Nach dem starken Unwetter am gestrigen Tag sind zahlreiche Waldwege im Westen Karlsruhes und im Hardtwald durch umgestürzte Bäume und herabgebrochene Äste blockiert oder nur eingeschränkt passierbar. Das städtische Forstamt und ForstBW haben unmittelbar nach dem Ereignis mit der Schadensaufnahme begonnen. Die Forstwirtteams arbeiten seitdem intensiv daran, die betroffenen Wege wieder freizuräumen.
Es wird eindringlich darum gebeten, den Wald während und nach Starkregen- oder Sturmereignissen nicht zu betreten, solange die Aufräumarbeiten andauern. Auch nach starkem Wind können weiterhin Gefahren durch instabile Bäume, herabfallende Äste oder unter Spannung stehendem Holz von umgestürzten Bäumen bestehen. Hier besteht Lebensgefahr!
Die Schäden fallen je nach Stadtteil unterschiedlich aus. Während einige Waldabschnitte nur vereinzelt betroffen sind, müssen in anderen Bereichen zahlreiche umgestürzte oder beschädigte Bäume entfernt werden. Dabei haben Hauptwege Vorrang vor Nebenwegen.
Das Forstamt bittet alle Bürgerinnen um Verständnis und Geduld. Nach derzeitiger Einschätzung werden die Räumarbeiten mit externer Unterstützung voraussichtlich bis Ende der kommenden Woche andauern. Ziel ist es, die Waldwege so schnell wie möglich wieder nutzbar zu machen. Bis dahin sollten Waldbesucherinnen die betroffenen Waldgebiete meiden.
Das Unwetter traf auf einen Stadtwald, der bereits durch die lang anhaltende extreme Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen stark geschwächt ist. Außergewöhnlich hohe Temperaturen und fehlende Niederschläge haben viele Bäume massiv unter Trockenstress gesetzt und ihre natürliche Widerstandskraft verringert. Die Folgen dieser Belastung sind neben den Sturmschäden des vergangenen Abends im Karlsruher Wald bereits deutlich sichtbar: Viele Laubbäume zeigen seit Ende des vergangenen Monats eine vorzeitige, trockenheitsbedingte Laubfärbung – ein sichtbares Zeichen für den zunehmenden Einfluss der klimatischen Veränderungen.