbibliothek und Stadtmedienzentrum

Lesung mit Dr. Johanna Pirker in der Stadtbibliothek

Autorin und Wissenschaftlerin Dr. Johanna Pirker Autorin und Wissenschaftlerin Dr. Johanna Pirker © Matthias Rauch

Am Donnerstag, 25. Juni 2026 findet in der Stadtbibliothek ein Aktionstag rund um Gaming statt. Im Fokus steht die Frage, wie Gaming unsere Welt verändert. Die Veranstaltung findet im Rahmen des "Digitaltags" gemeinsam mit RetroGames e. V. und dem Stadtmedienzentrum Karlsruhe statt.

Bereits seit 23. Mai können Besucherinnen und Besucher im Foyer der Zentralbibliothek klassische Arcade Games ausprobieren, die als Leihgabe von RetroGames zur Verfügung gestellt werden. Am 25. Juni beginnt das Programm um 17 Uhr mit einer Entdeckungstour durch die "MakerSphere" des Stadtmedienzentrums Karlsruhe in der Moltkestraße 64. Bei einer kurzen Führung lernen die Teilnehmendend dort den "Makerspace", die Medienwerkstatt sowie die "Gaming & Coding School" kennenlernen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, unterschiedliche Games selbst auszuprobieren und die MakerSphere praktisch zu erleben. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Der Abend setzt sich ab 19:30 Uhr in der Zentralbibliothek im Neuen Ständehaus fort. Dort liest die Informatikerin Dr. Johanna Pirker aus ihrem Buch „The Game Is On. Wie Gaming unsere Welt revolutioniert“ und spricht darüber, wie Videospiele Kreativität fördern, soziale Kompetenzen stärken und technologische Entwicklungen vorantreiben. Pirker, die seit ihrer Kindheit spielt und entwickelt, verbindet in ihrem Werk persönliche Erfahrungen aus der Spieleentwicklung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und räumt mit verbreiteten Vorurteilen über Gaming auf. Sie zeigt, welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Potenziale in der Spieleindustrie liegen, wie Lernprozesse unterstützt werden und welche technologischen Innovationen ihren Ursprung in der Spiele-Welt haben.

Wissenschaftliche Studien belegen inzwischen, dass Videospiele das Sozialverhalten fördern, Lernprozesse unterstützen und als Innovationstreiber wirken. Dennoch hält sich das Vorurteil, Games würden Gewalt verherrlichen. Pirker setzt diesen Mythen fundierte Forschung entgegen und eröffnet zugleich einen niedrigschwelligen Zugang zur Vielfalt der Spielewelt – auch für Menschen, die bislang wenig Berührungspunkte damit hatten.

Pirker, geboren 1988, forscht an der TU Graz zu Computerspielen, Virtual Reality und Künstlicher Intelligenz und ist Professorin für N‑Dimensional User Experience an der TU München. Sie studierte unter anderem am MIT, lehrte an der ETH Zürich und der LMU und hält internationale Vorträge sowie TEDx‑Talks. 2018 wurde sie in die europäische Liste der „Forbes 30 Under 30“ im Bereich Wissenschaft aufgenommen. Die Lesung ist kostenfrei und findet in der Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus statt.

 

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