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Ein leichter Hauch genügt und ihre Blätter flattern und flirren im Wind: Die Zitterpappel – auch Espe oder Aspe genannt – ist vielen Menschen dank des Sprichworts „Zittern wie Espenlaub“ ein Begriff. Mitte März pflanzten Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Oberrheinischer Waldfreunde mit Unterstützung des städtischen Gartenbauamtes im Otto-Dullenkopf-Park ein hochstämmiges Exemplar der heimischen Baumart. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 2a der Tulla-Grundschule halfen nicht nur tatkräftig beim Einbuddeln, sie hatten auch ein passendes Lied einstudiert.
Internationaler Tag des Baumes am 25. April
Anlass für die gemeinschaftliche Baumpflanzung, die seit mehr als 40 Jahren begangen wird, ist der Internationale Tag des Baumes. Dieser findet zwar erst am 25. April statt, doch in Karlsruhe wird aufgrund des Klimawandels bereits früher gepflanzt. „Die Zitterpappel ist eine tolle Baumart, die auch für viele Tiere und Pflanzen eine große Bedeutung hat“, erläuterte Ulrich Kienzler, Vorsitzender der Waldfreunde. So dienen die Blätter rund 60 Schmetterlingsarten als Nahrungsgrundlage. Auch Bienen, Blattläuse und Ameisen halten sich gerne dort auf – was wiederum Vögel und Fledermäuse anlockt. Zitterpappeln werden durchschnittlich 100 Jahre alt und erreichen eine Höhe von 25 bis 35 Metern. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit gilt der Baum des Jahres 2026 als Hoffnungsträger im Klimawandel.
OB lobt großes Engagement
Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup lobte das große Engagement von Waldfreunden, Forstamt, Gartenbauamt und Baumpaten in Karlsruhe. Die Zitterpappel sei eine gute Wahl für den Otto-Dullenkopf-Park, der als Grünquartier für die umliegenden Stadtteile eine wichtige Funktion erfülle, sagte Mentrup. -jd-
Die Blätter der Zitterpappel haben lange, seitlich abgeflachte Stiele. Dadurch flattern und „zittern“ sie bereits bei leichtem Wind. Das hilft dem Baum dabei, Belastungen bei Sturm zu minimieren. Die Blätter weichen der Luftströmung aus, anstatt Widerstand zu leisten.