Zu einem Treffpunkt für alle, die in der Region die Energiewende aktiv mitgestalten möchten, wurde kürzlich der Karlsruher Marktplatz. Das 3. Energie- und Klimafestival (EKF) zeigte das Engagement in seiner ganzen Bandbreite. Unter dem Motto „Europas Energiewende regional gestalten“ rückten konkrete Lösungen, neue Ideen und gemeinsames Handeln in den Fokus.
Getragen wird das EKF vom Energienetzwerk fokus.energie, der städtischen Klimakampagne „KA – wir machen Klima“ und der Messe Karlsruhe. Zahlreiche Initiativen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft zeigten wie vielfältig Klimaschutz und nachhaltige Energieversorgung bereits heute gelebt werden. Best-Practice-Beispiele und neue Impulse gingen hier Hand in Hand. Gleichzeitig ging der Europatag auf dem Marktplatz – ebenfalls mit Info- und Wissensständen – über die Bühne. Aus städtischer Sicht passend, so brachte es Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup in seiner Begrüßung auf den Punkt: „Der europäische Gedanke und Klimaschutz müssen gemeinsam gedacht werden.“
Viel Input rund um Klimaschutz
Zu den Initiativen vor Ort zählte „Glow“, die Workshops für Schüler oder Lehrer beispielsweise zu nachhaltiger Ernährung, Textilkonsum (gegen Fast Fashion) oder für Klimagerechtigkeit anbieten. Auch die beliebten Hinterhof-Flohmärkte auf denen Second-Hand-Sachen in den Quartieren ein zweites Leben erhalten, geht auf die Initiative von Glow zurück. Die Stadtwerke offerierten Karlsruher Trinkwasser, ein E-Bus der VBK war ebenso vertreten wie Stadtmobil Karlsruhe. Die Kombination eines gut ausgebauten Karlsruher ÖPNV und dem Stadtmobil-Angebot machen die Fächerstadt zur „Carsharing-Hauptstadt Deutschlands“.
Ob unter anderem Bürgerenergie-Initiativen, Klima-Puzzle, KIT mit dem Klimamonster, Klimaschutz-Netzwerk christlicher Gemeinden, Reallabor oder Energieberatung – Input gab es reichlich. Auf der Bühne diskutierten Bürgermeisterin Bettina Lisbach, Hilmar F. John (Geschäftsführer fokus.energie e.V.) und Andreas Hörner (Geschäftsführender Schulleiter Karlsruher Berufsschulen) über Zukunftsberufe im Klimaschutz. Infos gab es ferner zum Projekt „Job Vision AZUWA“. „Klimaschutz ist ein Gemeinschaftsprojekt. Jeder kann mitmachen. Die Politik setzt lediglich den Rahmen“, sagte Lisbach.